Karl-Josef Krebs für Lebenseinstellung von VdK mit Preis geehrt

Der Beschäftigte der Mausbacher Maschinenbaufirma wird durch eine Nierentarnsplantation gerettet . Immer einen festen Willen bewiesen.

Foto: Christian Ebener
Foto: Christian Ebener

Als Karl-Josef „Jupp“ Krebs in Dortmund den „Preis für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung“ des Sozialverbandes VdK entgegengenommen hat, dürfte auch sein Schutzengel anwesend gewesen sein. Denn der Monschauer CNC-Fräser hat vom Leben eine zweite Chance bekommen, nachdem er jahrelang mit einer lebensbedrohlichen Nierenerberkrankung leben musste: Eine Transplantation rettete sein Leben.

 

Seine Lebenseinstellung hat ihm dabei auch Halt gegeben - trotz allem war und ist er für seine Frau, seine Vereinskameraden beim TV Konzen und seine Kollegen bei der Mausbacher Firma Jouhsen Bündgens Maschinenbau immer dagewesen. Aufgeben? Das kam für ihn nie in Frage.

 

Davon war auch der VdK beeindruckt, die von Krebs‘ Ju-Jutsu-Verein TV Konzen, seinem Chef Bert Bosserhoff und seiner Ärztin Dr. Ritzerfeld auf Krebs aufmerksam gemacht wurden. Beim Gespräch mit Bosserhoff und Krebs wird schnell klar, welche Bedeutung Krebs für seine Firma und die Kollegen hat. Als der heute 55-Jährige sich nach einer kurzen Beschäftigung bei einer anderen Firma 2010 wieder bei seinen alten Kollegen bewarb, entgegnete Bosserhoff nur: „Herr Krebs, ich brauch ihnen über uns nix zu erzählen, sie kennen hier alles besser als ich“.

 

Der gelernte Fräser wurde 1962 in Monschau geboren, wo er bis heute lebt. Zur Bundeswehr war er in Berlin, machte seine Ausbildung als Fräser Anfang der 1980er und war dann noch eine Zeit als Schlosser beschäftigt. 1990 führte ihn sein Weg dann zurück in die Kupferstadt, zu Hubert Jouhsen, der damals noch den Maschinenbaubetrieb leitete. „Ständig verbessern und optimieren“, so erzählt sein heutiger Chef über Krebs‘ Arbeitseinstellung. Die Ausstattung in der Firma, die heute 47 Mitarbeiter beschäftigt, wurde moderner, Krebs blieb die Konstante. Auch darüber hinaus war er stets engagiert: Beim TV Konzen begann er mit Ju-Jutsu in den 1990er Jahren. Als sein Trainer kurze Zeit später aufhören musste, übernahm Krebs das Training und arbeitete im Vorstand mit. „Ich wollte nicht, dass der Verein stirbt“, sagt Krebs beinahe beiläufig. Auch beim Bau der Gymnastikhalle 2003 war er mit dabei und wurde 2012 zum Ehrenmitglied ernannt. Eine besondere Ehrung gab es erst 2016 als er zur Ehrung den Meistergrad vom Landesverband verliehen bekam.

 

2002 wurde eine seltene Erbkrankheit bei ihm diagnostiziert. Wie lang seine Niere noch durchhält, war unklar. Folgekrankheiten schlossen sich an, darunter Diabetes und das Karpaltunnelsyndrom. Weder von seinem Sport, noch seiner Arbeit ließ er sich dadurch abhalten. 2015 ging es jedoch ins Krankenhaus, die Dialyse war unausweichlich, der Gesundheitszustand verschlechterte sich. Die selten durchgeführte Bauchfelldialyse sollte es ihm ermöglichen weiterhin aktiv zu bleiben. Das bedeutete aber auch: Jede Nacht geregelte Schlafenszeiten, damit er morgens früh zur Arbeit konnte. Spontane Ausflüge? Gar Urlaub? Undenkbar in dieser schwierigen Zeit. Kaum verwunderlich, dass seine Ärztin Dr. Ritzerfeld in ihrer Empfehlung für den VdK-Preis ihm ein tadelloses Verhalten bescheinigt. Das Wunder gab es dann im Februar 2017. Eine neue Niere. Er und seine Frau hörten das Telefon in der Nacht nicht, seine Mutter glücklicherweise schon. Es fühlte sich an wie im Traum und „alles ging ganz schnell“, denkt er zurück. Kurze Zeit später war er im Uniklinikum Aachen, die Transplantation verlief problemfrei. „Das war mein zweiter Geburtstag. Mein Leben fängt seitdem neu an“, erzählt er zur der emotionalen Zeit. „Ich war froh, dass die Firma von Anfang an mir entgegengekommen ist“, dankt Krebs seinem Chef.

 

Jetzt ist er wieder immer für seine Kollegen da, immer an seiner Fräse zu finden. Im Karate steht Krebs mittlerweile kurz vor dem blauen Gürtel. Für „seine besonderen Leistungen im Berufsleben“ wurde er geehrt, heißt es vom Sozialverband VdK, „weil er ein Team-Player ist“.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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