Dem Notendieb noch auf die Schliche gekommen

Ein besonderes Konzert im Museum Zinkhütter Hof. Instrumentalverein Eilendorf widmet sich mit seinen drei Orchestern beliebten Film- und Musicalmelodien.

Foto: Ralf Roeger
Foto: Ralf Roeger

„Wo ist meine Partitur? Wer hat mir meine Partitur gestohlen?“ Didier Dhont, Leiter des Musikschulorchesters und des Jugendorchesters des Instrumentalvereins Eilendorf, sah sich hilflos um. Keine Frage, dass nur die Polizei mit der Klärung eines solch schweren Falles von Diebstahl beauftragt werden kann. Wenig später übernimmt Kriminalhauptkommissarin Maria Vossen denn auch die Ermittlungen.

 

Unter dem Motto „Tatort Eilendorf“ lieferte der Instrumentalverein Eilendorf mit seinen drei Orchestern einen in doppeltem Sinne spannenden Konzertabend. Das Thema der gestohlenen Noten zog sich durch den ganzen Abend, und die Orchester lieferten passend dazu die entsprechende Musik.

 

Das Musikschulorchester machte dabei mit Stücken wie „Music from ‚Chicago‘“ und „Secret Agent Man“ den Auftakt, bevor das Jugendorchester dann übernahm. Mit „Mack the Knife“ versetzen die jungen Musiker ihr Publikum einmal mehr in die Atmosphäre des Verbrechens.

 

„Macky Messer ist eine Figur aus Berthold Brechts ‚Dreigroschenoper“, führte Maria Vossen aus, die neben ihrer Funktion als Kommissarin auch wieder die Moderation des Abends übernommen hatte. „Und der Haifisch, der hat Zähne‘ mag die bekannteste Moritat daraus sein“, fuhr sie fort.

 

Und so erlebten die Gäste einen Abend, der sie immer wieder in die Filmwelt entführte und mit vertrauten Melodien konfrontierte. Ein paar Quizfragen ans Publikum machten das Ambiente perfekt. „Wer war der Mann an der Seite von Harry Klein?“, lautete eine der ersten Fragen. Die Antwort aus dem Publikum ließ nicht lange auf sich warten: „Derrick, natürlich“.

 

Und dann durfte natürlich die bekannte Tatort-Melodie von Klaus Doldinger nicht fehlen. Mit diesem Stück machte das Große Orchester unter Leitung von Janneke Hanssen-Moerke den Auftakt seiner Darbietung.

 

Daneben wurden auch Miss Marple, Mission Impossible, der rosarote Panther und natürlich auch James Bond musikalisch in Erinnerung gerufen.

 

Insgesamt ein Abend also, der den Zuschauern anhand der bekannten Filmmelodien unter anderem die schönsten Momente ihrer Kindheit in Erinnerung rufen sollte. Eine musikalische Reise in die Vergangenheit sozusagen. Das Konzept ging auf, auch wenn der „Tatort Eilendorf“ im letzten Augenblick zum „Tatort Stolberg“ werden sollte.

 

Hier fand das Konzert schließlich statt, nachdem in der Aula an der Neukölner Straße kein Termin zu bekommen war. Der Zinkhütter Hof in Stolberg erwies sich als würdiger Ersatz. Die insgesamt rund 100 Musiker zwischen zehn und 70 Jahren bescherten dem Publikum einen wahrlich spannenden und zudem musikalisch perfekten Abend.

 

Und zum Schluss kam Hauptkommissarin Vossen auch dem Notendieb auf die Schliche. Dass sich ausgerechnet der erste Vorsitzende des Instrumentalvereins Eilendorf, Frank Hecker, daran vergriffen hatte, mag die Musiker sprachlos gemacht haben. Noten sind für den Instrumentalverein nach wie vor ein ganz besonders Gut: Sponsoren sind entsprechend gern gesehen. Weitere Termine: Der Instrumentalverein Eilendorf spielt am 1. Dezember zur Eröffnung des Weihnachtsmarkts in Eilendorf und am 24. Dezember beim Weihnachtsblasen bei AWO und Seniorenzentrum St. Severin.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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