West bündelt globale Kompetenz an der Stadtgrenze

Unternehmen eröffnet „ Kiefernweg-Campus “. Erforschung und Entwicklung pharmazeutischer Verpackungskomponenten.

„Das Geheimnis unseres Erfolges? Unsere Mitarbeiter sind da, wenn wir sie brauchen!“ Heino Lennartz, Geschäftsführer von West-Pharma Deutschland, ist spürbar stolz auf sein Unternehmen und dessen Mitarbeiter. Die hatten gestern allen Grund zum Feiern: Mit der Eröffnung des „Kiefernweg-Campus“ setzt das weltweit führende Unternehmen nicht nur ein starkes Zeichen für den Standort, sondern auch Maßstäbe in der zeitgemäßen Gestaltung zukunftsgerichteter Arbeitsplätze. Wo um die Jahrtausendwende das Bauunternehmen Kotthaus seine Pforten schloss, da entstand in den zurückliegenden Monaten ein lichtdurchfluteter Bürokomplex mit modernster Kommunikations- und Bürotechnik, der zudem das neue globale Kompetenzzentrum von West Pharmaceutical Services für die Forschung und Entwicklung beherbergt. Hier entstehen die Prototypen pharmazeutischer Verpackungskomponenten und -systeme zur Verabreichung von injizierbaren Medikamenten.

 

Forschung nahe am Menschen: „Wir stellen unsere Produkte nicht für einen anonymen Markt, sondern für unsere Familienmitglieder her“, sagt Heino Lennartz. „Beispiel Diabetes: Wir sind stolz darauf, dass die drei weltweit führenden Insulinhersteller mit uns zusammenarbeiten und alle Top-Pharmazeuten zu unseren Kunden zählen.“

 

6500 Quadratmeter groß ist der neue Campus, der neben dem bisherigen Bürogebäude am Kiefernweg in Eschweiler zwei neue Verwaltungsgebäude und das Kompetenzzentrum Innovation und Technologie umfasst.

 

Am Standort Kiefernweg arbeiten 185 Mitarbeiter in globalen Funktionen: Dazu gehören Produktentwicklung, Produktionstechnik, Qualität, Einkauf, Vertrieb, Marketing, Kundenservice, IT, Personalmanagement und andere administrative Aufgaben.

 

In Eschweiler – wenige Meter entfernt an der Stolberger Straße – sowie im nahen Stolberger Gewerbegebiet Steinfurt unterhält das Unternehmen zudem zwei Produktionsstandorte. 650 Mitarbeiter sind an der Stolberger Straße tätig; insgesamt beschäftigt das ständig expandierende Unternehmen in Eschweiler und Stolberg 1100 Mitarbeiter

 

Ein dickes Lob für das, was hier am Kiefernweg entstanden ist, kam auch vom eigens aus den USA angereisten West-Vizepräsidenten Eric Resnick, der zudem Wests weltweiter Entwicklungsvorstand ist: „Als das neu gegründete globale Technologie- und Entwicklungsteam vor etlichen Monaten sein erstes Treffen hatte, geschah dies hier in Aachen. Damals wurde unter Initiative von Heino Lennartz die Idee zu diesem weltweiten Kompetenzzentrum geboren. Ich muss sagen, Heino und die Architekten haben großartige Arbeit geleistet!“ Die Architekten, das sind Horst Goldermann und Willi Lehnen von der Eschweiler Firma APB. Bauherr des Komplexes ist Peter Schmelter von der Würselener Firma Valeres Industriebau, die die Gebäude an West verleast –Gebäude mit freundlichen, großzügig verglasten Büros, einer attraktiven Kantine und Rückzugs- und Besprechungsräumen, die nicht nur vertrauliche Gespräche ermöglichen, sondern über interaktive Großbildschirme auch das gleichzeitige Arbeiten von und mit Kollegen aus den verschiedensten Ländern zum digitalen Vergnügen machen.

 

„Dieses Zentrum soll eine neue zweite Heimat für unsere Mitarbeiter werden, die hier kreativ und kollegial miteinander tätig werden können“, unterstreicht Lennartz den Anspruch des „etwas anderen“ Arbeitens am Kiefernweg, das Mitarbeiter und Abteilungen zusammenführt, die bisher an verschiedenen Standorten untergebracht waren. Der neue Campus bietet zudem Raum für Erweiterungen, wie sie bei dem stetigen Wachstum des Unternehmens durchaus wahrscheinlich sind. Nicht nur hier schafft Freiraum Zukunftssicherheit: Auch an der Stolberger Straße, gegenüber dem Werk auf der anderen Seite der Inde, verfügt West über große Erweiterungsflächen. Dort sollte ursprünglich mit dem „Riverside-Projekt“ am Inde-Ufer die neue Zentrale entstehen. Jetzt habe man am Kiefernweg die bessere Lösung gefunden.

 

Die Ursprünge von West liegen in Vicht

 

  • Die Ursprünge von West Pharma in Europa reichen ins Jahr 1960 zurück, als Hans Wimmer in Vicht die „Pharma Gummi Wimmer“ gründete. 1966 zog die Firma nach Eschweiler um, 1968 stieg das US-Unternehmen West Company mit 45 Prozent bei Wimmer ein.
  • Das Unternehmen, das seinen Hauptsitz in Exton/Pennsylvania hat, hat Niederlassungen in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Australien. Der Nettoumsatz von 1,5 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr spiegelt die tägliche Verwendung von rund 112 Millionen seiner Komponenten wider.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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