Beim New York Marathon mittendrin

Der Büsbacher Udo Dohlen war Teilnehmer bei einem der größten Sportevents der Welt. Im Interview schildert er seine Eindrücke.

Foto: Maren Ihrlich
Foto: Maren Ihrlich

Der New York Marathon, der seit 1970 jährlich am ersten Sonntag im November ausgetragen wird, zählt zu den bekanntesten und größten Marathons der Welt. Der Marathon ist kein Rundkurs, sondern beginnt in Fort Wadsworth auf Staten Island und geht über Brooklyn, Queens und die Bronx nach Manhattan, wo sich im Central Park das Ziel befindet. Mit dabei in diesem Jahr und gleich mittendrin war auch der Büsbacher Udo Dohlen. Wie er sich auf dieses Ereignis vorbereitet hat, welchen Eindruck der New York Marathon bei ihm hinterlassen hat und welche Laufziele er darüber hinaus noch favorisiert, erzählte er im Interview unserer Mitarbeiterin.

 

Wann haben Sie mit dem Laufen begonnen? Und warum?

 

Udo Dohlen: Ich habe vor fünf Jahren erst mit dem Laufen begonnen, weil ich etwas gesucht habe, was mich sportlich fit und gesund hält. Laufen kann ich zu jeder Zeit alleine machen und bin somit von anderen Menschen unabhängig.

 

Welchen Vorteil bringt denn das Laufen?

 

Dohlen: Ich kann dabei wunderbar abschalten, gleich von der ersten Sekunde an, die Gedanken schweifen lassen, Gedanken sammeln und zusätzlich noch neue Ideen entwickeln.

 

Mit wie vielen Kilometern haben Sie angefangen zu laufen?

 

Dohlen: Ich glaube, es waren vier Kilometer zwischen Büsbach und Dorff durch die Felder, welches immer noch meine Lieblingsstrecke ist.

 

Marathon laufen bedeutet wie viele Kilometer?

 

Dohlen: 42,195 Kilometer.

 

Welche anderen Strecken sind Sie noch gelaufen?

 

Dohlen: Halbmarathon und Zehn-Kilomter-Läufe.

 

Wie muss man sich auf lange Strecken vorbereiten?

 

Dohlen: Ich laufe dreimal pro Woche. Bei der Marathon-Vorbereitung am Wochenende waren es zwischen 15 und 35 Kilometer. Übrigens gilt: Man läuft nie die 42,195 Kilometer vor dem Wettkampf!

 

Bedarf es nicht einer täglichen Übung?

 

Dohlen: Das wäre natürlich sicherlich wünschenswert, muss aber nicht.

 

Benutzen Sie überhaupt noch Fahrstühle?

 

Dohlen: Klar, gerne, vor allem in New York, weil’s da nicht anders geht.

 

Braucht man spezielle Schuhe zum Laufen?

 

Dohlen: Die geeigneten und zu einem passenden Joggingschuhe sind das „A“ und „O“.

 

Wie sieht es mit der Verletzungsgefahr aus?

 

Dohlen: Gerade, wenn man viel trainiert, kann es auch zu Verletzungen an den Bändern, Sehnen, Knien et cetera kommen. Ich hatte mir vier Wochen vor dem New York Marathon eine Achilles-Sehnenentzündung zugezogen, weil ich mir nach einem Halbmarathon in Köln vermutlich zu wenig Ruhe gegönnt habe. Seit diesem Tage war ich abwechselnd beim Physiotherapeuten und Orthopäden.

 

Wie wurden Sie auf den New York Marathon denn überhaupt aufmerksam?

 

Dohlen: Durch meine Lauffreunde und nicht zuletzt durch meine Freundin.

 

Wie viele Teilnehmer gab es beim diesjährigen New York Marathon? Und welche Startnummer hatten Sie?

 

Dohlen: In diesem Jahr waren 51 000 Teilnehmer in New York auf der Marathonstrecke dabei. Meine Startnummer war übrigensd die 34 133.

 

Gab es Startgebühren? Und wenn ja, wie hoch?

 

Dohlen: Die Startgebühren lagen bei knapp 500 Euro.

 

Wie sah das Ergebnis aus? Waren Sie mit Ihrer Leistung schließlich zufrieden?

 

Dohlen: In New York ist der Weg das Ziel und in Anbetracht der dreieinhalbwöchigen Laufpause war ich sehr zufrieden, dass die Sehne gehalten hat und ich gesund nach vier Stunden und 36 Minuten überglücklich als 27 674 Teilnehmer ins Ziel gelaufen bin. Die New Yorker sind einfach unglaubliche Menschen und feiern jeden als Sieger. Es herrschte eine unfassbare, atemberaubende Stimmung dort wie bei einem 42 Kilometer langen Karnevalszug in Köln.

 

Was haben Sie von diesem Ereignis denn schließlich mit nach Hause genommen?

 

Dohlen: Ich bin jetzt noch total beeindruckt von der Begeisterungsfähigkeit der Amerikaner und deren unglaublicher Hilfsbereitschaft. Jeder Läufer wurde als Held gefeiert und umjubelt. Darüber hinaus hat mich die Einzigartigkeit der Stadt beeindruckt. Der Lauf durch die verschiedenen Stadtteile war für mich ein Highlight. So viele Menschen entlang der Straßen, so viele Musiker, Bands, Musikcorps, die Jazz, Rap, Soul et cetera spielten, die sich selbst und das Leben feierten, das war für mich das Beste.

 

Aus dieser Begeisterung schließe ich, dass Sie diesen Marathon in New York irgendwann wiederholen wollen?

 

Dohlen: Ja, das stimmt. Es war für mich ganz bestimmt nicht der erste und letzte Besuch von „Big Apple“.

 

Was versteht der Laie unter „Big Apple“?

 

Dohlen: „Big Apple“ bedeutet in der Sprache der schwarzen Jazz-Musiker „das große Los gezogen zu haben“. In den 1920er Jahren wurde „Big Apple“ zum Synonym New Yorks, weil die Weltmetropole als Mekka der Jazzmusik galt und gilt. Seit den 70er Jahren ist „Big Apple“ auch offizieller Beiname der Stadt. Und dass ich letzten Sonntag den Marathon in New York mitgelaufen und wohlbehalten angekommen bin, damit habe ich auch wirklich ein großes Los gezogen.

 

Welche Auswirkung hatte das Attentat vom 31. Oktober auf den Lauf?

 

Dohlen: Man fühlte sich absolut sicher. Natürlich dachte man im Vorfeld schon mal darüber nach, was passieren kann. Aber die Chance, dass es einen selbst erwischt, war dann doch sehr gering. Das Polizeiaufgebot war riesig und die Stadt wurde total bewacht. An buchstäblich jeder Straßenecke standen Polizisten und achteten auf das Geschehen.

 

Haben Sie sonst auch etwas von New York und seinen Sehenswürdigkeiten gesehen?

 

Dohlen: Ja, absolut. Innerhalb von drei Tagen habe ich alles abgearbeitet, was ein Tourist sehen sollte. Gut gefallen hat mir der Central Park und der wunderschöne Blick von der Brooklyn Bridge auf die Skyline von Manhattan.

 

Welches Laufziel steht als nächstes an?

 

Dohlen: In den nächsten Jahren würde ich gerne noch ein paar berühmte Marathons laufen. Auf meiner Wunschliste stehen zum Beispiel Berlin, Mallorca und auch Oslo.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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