Bagger, Maurer und das große Stadtjubiläum

Ausblick aufs beginnende Jahr . Erste urkundliche Erwähnung 1118. Investitionen in Schulen, Dörfer und Innenstadt. Stolberg setzt auf Digitalisierung.

Fotos: Lange
Fotos: Lange

Als „Jahr des Baggers“ ging 2016 nach jahrzehntelangem Stillstand in Stolberg in die Geschichte ein. 2017 galt gar als „Jahr der drei Bagger“. Und 2018? Die Aufwertung der Innenstadt geht mit dem Ausbau der Rathaus- und Salmstraße weiter, der Quartiersplatz im Steinweg soll angepackt, der Oberstolberger Markt weiter geplant werden. Gebaggert wird also reichlich. Jetzt langen neben den Tief-, zusätzlich die Hochbauer kräftig zu. 35 Millionen Euro werden in den nächsten drei Jahren allein in die Schulen investiert. Und eine Breite weiterer Projekte steht vor der Umsetzung.

 

Doch womit kann man das beginnende Jahr am besten überschreiben? Ganz einfach: das Jubiläumsjahr. Stolberg feiert 900 Jahre. 1118 nach Christus wurde die Stadt erstmals erwähnt, als der Burgherr Reinardus von Stalburg die Gründungsurkunde des St.-Georgs-Stifts in Wassenberg unterzeichnete. Nun wird sich das 900. Jubiläum mit einer Vielzahl von Veranstaltungen durchs ganze Jahr wie ein roter Faden ziehen. Eins der Sahnehäubchen dabei ist das Diözesanschützenfest, das die Stolberger St.-Sebastianus-Bruderschaft zum ersten Juli-Wochenende ausrichten.

 

Über weitere Schwerpunkt sprechen Bürgermeister Tim Grüttemeier sowie die Beigeordneten Robert Voigtsberger und Tobias Röhm mit unserer Redaktion.

 

  • Aktionspläne: Auf der Agenda steht die Umsetzung verschiedener Projekte aus den Konzepten zur Inklusion sowie zur Integration. Unter anderem soll der Fotowettbewerb „Miteinander kinderleicht“ durchgeführt und der Begegnungstag fortgesetzt werden.
  • Bauprojekte: An der Rathausstraße wird das ehemaligen Schreibwarengeschäft Leufgens abgerissen. Dort soll in einem Neubau bis Mitte 2019 das Gesundheitsamt der Städteregion einziehen. Ebenfalls in wenigen Tagen beginnt in Büsbach der Abriss der früheren Metzgerei Bürsmeier; dort entsteht ein barrierefreies Wohnprojekt. Genehmigt ist der Abriss der Kartonagefabrik Hoyer in Münsterbusch sowie der erste von zwei geplanten barrierefreien Neubauvorhaben. Erwartet wird der Baubeginn neben der Drummen-Villa. Bezugsfertig wird Stolbergs erstes soziales Wohnbauprojekt auf der Rotsch mit 16 Wohneinheiten. Zum 1. August bezugsfertig sein soll das neue Pflegeheim auf der Liester; das Samaritanerheim plant, an den angestammten Standort zum Jahresende zurückkehren zu können.
  • Brandschutz: Fortgesetzt wird die grundlegende Modernisierung der Feuerwehr. Für 2018 bestellt sind bereits zwei neue Rettungswagen. Zudem ist die Anschaffung eines Löschfahrzeuges, eines weiteren Tanklöschfahrzeuges, eines Einsatzleitwagens und eines Rettungsbootes auf Trailer für Einsätze auf Wehebachtalsperre und den Weihern geplant.
  • Dienstleistungszentrum: Geplant werden soll nun die Erweiterung um Werkhallen; ein Bau ist für das Folgejahr angedacht.
  • Dorfentwicklung: In wenigen Tagen soll die Neugestaltung der Zweifaller Ortsmitte anlaufen. In Venwegen wird der Pavillon an der alten Schule erneuert. Für Werth und Mausbach sollen die Entwicklungskonzepte abgeschlossen werden, auf deren Basis mit Zuschüssen die Sanierung des Bürgerhauses bzw. die neue Gestaltung des Markusplatzes erfolgen sollen.
  • Geldinstitute: Die Sparkasse ändert ihre Öffnungszeiten: Die Filialen werden montags bis donnerstags von 9.30 bis 18 Uhr mit einer Mittagspause von 13 bis 14 Uhr öffnen; freitags schließen die Stellen um 13 Uhr. Ausgenommen in Stolberg sind die Zweigstellen in Zweifall sowie Gressenich. Die VR-Bank beabsichtigt derzeit keine generellen Änderungen. Sie bereitet sich auf die Fusion mit der Spar- und Darlehenskasse Hoengen vor.
  • Haushalt: Intern soll ein monatliches Controlling des Budgets etabliert werden, um daraus Steuerungsvorteile für das Finanzwesen nutzen zu können. Die Aufholjagd ist geschafft, und zum zweiten Mal nach Jahrzehnten wird Stolberg fristgerecht den Jahresabschluss 2017 feststellen können. Der Haushalt ist trotz der um zwei Millionen Euro reduzierten Stärkungspaktmitteln nicht nur ausgeglichen, sondern weist für 2018 sowie die Folgejahre Überschüsse aus.
  • Jugend: An der Ardennenstraße und auf Arnoldsmühlen entstehen weitere generationsübergreifende Spielanlagen.
  • Kindergärten: Die Anmeldung für Betreuungsplätze soll ab Herbst über das Elternportal „Kivan“ möglich sein. In der Kindertagesstätte Breinigerberg entsteht eine neue Gruppe, an der Spinnereistraße wird eine neue Einrichtung gebaut.
  • Krankenhaus: Die Stadt unterstützt am Bethlehem-Gesundheitszentrum, wo sie auch mit einer Außenstelle des Standesamtes präsent ist, den Ausbau der Geburtshilfe. Die sechs entstehenden Kreißsäle sollen bis April funktionstüchtig sein.
  • Kultur & Tourismus: Zu den Höhepunkten im Jubiläumsjahr zählen unter anderem „Stolberg goes History“, die Stadtparty, das große Treffen des Rings der europäischen Schmiedestädte, der Extremlauf „Coppermen´s Hell“ sowie die Umsetzung des Burgkonzepts, mit dem das Wahrzeichen der Stadt verstärkt in Szene gesetzt werden soll. Die Angebote der Touristinfo sollen weiter ausgebaut werden.
  • Mobilität & Klima: Die beiden Klimaschutzkonzepte „Klimafreundliche Mobilität“ und „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften“ sollen fertiggestellt werden. Auf dem Programm stehen zudem die energetische Sanierung des Bürgerhauses Breinigerberg, der Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobile und Pedelecs sowie die Anschaffung von E-Fahrzeugen für den städtischen Fuhrpark.
  • Nahverkehr: Aufgestellt werden sechs Säulen zur Information über Abfahrtszeiten von Bussen und Bahnen. Am Haltepunkt Schneidmühle soll die neue P+R-Anlage gebaut werden. Im Herbst soll die Deutsche Bahn mit dem Bau der „Skywalk“ genannten Aufzüge und Überführung die Modernisierung des Hauptbahnhofes abschließen und damit erstmals eine barrierefreie Erreichbarkeit der Züge an der Hauptstrecke herstellen. Die EVS will mit der Ertüchtigung der Strecke zwischen Altstadt und Breinig und der Sanierung des Rüstbachviaduktes beginnen.
  • Ordnung: Regelmäßig unregelmäßig sollen Spielhallen, Shisha-Bars und weitere Brennpunkte vor allem auf der Mühle kontrolliert, und dabei die Zusammenarbeit mit der Polizei verstärkt werden. Noch immer ungeklärt ist, ob Stolberger ab 2019 eine Wahl zwischen gelben Säcken oder Tonnen haben werden. Die Verhandlungen zwischen Regio-Entsorgung und Dualem System im Vorfeld der Neuausschreibung der Abfuhrleistungen laufen noch.
  • Rathaus: Mit Blick auf steigende Anforderungen und wachsende Datenmengen strukturiert die Stadt ihre IT neu. Das neue Ratsinformationssystem „Allris“ geht an den Start. Das betriebliche Gesundheitsmanagement soll entwickelt und das Personalentwicklungskonzept weiter ausgearbeitet werden. Dort wo es bereits möglich ist, sollen Bürger E-Goverment und Online-Portale mit einem städteregional einheitlichen Zugangscode nutzen können.
  • Schulen: Neben den baulichen Maßnahmen steht auch die Digitalisierung an den Stolberger Schulen im Vordergrund. Zwischen 2018 und 2020 investiert die Stadt jährlich rund 300 000 Euro. Fortgesetzt wird der „Qualitätszirkel Offener Ganztag“, bei dem es unter anderem um die Abstimmung von Mindeststandards gehen soll.
  • Soziales: Eingereicht werden soll ein integriertes Handlungskonzept für die Sozialräume Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg. Geplant ist ein Handlungskonzept zum Thema Wohnen, das vor allem den sozialen Wohnungsbau aufgreifen soll. Außerdem wird – voraussichtlich Ende Januar – eine neue Auflage des Stolberger Seniorenwegweisers erscheinen.
  • Sport: Das Stadion Glashütter Weiher wird saniert, und im Frühjahr 2018 soll die digitale Sportstättenverwaltung online gehen. In einem weiteren Schritt sollen die Sportstättenbedarfe in den einzelnen Stadtteilen ermittelt werden.
  • Stadtbild: Nachdem das Technische Betriebsamt die Ecke der Brauereistraße und den „Feldherrenhügel“ am Rathaus neu gestaltet hat, soll nun die Fläche rund um das Büsbacher Ehrenmal als Vorzeigeprojekt neu gestaltet werden. Neu im Einsatz ist bei der Säuberung das Sauggerät Glutton.
  • Stadtentwicklung: Fortgeschrieben werden soll das aus dem Jahr 2004 stammende Einzelhandelskonzept. Das Neubaugebiet Propst-Grüber-Straße soll ebenso erschlossen werden wie der erste Abschnitt der Stadtrandsiedlung; damit läuft zudem die Vermarktung des größten Neubaugebietes der Stadt an.
  • Straßen: Nach mehr als drei Jahrzehnten soll mit der Installation einer Ampel mit Kennzeichenerfassung das geltende Anliegergebot auf Burg-, Vogelsang- und Hastenrather Straße durchgesetzt werden. Der Landesbetrieb Straßenbau erneuert im Rahmen der neuen Mitte Zweifalls dort auch die Jägerhausstraße. Diese Landesstraße 238 wird zudem zwischen Zweifall und dem neuen Kreisverkehr bei Raffelsbrand eine neue Fahrbahndecke erhalten. In Atsch wird entlang der Würselener Straße (L 23) der Radweg nach Verlautenheide saniert. Und in Schevenhütte wird an der L 12 die Brücke in der Langerweher Straße neu gebaut. Neben der (verspäteten) Fertigstellung von Rhenania- und Prämienstraße sowie der Galmeistraße und des Eschenweges in 2018 beginnt die Stadt mit der Planung von Bischofstraße und Rosenweg; außerdem soll mit dem Ausbau von Vichter- und Don-Bosco-Straße begonnen werden.
  • TalachseInnenstadt: Während das Beleuchtungskonzept umgesetzt wird und die geplanten Neugestaltungen in den Quartieren bis ins Jahr 2020 folgen, sollen die dann auslaufende Förderung aus dem Programm „Stadtumbau West“ weitere Projekt durch die Förderkulisse „Soziale Stadt“ ermöglicht werden. Entsprechende integrierte Handlungskonzepte müssen erarbeitet werden. Sie sollen sich dann vornehmlich dem nördlichen Part der Innenstadt widmen sowie im Süden die Neugestaltung des Oberstolberger Marktes mit dem Abschnitt des Heinrich-Böll-Platzes vollenden.
  • Wirtschaftsförderung: Für März avisiert ist das Ergebnis der Machbarkeitsstudie für den Euregio Railport in Stolberg und das Industriedrehkreuz in Weisweiler. Am Stolberger Hauptbahnhof könnte unverzüglich mit dem Ausbau eines regionalen Güterverteilzentrums begonnen werden. Am 15. Januar beginnen die Abstimmungsgespräche zwischen Stolberg und Regierungspräsidentin Gisela Walsken über den neuen Regionalplan – unter anderem über die Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen. Hochzeitsmesse und Nacht der Ausbildung werden fortgesetzt.
  • Zincoli-Gelände: Eine Entscheidung über die Nutzung der Brache der früheren Zincoli soll endlich getroffen werden. Aus einem Investorenwettbewerb war 2007 das Strabag-Projekt mit Ansiedlung eines Bau- und Gartenmarktes hervorgegangen. Das wurde 2014 vom Rat zugunsten der Innenstadtentwicklung gestoppt. Im April wurden die vier Hektar erneut zur Vermarktung ausgeschrieben. Zwei Firmen erhielten den Zuschlag sowie ein Projektentwickler einen mit Option. Aber die angestrebte Projektierung eines Baumarktes erscheint nun unrealistisch.
  • Zinkhütter Hof: Die neue Dauerausstellung „Turbo – Traffic – Transport“ über die Mobilitätsentwicklung und -perspektiven in der Region soll eröffnet werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen

Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: gruettemeier@cdu-staedteregion-aachen.de

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