Schullandschaft: Digitale Infrastruktur muss stimmen

Für den Medienentwicklungsplan sollen 300 000 Euro im Haushalt bereitgestellt werden. Auch Grundschulen sollen profitieren.

„Digitalisierung ist für uns ein wichtiges Thema“, sagt Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger. Und die soll in den kommenden Jahren auch in den Stolberger Schulen weiter ausgebaut werden. Laut dem nordrhein-westfälischen Schulgesetz ist der Träger einer Schule nämlich nicht nur dazu verpflichtet, Schulanlagen, Gebäude, Einrichtung und auch die entsprechenden Lehrmittel bereitzustellen und zu unterhalten, sondern muss darüber hinaus auch dafür Sorge tragen, dass eine entsprechende digitale Infrastruktur an den Schulen vorhanden ist. Dafür will die Stadt nun in den kommenden drei Jahren jeweils 300 000 Euro bereitstellen – vorausgesetzt, der Rat stimmt diesem Vorhaben auch zu.

 

Das Thema Medienentwicklungsplan beschäftigt die Stolberger Verwaltung schon länger. Bereits im April dieses Jahres fand ein Gespräch mit den Schulleitern der weiterführenden Schulen, die sich in Trägerschaft der Stadt befinden – also Ritzefeld-Gymnasium, Goethe-Gymnasium, die Städtische Gesamtschule Stolberg und die Neue Gesamtschule Stolberg – , statt. „Die digitale Aufstellung ist wichtig, aber die Pädagogik hat natürlich stets Priorität. Die Technik sollte der Pädagogik folgen“, macht Robert Voigtsberger deutlich.

 

Jede weiterführende Schule aktualisierte nach dem Gespräch mit der Verwaltung ihr Medienkonzept. Heißt: Jede Schule legte ihre pädagogischen Inhalte fest und setzte sich gezielt damit auseinander, wie diese umgesetzt werden sollten und was dafür nötig sei. Nach den Herbstferien reichten die Schulleiter die Pläne schließlich ein.

 

Das Ziel der Stolberger Verwaltung: Bis Ende 2017 sollen die Konzepte nun stehen, damit im kommenden Jahr dann auch mit der Umsetzung begonnen werden kann. Momentan werden die Konzepte allerdings noch vom Euregionalen Medienzentrum Aachen und den Medienberatern des Kompetenzteams der Städteregion geprüft. Regen sie Änderungen an, sollen diese noch eingearbeitet werden.

 

In einem nächsten Schritt sollen mit den Schulen dann Zielvereinbarungen abgeschlossen werden, um nachvollziehen zu können, welche Anschaffungen in welchem Jahr getätigt wurden und welche noch ausstehen. Die Schulen sollen die zur Verfügung gestellten Mittel allerdings selbst verwalten. „Schließlich weiß man vor Ort auch am besten, wo aktueller Bedarf besteht“, sagt Voigtsberger, der die Medienentwicklungsplanung als einen „fortwährenden Prozess“ beschreibt.

 

Für diese Entwicklung sollen in den kommenden drei Jahren im Haushalt der Stadt jeweils 300 000 Euro bereitgestellt werden.

250 000 Euro davon sollen aus dem investiven, 50 000 Euro aus dem konsumtiven Haushalt kommen. In der Sitzung am Dienstag, 12. Dezember, entscheidet schließlich der Rat, ob die Mittel freigegeben werden.

 

Im Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus (ASKST), der in der vergangenen Woche im Rathaus tagte, war die Medienentwicklungsplanung bereits Thema. Von den Ausschussmitgliedern erhielt die Verwaltung den Auftrag, eine Bestandsaufnahme mit dem bereits vorhandenen Material zu machen. In der nächsten Sitzung, die voraussichtlich Anfang März stattfinden wird, steht diese dann auf der Tagesordnung.

 

Außerdem will man dann auch mit den Ausschussmitgliedern darüber diskutieren, nach welchem Prinzip eine gerechte Verteilung der Mittel an die einzelnen Schulen erfolgen könne. Schließlich sollen nicht nur die weiterführenden Schulen, sondern auch die Stolberger Grundschulen davon bereits bald profitieren. Mit ihnen stehen Anfang des kommenden Jahres die ersten Gespräche zu diesem Thema an, erklärt Robert Voigtsberger.

 

In Sachen Medienentwicklung soll sich in Zukunft allerdings noch mehr an den Stolberger Schulen tun. Das Amt für Wirtschaftsförderung und das Schulamt stellten gemeinsam einen Förderantrag zum Breitbandausbau. Ende September wurde dieser beim Land eingereicht. Dort wurden der Kupferstadt bereits 450 000 Euro reserviert. Die gibt es allerdings nur, wenn der Bund auch die zweite Hälfte genehmigt. Eine Rückmeldung dazu gab es bisher jedoch noch nicht, sagt Voigtsberger. Von den insgesamt 900 000 Euro sollen alle 22 Stolberger Schulen – unabhängig von der Trägerschaft – mit einer entsprechenden Breitbandversorgung ausgestattet werden. Das bedeutet: Jedes Klassenzimmer würde dann über eine 30 Mbit starke Bandbreite verfügen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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