„Choriade“: Premiere geglückt und Tradition gerettet

Ortswechsel und neues Konzept für Gemeinschaftskonzert der Chöre kommen bei Publikum und Aktiven sehr gut an.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Die Premiere ist geglückt und damit eine Traditionsveranstaltung des städtischen Kulturprogramms gerettet: Ein Gemeinschaftskonzert der Stolberger Chöre vor vollen Rängen hat es lange nicht mehr gegeben. Unter neuem Namen und der Regie des Stadtverbands der musikausübenden Vereine ist eben dies bei der „Choriade“ jetzt gelungen. Wobei eingeräumt werden muss, dass die Kapazität des neuen Schauplatzes Museum Zinkhütter Hof mit 320 Plätzen deutlich überschaubarer ist als diejenige der Stadthalle, in der das Gemeinschaftskonzert bisher stattgefunden hatte.

 

Die Vorteile des Ortswechsels wurden indes schnell deutlich: Dicht gefüllte Publikumsreihen und keinerlei Probleme mit Beleuchtung oder Ton kamen der „Choriade“ ebenso zugute wie schnellere Wechsel der Chöre dank kürzerer Wege. Musikalisch zeigte das 62. Gemeinschaftskonzert der Stolberger Chöre auch in dem neuen Gewand eindrucksvoll die große Bandbreite der Chormusik in der Kupferstadt. Populäre Melodien, Klassik, Volkslieder, Spirituals, geistliche Lieder und Musicalmelodien standen auf dem internationalen Programm.

 

Für den ersten Clou des kurzweiligen Abends war der Neue Chor Donnerberg zuständig, dessen Leiter Reinhold Rüttgers das gemischte Ensemble dem Publikum singend vorstellte. Der Chor legte gefühlvoll nach, indem er unter anderem „Hallelujah“ aus der Feder von Leonard Cohen intonierte. Nach einer ebenfalls romantischen Darbietung einer Musicalmelodie von Andrew Lloyd Webber präsentierte der Chor sich dann temperamentvoller mit von Dieter Frommelet als „O mia bella Italia“ arrangierten italienischen Volksweisen.

 

Kaum war der lautstarke Beifall für den Neuen Chor verebbt, verzauberte der Büsbacher Männergesangverein (MGV) die Zuhörer. Unter dem Dirigat von Josef Otten und von Theo Palm am Flügel begleitet sangen die Herren zunächst das von Otten arrangierte „Slava“ – ein ansprechendes Medley russischer Volkslieder. Das hohe Niveau hielt der Chor auch bei irischen Volksliedern wie dem „Mistrel Boy“ und steigerte es noch bei dem Gospel „Amazing Grace“, der für Gänsehaut im Auditorium sorgte.

 

Voller dynamischer Harmonie und regelrecht kraftstrotzend beendeten die Büsbacher ihren Beitrag mit dem vermeintlich schottischen Lied „Highland Cathedral“, das tatsächlich 1982 von den deutschen Komponisten Ulrich Roever und Michael Korb geschrieben wurde.

 

Danach war wieder ein gemischtes Ensemble an der Reihe. Der von Klaus Weiß geleitete Kammerchor der Volkshochschule begeisterte die Zuhörer mit traditionellen amerikanischen Spirituals, die Josef Otten arrangiert hatte. Ob besinnlich und ehrfürchtig („Steal away“ und „Deep River“), fließend („Swing low“), beschwörend („Go down, Moses“) oder temporeich und energiegeladen („Joshua fit the Battle of Jericho“): Der Kammerchor der VHS brillierte im Zinkhütter Hof und demonstrierte dabei zudem den Facettenreichtum der Spirituals.

 

Ganz andere geistliche Musik brachte der Männergesangverein Mausbach zu Gehör: Unter der Leitung von Markus Platzbecker und von Gunter Antensteiner am Flügel begleitet erfreuten die Sänger das Publikum mit „Ave Maria“ von Josef Rheinberger und mit „Lobe den Herren“ von Carl Stein.

 

Danach füllte sich die Bühne noch mehr, denn der von Antensteiner dirigierte MGV der Siedlergemeinschaft Donnerberg gesellte sich zu den Mausbacher Herren. Zusammen intonierten die Männerchöre zur Flügelbegleitung von Misun Kim-Antensteiner Lieder wie „Seele des Weltalls“, „Zerfließet heut“ und „O Isis und Osiris“. Und wie schon die Mausbacher bewiesen auch die Siedler vom Donnerberg noch mit zwei alleine dargebotenen Liedern ihr Können.

 

Dieter Bohlens „We have a dream“ sangen die Siedler mit dem deutschen Text von Otto Groll und rissen das Publikum mit, als sie mit „Hallelujah (sing ein Lied)“ an die israelische Popgruppe „Milk and Honey“ erinnerten. Bei aller Frische des neuen Formats und der vielfältigen internationalen Literatur gestalteten die versammelten Interpreten das Finale des 62. Gemeinschaftskonzerts traditionell und auf Stolberger Art: Sie ließen zusammen mit dem Publikum das Lied vom „Lustigen Hammerschmied“ erklingen und sangen „Schmiede das Eisen, so lang es noch warm ist“.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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