„Fahrt mit dem Bus ist immer wieder eine Tortur“

Seit der Umstellung gebe es mehr Schwierigkeiten, meint Fahrgast Elvira Meichsner. Probleme bei Fahrt von Werth nach Würselen.

Elvira Meichsner ist wütend. „Wir auf dem Land werden vollkommen diskriminiert“, sagt sie. Was sich hinter ihrem Ärger verbirgt? Der neue Fahrplan der Aseag. Seit dem Fahrplanwechsel zum 10. Dezember sei die Fahrt mit dem Bus für sie eine Tortur. Doch von vorne.

 

Seit zehn Jahren arbeitet Elvira Meichsner im Würselner Gewerbegebiet. Vor dem Fahrplanwechsel lief der Weg zur Arbeit folgendermaßen ab: Mit der Linie 1 fuhr sie um 7.57 Uhr an der Haltestelle Werther Markt los und stieg um 8.40 Uhr an der Haltestelle End-straße in Verlautenheide aus. Lief alles nach Plan, wechselte Meichsner die Straßenseite und nahm um 8.45 Uhr die Linie 16, die sie bis zur Haltestelle Metro bringen sollte. Ihren Anschluss bekam sie allerdings nur selten. „Ich habe mich in den vergangenen Jahren schon mehrfach beschwert. Immer hieß es, dass daran gearbeitet wird oder, dass man den Fahrern Bescheid geben soll, damit sie ihre Kollegen anfunken können und die dann auf die Fahrgäste warten“, sagt sie. Doch auch das habe so gut wie nie funktioniert. „Wir sind schon oft angekommen und der Anschlussbus ist uns vor der Nase weggefahren“, sagt Meichsner.

 

Zwischenzeitlich habe man ihr vonseiten der Aseag versprochen, dass längere Standzeiten eingerichtet würden. „Das hat einige Wochen ganz gut geklappt – bis zum Fahrplanwechsel“, so die Stolbergerin. Die Linie 16 gibt es seitdem nicht mehr. Dafür fährt nun die Linie 31 ins Würselener Gewerbegebiet. Das Problem: Die fährt schon um 8.40 Uhr los – also genau zu dem Zeitpunkt, zu dem die Linie 1 ankommt. „Das Thema ist seit Jahren bekannt und anstatt dass sich die Situation verbessert, verschlechtert sie sich nur noch. Das ist nicht kundenfreundlich“, sagt Meichsner.

 

Was sie besonders aufregt: Der nächste Bus kommt erst eine Stunde später. Damit sie nicht zu spät zur Arbeit kommt, holt ihre Chefin sie derzeit an der Haltestelle ab. „Nicht nur ich habe das Problem. Es gibt auch Kunden, die nicht mehr zu uns ins Geschäft kommen, weil die Verbindung ins Industriegebiet so schlecht ist“, sagt Meichsner. Die Stolbergerin wandte sich erneut an die Aseag. Das Unternehmen reagierte und teilte ihr schriftlich mit, dass die Fahrplanlage der Linie 31 verschoben werden musste, um in Burtscheid und auf der Jülicher Straße in Aachen den City-Takt einführen zu können. Dieser wurde auf Wunsch der Stadt Aachen eingeführt und ist im Nahverkehrsplan verankert. Den City-Takt gibt es in Aachen auf den Hauptachsen, die Wohnviertel am Rand der Innenstadt mit dem Zentrum verbinden.

 

Der Vorschlag des Unternehmens: Elvira Meichsner könne einen Bus früher in Werth abfahren. „Sie würden dann die Haltestelle Verlautenheide Endstraße planmäßig um 8.13 Uhr erreichen und könnten die Fahrt der Linie 31 um 8.15 Uhr nutzen. In der Tat würden Sie bei den Fahrten der Linie 1 mit einer planmäßigen Ankunftszeit um 6.40 Uhr, 7.40 Uhr, 8.40 Uhr und 9.40 Uhr an der End-straße, die Linie 31 um drei Minuten verpassen“, heißt es in dem Schreiben.

 

Eine grundsätzliche Verschiebung der Abfahrtzeiten sei nicht möglich, da beide Linien in den Taktverkehr auf der Jülicher Straße eingebunden seien.

„Aufgrund der knappen Umstiegszeit ist der Umstieg bei einer größeren Verspätung der Linie 1 natürlich problematisch“, heißt es weiter.

 

Auf Nachfrage unserer Zeitung meinte Aseag-Sprecher Paul Heesel: „Veränderungen – wie die Einführung des City-Taktes – bedeuten für viele Kunden auf den Hauptachsen ein besseres Angebot, sind aber gegebenenfalls mit schlechteren Verbindungen für andere Kunden verbunden. Die Optimierung des Fahrplans ist und bleibt also eine Daueraufgabe.“

 

In den kommenden Monaten wolle man die Rückmeldungen der Fahrgäste auswerten. „Sollte sich dabei herausstellen, dass an bestimmten Stellen Nachbesserungsbedarf besteht, der fahrplantechnisch machbar und finanzierbar ist, sowie einer signifikanten Zahl von Fahrgästen zugutekommt, nehmen wir entsprechende Änderungen vor“, so Heesel weiter. Um die Situation der Linie 31 zu entschärfen, wolle man längere Haltezeiten an der Endstraße einrichten. Elvira Meichsner glaubt jedoch nicht, dass sich etwas an der Situation ändern wird. „Aber ich lasse mich ja gerne positiv überraschen“, sagt sie.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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