Seit nunmehr 40 Jahren ein „Chor ohne Grenzen“ in jeder Hinsicht

In Gressenich zu Hause , in der „Kurpfalz“ gegründet und in der Pariser Basilika Sacré Coeur aufgetreten: Chorgemeinschaft feiert einen runden Geburtstag.

Foto: W. Dovern
Foto: W. Dovern

Nach 40-jährigem Bestehen feiert die Chorgemeinschaft Gressenich in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Doch eigentlich reichen die Wurzeln der Chorgemeinschaft noch weiter zurück, nämlich bis ins Jahr 1913, als der Männerchor „Liederquartett Rheingold“ am Omerbach gegründet wurde.

 

Aber auch wenn es den singenden Herren in Gressenich 1963 gelang, den Titel „Meisterchor“ einzuheimsen, litt der erfolgreiche Chor alsbald unter Nachwuchsmangel, und im Jahr 1976 folgte das Aus. Übrig blieb jedoch ein harter Kern von etwa zehn Sängern und dem damaligen Chorleiter Ludwig Pitz.

 

Ihre Meinung war eindeutig: Es sollte auch weiterhin Chorgesang in Gressenich geben. Um dieses Ziel zu verwirklichen, wollten die Herren nun auch die Damenwelt Gressenichs für einen neuen Chor ohne Geschlechts-, Stimm- oder Generationsbarrieren gewinnen. So kam es, dass sich 28 entschlossene Sängerinnen und Sänger am 20. Oktober 1977 in der Gaststätte „Kurpfalz“ (heute „Bistro Elle“) trafen und mit dem Chorleiter Ludwig Pitz Gressenichs ersten weltlichen gemischten „Chor ohne Grenzen“ gründeten. Die Chorgemeinschaft Gressenich war geboren.

 

Als ersten Vorsitzenden wählten die Mitglieder einstimmig Engelbert Schnabel, der dieses Amt 27 Jahre lang mit großem Engagement ausüben sollte. Als Dank für seine Verdienste um den Chor haben die Mitglieder Engelbert Schnabel vor einigen Jahren zum Ehrenvorsitzenden ernannt und sind traurig darüber, dass Schnabel am 2. September verstorben ist.

 

Nach dreijährigem Dirigat von Ludwig Pitz übernahm ein „Gressenicher Jung“ die Leitung der Chorgemeinschaft: Peter-Josef Behrens hatte gerade sein Musikstudium absolviert, wurde im Chor schlicht „Jo“ genannt und leitete die Chorgemeinschaft mit viel Einfühlungsvermögen. Allerdings nur 15 Monate lang bis März 1982, denn „Jo“ Behrens zog es aus beruflichen Gründen in die Ferne. Doch schon wenige Wochen später wurde die Probenarbeit wieder aufgenommen, als die Musikpädagogin Irene Hermanns die Leitung der Chorgemeinschaft Gressenich übernahm.

 

Die neue Leiterin wurde aber bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt, und Hermanns‘ Genesung dauerte ein ganzes Jahr. Leo Wenzler, ein guter Freund des Chores, sprang ein, übernahm die Probenarbeit und dirigierte die Auftritte der Chorgemeinschaft, bis Irene Hermanns im Mai 1984 wieder auf dem Podium stand und ein Frühjahrskonzert unter der Mitwirkung des Akkordeonorchesters Breinig dirigierte, dessen Leiterin sie ebenfalls war.

 

Unzählige Auftritte der Chorgemeinschaft folgten, und 1992 hoben die Sängerinnen und Sänger die Reihe der Gressenicher Weihnachts-Benefiz-Konzerte aus der Taufe, mit der viele Sozialprojekte in Gressenich, Stolberg und Umgebung unterstützt wurden. Die Gemeinschaft veranstaltete mehr als 20 Sommerfeste für alle Bürger und unternahm zahlreiche Chor-Reisen. 2005 trat Heinz Wenzler in den Chor ein und ist seit 2009 Vorsitzender der singenden Gemeinschaft. Ein denkwürdiges Jahr für die Chorgemeinschaft mit einem neuen Vorsitzenden und leider auch einer erkrankten Chorleiterin.

 

Schließlich war Irene Hermanns erleichtert, als nach 27 Jahren den Dirigentenstab im Januar 2010 an Gerda Fiedler weiterreichen konnte, die zuvor schon etliche Jahre ihre tatkräftige Vertreterin war. Seit 1995 Sängerin in der Chorgemeinschaft erlebte Fiedler schon ein Jahr später ihren ersten „Knalleffekt“, als sie in der berühmten Pariser Basilika Sacré Coeur den Chor an der Orgel begleitete. Als der Chorverband Dirigier-Kurse anbot, war Gerda Fiedler sofort dabei, und in der Folge stand sie immer häufiger im Rampenlicht und hatte wesentlichen Anteil am Erfolg der Chorgemeinschaft.

 

Dementsprechend war der Chor in der glücklichen Situation, nach dem Abschied von Irene Hermanns keinerlei Bruch in der musikalischen Führung zu erleben, da Gerda Fiedler quasi nahtlos die Leitung übernahm.

 

Donnerstags pflichtfreie Schnupperabende

 

  • Die Proben der Chorgemeinschaft Gressenich finden immer donnerstags ab 20 Uhr im „Bistro Elle – Bei Ecki“, Elle 3, statt. Frauen wie Männer aller Stimmlagen und Generationen sind dann herzlich zu „pflichtfreien Schnupperabenden“ eingeladen. Der gemischte Chor singt populäre Klassik, Musical-Melodien, internationale Folklore ebenso wie Welthits, Evergreens und Schlager – mit großem Vergnügen auch in rheinischer Mundart.
  • Der Chor im Internet: www.meinchor.de/chorgemeinschaftgressenich.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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