In 30 Metern Höhe wird die Luft dünner

Die Feuerwehren aus Stolberg , Eschweiler, Alsdorf, Würselen und Herzogenrath laden zum Einstellungstest. 100 Anwärter geben ihr Bestes.

Foto: Sonja Essers
Foto: Sonja Essers

Laufen, Schwimmen, Tests zur Allgemeinbildung und natürlich das Erklimmen der 30 Meter hohen Drehleiter: Wer Brandmeister bei der Feuerwehr werden möchte, muss so einiges auf sich nehmen. Am Wochenende fanden in Stolberg und Eschweiler die Aufnahmetests statt. Insgesamt 100 Anwärter wurden eingeladen, um sich einen von 16 Plätzen im nächsten Ausbildungslehrgang zu sichern, der am 1. April 2018 starten wird.

 

Zum „Aufwärmen“ stand zunächst einmal die Theorie auf dem Programm. Ein Diktat, ein Mathetest – Dreisatz und Volumenberechnung inklusive – sowie Fragen zum aktuellen Zeitgeschehen, zur Geografie und zur physikalischen Lehre gehörten dazu. Nachdem im Inneren der Feuerwache an der Kesselschmiede die Köpfe ordentlich gequalmt hatten, ging es dann draußen an der Drehleiter weiter.

 

30 Meter mussten die Anwärter dort erklimmen. Gesichert waren sie mit einem Helm und einem Gurt. Das ist allerdings nur beim Einstellungstest der Fall. Bei den späteren Feuerwehreinsätzen sei man nicht gesichert, erklärte Höhenretter Markus Löbbecke. Und das sei nicht die einzige Schwierigkeit, die im Ernstfall auf die Einsatzkräfte zukomme. Schließlich sei man dann auch mit der entsprechenden Schutzausrüstung, die bis zu 30 Kilogramm wiege, ausgestattet.

 

Beim Einstellungstest müssen die Anwärter die 30 Meter flüssig und durchgängig erklimmen. „Sind die da unsicher, kann das im Ernstfall einen ganzen Einsatz behindern und sogar Menschenleben kosten“, so Löbbecke. Und wenn beim Test etwas schiefgeht? Dann steht Löbbecke parat. Hin und wieder komme es vor, dass er einen Anwärter von der Drehleiter runterholen muss. „Vor allem dann, wenn man oben angekommen ist und der Wind pfeift. Dann hat man das Gefühl, von der Leiter zu fallen.“

 

Wer bei den Feuerwehren in Stolberg, Eschweiler, Würselen, Alsdorf oder Herzogenrath anheuern will, müsse noch eine Ausbildung der alten Schule durchlaufen, betont Stolbergs Wehrleiter Andreas Dovern. Das heißt: Bereits vor dem Beginn des Lehrgangs haben die Anwärter eine Ausbildung absolviert, die für den Beruf des Brandmeisters zuträglich ist – beispielsweise in der IT oder im kaufmännischen Bereich. Zudem müssen sie ihr 18. Lebensjahr vollendet haben und europäischer Staatsbürger sein. Die 16 Anwärter werden später nicht allesamt in Stolberg landen, sondern auf die fünf Wachen verteilt.

 

Für die Brandmeisteranwärter ging es am Wochenende noch auf die Laufbahn und ins Schwimmbad. Einen 400-Meter-Lauf mussten die Teilnehmer in 1,25 Minuten absolvieren, für die fünf Kilometer hatten sie 15 Minuten Zeit. Weiter ging es am frühen Samstagmorgen mit einem Zirkeltraining in Eschweiler. Im Stolberger Schwimmbad stand dann die nächste Aufgabe auf dem Programm: 20 Meter Streckentauchen, gefolgt von 200 Meter Schwimmen in maximal sechs Minuten.

 

Dass diese Aufgaben mit einer guten Vorbereitung durchaus zu meistern seien, betont Andreas Dovern. Dennoch gebe es immer wieder Anwärter, die unvorbereitet zu den Tests erscheinen. Und so gelte auch für die Feuerwehr: „Es wird immer schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter zu finden.“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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