Als Rentner auf die Hühner gekommen

Manni Scheen ist ein engagierter Geflügelzüchter. Das erste Tier mit 70 Jahren bekommen . Auch die Ehefrau hilft begeistert mit.

Foto: Günther Sander
Foto: Günther Sander

Manfred Scheen (Manni) beschäftigt sich mit der Zucht des Federviehs. Seine kleine, aber feine Hühnerfarm im Heketweg ist längst ein Stück seines Lebens im Ruhestand geworden.

 

Der ehemalige Elektromeister und Geschäftsmann mag es gerne eine Nummer kleiner. Seit seiner Pensionierung ist er sprichwörtlich, wie die Jungfrau zum Kind, regelrecht auf die Hühner gekommen. „Auslöser“ oder „Anstifter“ waren Ehefrau Maria-Johanna (Hanni) und die ganze Familie, die hatten dem damals 70-Jährigen ein paar Hühnerküken zum Geschenk gemacht. „Jedes Tier hatte sogar einen eigenen Namen erhalten“, lacht Hanni Scheen.

 

Natürlich dazu passend eine bescheidene Behausung für den Anfang, die heute allerdings ganz schön angewachsen ist. Gebaut! Vergrößert! Modernisiert! Es hat sich allerhand bewegt. Jetzt haben die Scheens „ihre eigenen Hühner“: Eines Teils der Eier wegen, welche diese Tiere legen. In erster Linie jedoch aus Spaß an der Freude. „Es ist für mich eine schöne, sinnvolle Beschäftigung“, sagt der „Hühner-Boss“ gegenüber unserer Zeitung.

 

Und seine Hanni ist längst vom Bazillus Hühnerzucht angesteckt worden, mischt kräftig mit. „Es ist eine schöne Sache“, hat sie erkannt. Schon als Kind wuchs Manfred Scheen mit Tauben, Schafen und Kühen auf. Einmal Tiere, immer Tiere, trifft in diesem Falle zu. Natürlich gehört ein Züchter auch einem Verein an. Der Büsbacher ist beim Geflügelzuchtverein Eilendorf aktiv. „Dort habe ich so richtig Spaß an der Zucht gefunden“, ist zu hören.

 

Damit er auch ja alles richtig macht, ist auf dem Wohnzimmertisch Fachlektüre nicht zu übersehen, in die er sich vertieft, um Fachwissen zu erlangen. Auch gute Beratung schätzt er, darauf legt er großen Wert. Verständlich, dass ein „Quereinsteiger“ klein anfängt. So geschehen bei Manni Scheen: Mit den kleinsten Hühnern der Welt, mit den „Saramas.“ Warum die kleinen Rassen? „Die sind halt pflegeleicht“, hat der Hobbyzüchter richtig erkannt. Derzeit tummeln sich auf seiner Wiese und in den Stallungen Zwerg-Wyandotten, eine beliebte Rasse.

 

Leider sind auf diese Hühner auch Fuchs und Habicht scharf, beide haben sich schon einige Male Leckerbissen verschafft – zum Ärger des Züchters, der entsprechende Absicherungen treffen musste.

 

Überhaupt, die Hühner haben es bei den Scheens „so richtig gut.“ Neben dem üblichen Körnerfutter gibt es noch diverse „Leckerchen“: Geriebene Möhrchen, Bananen, Salat. „Ja, die werden bei uns so richtig verwöhnt“, so Hanni Scheen dazu. Sie steht auf Seidenhühner, die seien etwas ganz Besonderes. In den Stallungen tummeln sich derzeit 28 Exemplare, überwiegend Zwerg-Wyandotten. Und alle Jahre wieder kommen weitere hinzu.

 

„In diesem Jahr will ich groß rauskommen“, hat Manfred Scheen sich vorgenommen, bei der großen Ausstellung am 2./3. Dezember in Münsterbusch, Heinrichstraße 60, stellt er erstmals sein Zuchtmaterial zur Schau, denn im vorigen Jahr fiel die Ausstellung seines GZV Eilendorf der Vogelgrippe zum Opfer.

 

Auf ein Neues, seine Jungtiere will er bei der Schau präsentieren. Bis dahin fällt jedoch noch viel Arbeit für Hanni und Manni an, denn allmorgendlich steht die Fütterung auf dem Programm, die Stallungen müssen gesäubert werden. Und außerdem wartet im Nutzgarten eine Menge an Arbeit. Hat Manni seine Hühner versorgt, zieht es ihn auf den Aachener Tivoli, wo er bei den Heimspielen stets dabei ist und die Schwarz-Gelben anfeuert. Seit Jahren hält er dem Traditionsverein, auch in der unteren Klasse, die Treue. Hinzu kommt eine Vielzahl weiterer Hobbys wie Tennis, Kegeln Kochen, Radfahren, Skat, Theaterbesuche, Walking. Aber ganz oben stehen seine Hühner, die es ihm angetan haben, und auf die er mächtig stolz ist.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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