Die Generationen fest im Blick

Stolberger machen Vorschläge für die Neugestaltung des Spielplatzes Ardennenstraße.

Foto: B. Zilkens
Foto: B. Zilkens

Zwei Schaukeln, ein durchaus hochwertiges Klettergerüst und ein paar Sitzbänke – mehr hat der Spielplatz zwischen Ardennenstraße und Amselweg aktuell nicht zu bieten. Noch nicht. Denn bis zum Sommer des kommenden Jahres soll auf der Fläche etwas entstehen, das auch schon an anderen Standorten in der Kupferstadt, zum Beispiel am Eburonenweg, Schule gemacht hat: ein generationenübergreifender Spielplatz, der Geräte für Jung und Alt bereithält, der zudem Erholung ermöglicht und so zu einem Treffpunkt für alle Altersklassen wird. So zumindest hat es der Kinder- und Jugendausschuss der Stadt nach einem Antrag der SPD in einer Sitzung Anfang März dieses Jahres beschlossen und damit einer weiteren Initiative aus dem Wettbewerb „12 Monate – 12 Ideen“ zur Umsetzung verholfen.

 

Passenderweise im angrenzenden Senioren- und Sozialzentrum auf der Liester wurden nun im Rahmen einer Bürgerbeteiligung die ersten Pläne aus der Verwaltung vorgestellt und zur Diskussion gegeben. In einem ersten Schritt soll Anfang 2018 eine Calisthenics-Anlage eingerichtet werden. „Dabei handelt es sich um eine Art Trimm-Dich-Parcours, wo mit dem eigenen Körpergewicht trainiert wird“, erklärt Jugendpfleger Michael Bosseler. An diesem Teilprojekt habe das Jugendparlament maßgeblich mitgewirkt, sich eine bereits bestehende Anlage in Aachen angeschaut und anschließend beratend zur Seite gestanden.

 

Um dem Gelände einen parkähnlichen Charakter zu geben, sollen die Wege in geschwungener Form eingerichtet werden. Entsprechende Oberflächen sorgen dafür, dass sie sowohl mit dem Rollstuhl als auch mit einem Rollator gut befahrbar sind. Die Zugänge zu dem Gelände werden ausgebaut und barrierefrei gestaltet. In den kreisrunden Nischen, die durch die geschwungene Wegeführung entstehen, sollen Geräte aufgestellt werden, die auch von Senioren genutzt werden können. Welche das sein werden, steht zwar noch nicht fest. Ihre Meinung konnten die anwesenden Stolberger aber schon einmal kundtun: hoch im Kurs stehen ein Stepper, eine Form der Beinpresse und ein Gerät zum Radfahren an Ort und Stelle. Allesamt Angebote, die auch ganz grundsätzlich für mehr Frequenz auf dem Spielplatz sorgen sollen. „Für Eltern gibt es in der Regel nur wenige Anreize. Der Spielplatz soll daher auch Mutter oder Vater dazu animieren, mit ihren Kindern häufiger auf den Spielplatz zu gehen und sich dort nicht zu langweilen, sondern selbst aktiv zu werden“, erklärt Michael Bosseler.

 

Weitere Spielgeräte sollen das Gelände bereichern: Eine Wippe ist in der Planung bereits vorhanden, über eine Rutsche für Kleinkinder wird nachgedacht. „Wir wollen aber nicht alles komplett zubauen, sondern auch Flächen zum Picknicken oder Fußballspielen erhalten“, ergänzt Bosseler. Insgesamt 150.000 Euro sind im Haushalt 2018 für die Maßnahmen veranschlagt.

 

Lob für die ausgearbeiteten Pläne kam unter anderem von SPD-Ratsmitglied Rolf Engels. „Der Dreiklang von Spielen, Action und Erholung ist gut gelungen.“ Allerdings: „Bei Sonne ist das eine sehr heiße Ecke, weshalb sowohl im Bereich für Kinder als auch im Bereich für Senioren mehr Bäume gepflanzt werden sollten, um ausreichend Schatten sicherzustellen.“ Außerdem würden Bäume für gute Luft sorgen, weshalb sie anderen Lösungen – vorgeschlagen wurde unter anderem ein Sonnensegel – vorzuziehen seien. Bauchschmerzen bereitet einigen Stolbergern auch die Idee der Planer, die Bewegungsgeräte zum Beispiel durch Hecken abzugrenzen, um Menschen mit einer höheren Hemmschwelle die Nutzung mit ein wenig mehr Privatsphäre zu ermöglichen. Dieses Konzept könne nämlich auch nach hinten losgehen. „An diesen Stellen ist dann keine soziale Kontrolle mehr gegeben, so dass Angsträume entstehen und sich ältere Menschen dort gar nicht erst hin trauen“, gibt FDP-Vertreter Bernhard Engelhardt zu bedenken. Außerdem sei dann die Gefahr von Vandalismus größer. Einwände, die ebenso wie die Pflanzung zusätzlicher Bäume auf offene Ohren stießen und bei der weiteren Planung Beachtung finden werden. „Wir wollen ja die Beteiligung der Leute, sonst macht das hier alles keinen Sinn“, unterstreicht Michael Bosseler.

 

Zu solch einem Prozess gehört allerdings auch die Tatsache, dass einige Ideen aus dem Raster fallen. Der Wunsch eines kleinen Jungen nach einem BMX-Park wird daher wohl nicht in Erfüllung gehen. „Das ist in dem Fall keine Budget-, sondern eine Platzfrage“, sagt Bosseler. Zudem müsse die Gestaltung harmonisch sein, weshalb auch kein Basketballkorb, für den eine gepflasterte Spielfläche nötig wäre, in Frage komme. Weitaus positiver aufgenommen wurde hingegen der Ruf nach einem Trampolin und nach einer Slackline – ein gespannter Gurt zum Balancieren. „Die ist nicht aufwändig, braucht wenig Platz und auch keinen Fallschutz. Das kann ich mir gut vorstellen“, sagt Michael Bosseler. Ideen, Impulse und hilfreiche Tipps – sowohl für die Anwohner als auch für die Planer ist die Beteiligung der Bürger zu einem Element geworden, von der letztendlich beide Seiten profitieren können.

 

Quelle: Super Mittwoch

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