Vielfraß „futtert“ nun auf schwierigem Pflaster

Stadtabfallsauger für Leichtmüll in Betrieb genommen. Stadtmarketing spart drei Jahre lang. Stadt trägt Hälfte der Kosten. Premiere bei Beschaffung. Frank Schwarz ist überzeugt vom „Glutton“. In Innenstadt und Altstadt unterwegs.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

In der Weihnachtszeit werden Wünsche wahr. Auch für die Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg (SMS). Harald Gath und Marita Matousék strahlen übers ganze Gesicht. Endlich ist der lang ersehnte „Vielfraß“ in der Kupferstadt im Einsatz.

 

Immerhin haben die SMS und mit ihr viele Stolberger für die Anschaffung des sogenannten „Leichtmüllstadtabfallsaugers“ drei Jahre lang gespart und die Erlöse diverser Festivitäten für die Anschaffung auf die hohe Kante gelegt. Die Hälfte des Kaufpreises für die kommunale Variante in Höhe von netto 15 000 Euro hat die Stadt beigesteuert, so wie Bürgermeister Tim Grüttemeier das im vergangenen Jahr zugesagt hatte: „Es ist das erste Gerät des Betriebsamtes, das mit privater Unterstützung beschafft worden ist“.

 

Beteiligt hat sich der regionale Energieversorger EWV, um diese andere Form einer leisen Elektromobilität realisieren zu können. Jetzt ist ein solcher „Glutton“ der Arbeitspartner von Frank Schwarz. Die Mitarbeiter des Technischen Betriebsamtes (TBA) testeten im Sommer den Staubsauger im Stolberger Praxistest. Der „Glutton“ überzeugte Schwarz. „Er ist einfach praktisch“, sagt er. „Wenn ich an einem windigen Tag einen Haufen Blätter und Dreck zusammengekehrt habe, ist wieder alles verweht, bis ich es auch nur auf die Schaufel nehmen kann.“ Der Glutton saugt sie einfach auf. So wie gestern bei der Vorführung, die ob des nassen Wetters im Foyer des Rathauses erfolgte, das Laub im Windfang. Bis zu 16 Stunden reichen die Batterien, mit 1500 Watt saugt der Rüssel die Leichtabfälle in eine 240-l-Eurotonne, weitere 1500 Watt stehen für den Antrieb der 395 Kilogramm Leergewicht zur Verfügung. Damit erreicht der klimafreundliche Vielfraß 6 km/h im Vorder- und 3 km/h im Rückwärtsgang.

 

Die sollen ihn vor allem in der Fußgängerzone und auf dem Altstadtpflaster auf Trab halten. Denn gerade dort gehen einem Reisigbesen in den Fugen die Kippen und Kleinigkeiten durch den Lappen. „In Mönchengladbach sind 16 ,Gluttons‘ im Einsatz“, sagt TBA-Leiter Georg Paulus. „Einer in jedem Stadtteil“. Aber derartige Dimensionen sind für die Kupferstadt derzeit kein Thema. Matthias Sistermann, Vertreter des Herstellers aus Andenne in den wallonischen Ardennen, sieht in dem Abfallsauger das Zukunftsmodell. „Auch in den benachbarten Städten wächst das Interesse“. Im benachbarten Ausland gehöre der Vielfraß schon längst zum Stadtbild; die Marktabdeckung in Belgien liege bei über 80 Prozent. „Insbesondere nach den Ferien steigt die Nachfrage an“, erzählt Sistermann. Dann haben Deutsche vielfach einen „Glutton“ in ihrem Urlaubsdomizil entdeckt. Ähnlich war es auch so in Stolberg. Karl-Heinz Oedekoven, der in Sachen Kunst vielfach im Benelux-Raum unterwegs ist, brachte Anfang 2014 die SMS-Aktiven auf den Geschmack. Nun ist ein Wunsch wahr geworden, mit dem Stolberg noch ein Stück sauberer werden soll.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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