Familienhebammen sollen weiter unterstützt werden

Das beschließt der Stolberger Stadtrat . Die Bundesfördermittel fließen auch künftig in das Projekt „Guter Start ins Leben“.

Bis Ende 2020 sollen jährlich insgesamt 42 400 Euro in den weiteren Einsatz von Familienhebammen im Rahmen des Projekts „Guter Start ins Leben“ fließen. Das entschied nun der Stadtrat auf Empfehlung des Kinder- und Jugendausschusses in seiner Sitzung. So wolle man die Kontinuität der bisherigen Arbeit sicherstellen, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

 

Das Projekt „Guter Start ins leben“ ist ein Angebot vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), mit dem werdende Mütter und Eltern bereits in der Schwangerschaft erreicht werden sollen, um sie auf die Herausforderung der Elternschaft vorzubereiten. Auf diese Weise sollen Eltern beispielsweise sensibilisiert werden, die Sprache ihres Babys zu verstehen und dadurch auch in Belastungssituationen angemessen auf seine Bedürfnisse reagieren zu können. Durch die längerfristige Begleitung einer Familienhebamme würden werdende und junge Eltern mehr Sicherheit und Entlastung erfahren, heißt es in der Beschreibung des Projekts.

 

Gemeinsam arbeiten Eltern und die Familienhebammen dann an verschiedenen Themen und gehen auf unterschiedliche Fragestellungen ein wie beispielsweise die Vorbereitung auf die bevorstehende Geburt oder auch das Verhalten im Krankheitsfall des Kindes. Zudem klärt die Familienhebamme die Eltern auch darüber auf, welche finanziellen Hilfen den Familien zustehen.

 

Das Projekt richtet sich grundsätzlich an alle Mütter und Väter von der Schwangerschaft bis zum ersten Lebensjahr des Kindes und steht darüber hinaus auch kostenlos zur Verfügung.

 

Bereits 2012 beschloss der Stolberger Stadtrat, die Bundesfördermittel aufgrund des Bundeskinderschutzgesetzes für den Einsatz von Familienhebammen unter der Berücksichtigung des Projekts „Guter Start ins Leben“ beim SkF zu verwenden. Die Förderung lief erst einmal bis zum 31. Dezember 2016.

 

Die Mitglieder des Kinder- und Jugendausschusses wurden in ihren vergangenen Sitzungen regelmäßig über die Umsetzung informiert. Mit der weiteren Förderung in diesem Jahr wurde schließlich sichergestellt, dass das Angebot in Stolberg auch weiterhin aufrecht erhalten werden kann.

 

„Wegen der überaus guten Erfahrungen bis heute ist die Fortsetzung der Kooperation im Bereich der Frühen Hilfen zwischen dem SkF und dem Jugendamt für die Nachhaltigkeit der Angebote erforderlich“, sagt auch Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger.

 

Um eine dauerhafte Sicherstellung des Netzwerks Frühe Hilfen gewährleisten zu können, wurde ein Fonds Frühe Hilfen eingerichtet.

 

Der neue Kooperationsvertrag zwischen der Verwaltung und dem SkF gilt ab dem 1. Januar 2018 bis Ende Dezember 2020. In den Sitzungen des Kinder- und Jugendausschusses soll auch weiterhin über das Projekt berichtet werden.

 

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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