Landesstraße wird an „Vier Wege“ enger

Ein Kreisverkehr bleibt zwar ein Traum, aber in Kürze läuft die Umgestaltung der Kreuzung an. Mittelinsel, Buskaps, Beleuchtung.

Fotos: J. Lange
Fotos: J. Lange

Es ist längst nicht die Ideallösung, die nun umgesetzt wird. Ende diesen, Anfang nächsten Monats beginnen die Arbeiten an verkehrssichernden Maßnahmen an der Kreuzung „Vier Wege“. Buskaps, Querungshilfe und Beleuchtung sind die Kernpunkte des Vorhabens, das nach jahrelangen Forderungen und Verhandlungen nun angepackt wird.

 

Über die Ideallösung für diese Kreuzung wurde in den vergangenen Jahren sehr oft geredet. Viele Werther würden sich sicherlich freuen, wenn die Kreuzung ihrer Schillerstraße mit der Landesstraße 11 (Römer-/Gressenicher Straße) in einen Kreisverkehr umgestaltet würde. Erst recht gilt das für die Verkehrsteilnehmer, die aus dem lauschigen Scherpenseel kommen. Sie müssen leicht bergauf fahren, um eine Sicht auf die viel und schnell befahrene Landesstraße erhalten zu können. 70 km/h sind dort erlaubt. Der recht gerade Streckenverlauf verleitet leicht dazu, schneller zu fahren.

 

Ereignet sich in diesem Bereich ein Unfall, ist es zumeist ein schwerwiegender. Aber schwere Unfälle sind eher auf der freien Strecke denn auf der Kreuzung zu finden und so selten, dass die zuständigen Behörden nicht von einem Unfallhäufungspunkt reden. Entsprechend gering ist der Handlungsdruck auf den Landesbetrieb Straßenbau, Veränderungen auf seiner Landesstraße 11 vorzunehmen.

 

Immer wieder in den vergangenen Jahrzehnten wurde die Verkehrssituation von „Vier Wege“ thematisiert. Die nun anstehende Maßnahme geht zurück auf eine neue Dynamik, die das Thema nach einem Unfall im Herbst 2013 gewann und auch von der im Oktober 2013 gegründeten Initiative „Wir in Werth“ forciert wurde. Das Wahlkampfjahr 2014 nutzten viele Parteien, um sich für Verbesserungen einzusetzen. Mehrfach wurde ein Kreisverkehr als Lösung vor Ort vorgeschlagen. Beantragt wurde er bis heute nicht.

 

Das mag daran liegen, dass an vielen Stellen die Verkehrslage auf Landesstraßen deutlich schlechter ist, viele andere Projekte vorrangig priorisiert und finanzielle Mittel für Verbesserungen rar gesät sind sowie eine Realisierung vermutlich lange auf sich hätte warten lassen. Ratsfraktionen und Verwaltung verfolgten eine schnellere Lösung, für die nun mittlerweile auch mehr als drei Jahre ins Land zogen.

 

Selbst der nun gefundene Kompromiss muss sich an einer unerfüllten Forderung orientieren: Die zunächst vorgeschlagene Reduzierung der erlaubten Geschwindigkeit auf 50 km/h wurde vom Landesbetrieb kategorisch abgelehnt: Weil „Vier Wege“ eben nach den Kriterien nicht als ein gefährlicher Streckenabschnitt eingestuft ist. Dann gilt, so argumentierte die Behörde mit Verweis auf ihre Vorschriften, auf Landesstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften mindestens 70 km/h.

 

Also durchforsteten die Akteure ihren schmalen Katalog mit Handlungsmöglichkeiten. Im Sommer 2014 vermeldete der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling einen ersten Erfolg: Die stationären Anlagen zur Geschwindigkeitsüberwachung an der L 11 am nahen Kalvarienberg wurden durch die Städteregion wieder in Betrieb genommen. Auch dort gilt in beiden Fahrtrichtungen Tempo 70. Zudem wurden Markierungen auf der Fahrbahn der Landesstraße erneuert und die Beschilderung verbessert.

 

Länger dauerte es, bis sich Stadt und Landesbetrieb auf konkrete Maßnahmen im Kreuzungsbereich verständigten. Die entsprechenden Vereinbarungen passierten im September 2016 den städtischen Bauausschuss. „Jetzt haben wir die Hoffnung, dass sich nach der Umgestaltung die Autofahrer hier wenigstens an die vorgeschriebenen 70 km/h halten“, sagte seinerzeit Tiefbauamtsleiter Bernd Kistermann.

 

Diese Hoffnung schürt ein Paket kleinerer Maßnahmen, deren Realisierung gut 250 000 Euro (45 000 Euro davon trägt die Stadt) kostet. Umgebaut werden die beiden heutigen Busbuchten. Aus ihnen werden hochbordige Buskaps mit der Folge, dass die Linien- und Schulbusse zukünftig auf der Fahrbahn halten werden. Während in Fahrtrichtung Hastenrath der Standort des Wartehäuschens erhalten bleibt, wird es auf der Gegenseite gemeinsam mit dem Haltebord für die Busse in Richtung Gressenich verschoben.

 

Die Buskaps werden mit taktilen Elementen barrierefrei gestaltet; abgesenkt werden die Hochborde dort, wo eine neue zwei Meter breite Mittelinsel das Queren der Fahrbahn sicherer machen soll. Sie liegt zwischen den beiden jeweils 20 Meter langen, schraffierten Bushaltebereichen. Um die erforderliche Breite von 3,50 Meter für die beiden Fahrspuren zu gewährleisten, wird an der nordwestlichen Seite die Straßenführung leicht verändert. Bei dieser Breite können zwar Autos, nicht aber Lastwagen einen haltenden Bus passieren.

 

Erneuert werden in dem Bereich die Gehwege, und installiert wird erstmals eine Beleuchtung, „um einen weiteren Sicherheitsaspekt zu erreichen“, sagt der Technische Beigeordnete Tobias Röhm. Mit diesen Maßnahmen werde es möglich, die insbesondere durch die Werther angenommene Busanbindung sicherer und komfortabler zu nutzen und die Landesstraße zu überqueren. Außerdem versprechen sich die Planer von den Einbauten, dass sich „Vier Wege“ auf der Landesstraße zu einer Tempobremse entwickelt.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
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