Wabe eröffnet neue Filiale in der Salmstraße

Dort wird ab Donnerstag ein Weihnachtshaus zu finden sein. Nach den Feiertagen soll dieses in ein Küchenstudio umgewandelt werden. Bedarf steigt.

Foto: Sonja Essers
Foto: Sonja Essers

Adventskalender, Christbaumkugeln, Tannenzweige, Krippenfiguren, weihnachtliche Türkränze und Deko-Figuren: Die Liste an Weihnachtsgegenständen, die derzeit im Ladenlokal in der Salmstraße aufgebaut sind, ist nahezu unendlich. Dort gibt es nichts, was es nicht gibt. Was sich hinter dem liebevoll und in zahlreichen Stunden dekorierten Schaufenster verbirgt? Eine neue Filiale der Wabe, die an diesem Donnerstag, 23. November, offiziell eröffnet wird.

 

Bereits Mitte Juni dieses Jahres berichteten wir, dass das Sozialkaufhaus in der Stolberger Innenstadt bald weiter expandieren würde. Nachdem der Verein „Wohnung, Arbeit, Beratung“ des Diakonischen Netzwerkes mit Sitz in Aachen erst im Februar in der früheren Filiale der Dresdner Bank am Bastinsweiher eine zweite Filiale in direkter Nachbarschaft zum Stammsitz an der Ellermühlenstraße eröffnet hatte, sollte eine weitere Filiale folgen.

 

Dafür hatten sich die Verantwortlichen um Kaufhausleiter Manfred Peters und Anleiter Holger Kaminski das Ladenlokal in der Salmstraße 3 ausgesucht. Dort war zuletzt eine Versicherungsagentur und in früheren Zeiten Haushaltsgeräte zu finden. Auf den rund 220 Quadratmeter Verkaufsfläche sollten bereits ab dem 1. Juli in erster Linie Küchenmöbel und -einrichtungen präsentiert werden. Eigentlich.

 

Doch dann kam alles ein wenig anders, wie Peters und Kaminski berichten. „Wir haben uns Zeit gegeben, um etwas Schönes daraus zu machen. Und da wir über die Jahre so viele Weihnachtsspenden bekommen haben, haben wir uns überlegt, ein Weihnachtshaus daraus zu machen“, sagt Holger Kaminski. Während die Kunden sich also im ersten Teil des Ladenlokals mit Weihnachtsartikeln eindecken können, sind im zweiten Teil der Filiale tatsächlich Küchen untergebracht, die dort von den Mitarbeitern in einer kleinen Werkstatt aufgewertet und dann verkauft werden.

 

Nach Weihnachten sollen die Küchen und Einrichtungsgegenstände dann auch den ersten Teil des neuen Ladenlokals in Anspruch nehmen. „Die Nachfrage an Küchen für kleines Geld ist bei uns immens groß“, sagt Peters und nennt damit einen Grund für die Ausweitung des Sozialkaufhauses. Ein weiterer Grund: Die beiden anderen Filialen sind bis unter die Dächer voll mit Spenden. „Das Spendenaufkommen ist toll. Die Stolberger sind einfach toll. Der ursprüngliche Gedanke von damals wird heute gesund weitergelebt. Das hat uns eine gute Energie gegeben“, sagt Manfred Peters.

 

Im Jahr 2008 wurde das Sozialkaufhaus in Stolberg eröffnet. Während man damals mit einem kleinen Team begann, kann man heute insgesamt 102 Langzeitarbeitslose in verschiedenen Projekten beschäftigen (siehe Infobox). Doch nicht nur Filiale Nummer drei wurde in den vergangenen Monaten viel Aufmerksamkeit gewidmet.

 

Auch im Sozialkaufhaus in der Ellermühlenstraße hat sich so einiges getan. Das ehemalige Kino wird von den Mitarbeitern Stück für Stück modernisiert. In diesem Jahr stand der Aufbau einer neuen Küche auf dem Programm. „Vorher gab es hier eine alte, selbstgezimmerte Küche. Die haben wir im Februar stillgelegt, alles neu gestaltet und im September eröffnet. Das war für uns die erste große Modernisierung“, erklärt Peters. Dort gibt es die Möglichkeit einen Kaffee zu trinken, ein Brötchen zu essen oder ein warmes Mittagessen zu genießen. Klar ist für Peters und Kaminski jedoch: „Wir wollen keine Konkurrenz für die umliegenden Cafés sein. Bei uns ist das alles auch mit einem sozialen Aspekt verbunden.“ So habe man im Sozialkaufhaus beispielsweise die Möglichkeit, in Ruhe auf Stellensuche zu gehen. Schließlich ist die Arbeitszeit der Angestellten dort begrenzt. Nur zwei Jahre dürfen sie an den Maßnahmen teilnehmen, dann ist Schluss.

 

Einkaufen darf in den drei Filialen übrigens auch nicht jeder Stolberger. Das geht – ähnlich wie bei der Stolberger Tafel – nur mit einem entsprechenden Berechtigungsschein. Zwischen 120 und 150 Kunden besuchen die Filialen täglich. Zudem werden noch sechs bis sieben Haushalte am Tag angefahren, um Spenden abzuholen oder Möbel vorbeizubringen und aufzubauen. Denn auch die Logistik-Abteilung ist ein wichtiger Bestandteil des Sozialkaufhauses.

 

Doch einzig bei der Modernisierung der Küche soll es nicht bleiben, wie Peters und Kaminski verraten. Auch im Außenbereich soll sich so einiges tun. Der Kleidercontainer, der sich momentan im Hof in der Ellermühlenstraße befindet, soll weiter nach vorne rücken und demnächst rechts neben dem Eingang des Sozialkaufhauses angesiedelt sein. „Wenn Menschen uns ihre Sachen vorbeibringen möchten und uns nicht antreffen, können sie ihre Sachen dort ablegen“, sagt Holger Kaminski. Die Verschönerung der Außenfassade soll ebenfalls folgen.

 

Und das Thema Erweiterung könnte bald schon eine noch viel größere Rolle spielen. Denn: Derzeit verfügt das Sozialkaufhaus auf der ersten Etage – zumindest in Teilen – über ein nicht genutztes Flachdach, das noch aufgestockt werden könnte. Schließlich ist das Sozialkaufhaus in der Ellermühlenstraße mittlerweile im Besitz der Wabe. Aber das sei aber noch Zukunftsmusik, meinen Holger Kaminski und Manfred Peters.

 

Sie freuen sich erst einmal auf die offizielle Eröffnung des Weihnachtshauses und Küchenstudios an diesem Donnerstag. Gespannt sind auch die Mitarbeiter. Schließlich sorgen sie bereits seit mehreren Wochen dafür, dass die gesamte Weihnachtsdekoration der vergangenen Jahre auch entsprechend präsentiert wird. Eine Aufgabe, die ihnen bereits bestens gelungen ist.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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