Stolberg hat ein ganz heißes Eisen im Feuer

Rekordteilnahme: 33 Schmiede zeigen bei der Schmiedeweihnacht ihr Können. Im Rathaus wird Kunsthandwerk präsentiert. Vorfreude auf 2018.

Fotos: D. Müller
Fotos: D. Müller

Sie hatten viele Eisen im Feuer – und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Schmiede waren am Wochenende wieder zu Gast bei den Kupferstädter Weihnachtstagen. Einmal mehr war die Schmiedeweihnacht ein Highlight, zumal die internationale Schmiedefamilie, die sich in Stolberg traf und live in Aktion war, erneut gewachsen ist. Zu den zahlreichen „Wiederholungstätern“ aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden gesellten sich diesmal auch Schmiede aus der Luxemburger „Hephaistos Brudderschaft“. Für deren Vizepräsident Fernand Labonté fiel das Fazit der Stolberg-Premiere eindeutig aus: „Das große Treffen hier gefällt uns sehr, wir kommen wieder.“

 

Zu den Männern der ersten Stunde zählt neben dem Stolberger Kunstschmied Adi Radermacher auch der Niederländer Ron van Loorbeek, der mehr als zufrieden die Szenerie überblickte, als schon gut eine halbe Stunde vor dem eigentlichen Beginn der Schmiedeweihnacht die Öfen qualmten und die Schmiede mit dem Hammer das heiße Eisen bearbeiteten. „Was wir vor elf Jahren mit zwei Feuern begonnen haben, ist heute die größte Schmiedeweihnacht Deutschlands. Heute brennen hier zwölf Feuer, und 33 Schmiede arbeiten zwei Tage lang ständig vor Publikum“, schwärmte van Loorbeek.

 

Tatsächlich stellten die Schmiede nicht nur facettenreiche und faszinierende Exponate zur Schau, sondern waren permanent dabei zu beobachten, wie sie ihre uralte Handwerkskunst kraftvoll ausüben. Im Vorjahr zum ersten Mal dabei: Thomas-Maria Schmidt, Präsident des Internationalen Fachverbands Gestaltender Schmiede (IFGS). Und dass dabei gleich der Funke übergesprungen ist, beweist, dass Schmidt jetzt wieder bei dem Schmiedetreffen vor dem Rathaus anzutreffen war. „Mein Ziel ist, hier in Stolberg Stammgast zu werden“, meinte er.

 

Im Inneren des Rathauses begeisterte derweil ein Kunsthandwerkermarkt die Besucher mit vielen hochwertigen Exponaten. Holzarbeiten, Stein- und Bronzeskulpturen, Drechsler bei der Arbeit, Malerei, Schmuck, Feinkost und Süßigkeiten, kunstvoll gefertigte Weihnachtskarten und mehr überzeugten mit Vielfalt und mit Qualität.

 

Ebenfalls im Rathausfoyer in Aktion war mit Patrick Machnik ein schon „alter Bekannter“, der vor den Augen der Besucher seinen Schmuck anfertigte. Ihm gegenüber befand sich ein neuer Teilnehmer: Kupferschmied Michael Tuss. Seine Exponate wie Schulranzen und vor allem große, detailgetreu in Kupfer dargestellte Insekten wie Schmetterling, Spinne und Ameise zogen die Blicke der Besucher unwiderstehlich an. Und Tuss bekannte, sich auch als „Neuling“ von der Kupferstädter Schmiedeweihnacht angezogen zu fühlen. „Das ist eine ganz tolle Aktion, und allein schon so viele Kontakte knüpfen zu können, ist großartig. Ich komme auf jeden Fall wieder“, erklärte der Kupferschmied, während er ein Stück Stolberger Kupfer bearbeitete – also Messing.

 

Als sich die Schmiedeweihnacht dem Ende zuneigte, war auch Adi Radermacher mit der diesjährigen Auflage sehr zufrieden, gedanklich aber schon im Jahr 2018, wenn Stolberg sein 900-jähriges Bestehen feiert.

 

„Dann haben wir viel vor“, versprach Radermacher: „Anfang Oktober findet die Jahreshauptversammlung des Rings der Europäischen Schmiedestädte in Stolberg statt. Bei der Gelegenheit veranstalten wir dann ein zusätzliches großes Schmiedetreffen. Und wenn wir dann schon so viele Schmiede in der Stadt haben, bewerben wir bei den Aktiven natürlich auch die Kupferstädter Weihnachtstage, so dass die Chancen gut stehen, dass in 2018 die Schmiedeweihnacht noch einmal wachsen wird.“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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