Abschied mit reichlich Wehmut

Zugführer der Feuerwehr Gressenich, Günter Krings, geht in den Ruhestand.

Foto: Christian Ebener
Foto: Christian Ebener

Eine Feuerwehr in Gressenich ohne „Gün“? Undenkbar! Und doch nährt sich die Zeit des langjährigen Zugführers Günter „Gün“ Krings bei den Aktiven dem Ende. Zu seinem 63. Geburtstag gab der Brandinspektor jetzt das Amt des Zugführers in jüngere Hände und zwar in die von Daniel Schmitz-Kröll, der bisher sein Stellvertreter war.

 

Fast 26 Jahre nach Krings Anfang als Zugführer und über 46 Jahre nach seinem Eintritt - da war es klar, dass diese Ära nicht lautlos enden konnte. Seine Kameraden hatten ihm eine Überraschung organisiert, die jedem Außenstehenden klarmachte, welche herausragende Bedeutung Krings für seine Kollegen hatte, mit denen er zahllose Einsätze bestritt. Mit dem historischen Einsatzwagen samt Drehleiter wurde Krings zu Hause abgeholt. Nach einer Fahrt durch seine ehemaliges Einsatzgebiet in Werth, Mausbach und Schevenhütte ging es zur Feuerwache in Gressenich, wo bereits sämtliche Gäste in einem Spalier aus Wunderkerzen warteten, durch das es dann für Krings und Kameraden hinein in die Halle ging, die bereits festlich geschmückt war. Dort warteten auch bereits die Blasmusikanten Gressenich und die KG Fidele Bessemskriemer, die natürlich auch den besonderen Abend unterstützen wollten.

 

„Das ist ein besonderes Ereignis, das war eine Ära“, betonte der neue Zugführer Schmitz-Kröll zu Recht. Auch Karina Wahlen, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Stolberg, ließ sich den Besuch nicht nehmen und sprach im Namen aller Bürger ein Dankeschön für die langjährige, ehrenamtliche Arbeit aus. Auch Feuerwehrleiter Andreas Dovern bedankte sich bei dem „verdienten und angesehenen Zugführer“. Dovern wusste natürlich wovon er redete, denn zusammen mit Krings war er im Löschzug Gressenich bereits aktiv.

 

„Nach 40 Jahren könnte ich ein Buch über alles schreiben“, betonte der Geehrte. Herzlich bedankte er sich nicht nur für die Feier, sondern auch für die zahlreichen Momente, die man mit den Kameraden teilen konnte. Einen Wunsch für die Zukunft hatte er noch: Auch wenn er in vier Jahren dann endgültig den aktiven Dienst verließe, so hoffte er doch, alle Beteiligten zum 100-Jährigen in 37 Jahren wiederzusehen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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