Weil der Vectra früher stirbt als geplant, ...

... soll ein neuer Jahreswagen her. Geländegängiger Vorführ-Audi als Kommandowagen und drei neue Hilfeleistungslöschfahrzeuge.

Foto: S. Essers
Foto: S. Essers

Ein Jahr früher als erhofft schlapp gemacht, hat einer der beiden Kommandowagen der Stolberger Feuerwehr: Für den 13 Jahre alten Opel Vectra sollte 2018 ein Ersatz bestellt werden. Aber mit rund 150 000 Kilometern auf dem Buckel hat das Fahrzeug wohl endgültig seinen Geist aufgegeben. Zumindest wäre es nicht wirtschaftlich, weiteres Geld in das Altfahrzeug zu investieren. Deshalb möchte die Feuerwehr kurzfristig ein Ersatzfahrzeug beschaffen.

 

Der Kommandowagen ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Einsatz. In erster Linie steuern damit diensthabende Mitglieder der Wehrleitung – auch aus ihrer Freizeit heraus – binnen kürzester Zeit die Einsatzorte an. Zudem wird das Fahrzeug für Dienstreisen und zur Wahrnehmung von Terminen genutzt.

 

Dieser Vectra iedenfalls nicht mehr: Im Spätsommer war er bereits vier Mal ausgefallen. Die entscheidende Panne ereignete sich Anfang Oktober: Motorschaden! Ein erster Kostenvoranschlag rangierte bei gut 5200 Euro – ohne die Behebung weiterer Mängel, die während einer Reparatur offenbar werden könnten. „Im Hinblick auf Alter, Laufleistung und Wert ist eine Reparatur unwirtschaftlich“, argumentiert das Amt für Brandschutz auch mit Blick auf den für das kommende Jahr mit einem Volumen von 50 000 Euro geplanten Austausch. Benötigt wird ein solches Fahrzeug offensichtlich gleichwohl, denn zeitweise musste der Wagen der Rathauswache für die Wehrleitung rekrutiert werden.

 

Die Spezialisten der Wehr machten sich aber auch unverzüglich auf die Suche nach einer Alternative. Fündig wurden sie bei einem Vorführfahrzeug der Marke Audi. Der A6 Kombi mit Allradantrieb in Behördenversion und Baujahr 2016 ist gut 1200 Kilometer gelaufen, hat bis dato noch keinen realen Einsatz erlebt, sondern wurde ausschließlich auf Messen und Ausstellungen vorgeführt. Das feuerwehrrote Fahrzeug ist mit allem ausgestattet, was für eine Funktion als Kommandowagen erforderlich ist. „Sogar mit Anschlüssen für Digital- und Analogfunk“, bestätigt Feuerwehrsprecher Michael Konrads auf Anfrage. „Wir brauchen nur noch die Funkgeräte einzustecken und können loslegen.“ Mit einer Ausnahme: Die Neuerwerbung soll auch noch das typisch Stolberger Design erhalten, vorausgesetzt der Vergabeausschuss beschließt am 16. November den Erwerb des Vorführautos.

 

Der Preis des Jahreswagens rangiert mit rund 35 000 Euro deutlich unter der kalkulierten Beschaffungskosten eines Neufahrzeuges. Außerdem laufe die Garantie noch bis Juli 2019.

 

Mit den Daten alleine gab sich die Feuerwehr aber aus ihrer Erfahrung heraus nicht zufrieden. Schirrmeister, Technik-Leiter und Beschaffungsexperte machten sich auf den Weg zu dem anbietenden Händler am Bodensee, um das Fahrzeug selbst in Augenschein zu nehmen. Zudem ließen sie es in einer Audi-Werkstatt sowie bei einem unabhängigen Gutachter unter die Lupe nehmen. Mängel wurden demnach nicht entdeckt, wohl aber der Bestzustand bescheinigt. Zudem holte die Verwaltung Vergleichsangebote anderer Hersteller ein, die teurer waren.

 

Sobald der Kauf beschlossene Sache ist, kann das Fahrzeug abgeholt werden. Mittel dafür sind im Feuerwehr-Budget frei, und im kommenden Jahr werden 50 000 Euro eingespart.

 

Damit nicht genug: Der Vergabeausschuss soll – übrigens ganz nach Plan – in der kommenden Woche auch drei Hilfeleistungslöschfahrzeuge bestellen. Die Neufahrzeuge sollen die verbliebenen Reste der Oldtimerflotte drastisch verjüngen: Die derzeit für Brandschutz und Hilfeleistung eingesetzten Fahrzeuge stammen aus den Jahren 1986 (Gressenich), 1990 (Zweifall) und 2007 (Hauptwache).

 

Anhand des Stolberger Standards wurden die drei Fahrzeuge europaweit ausgeschrieben – getrennt nach Fahrgestell, Aufbau und Beladung. Nächste Woche Donnerstag sollen die Aufträge erteilt werden. Das Budget dafür liegt bei rund 1,45 Millionen Euro. Die Auslieferung ist für Mitte 2019 vorgesehen.

 

Verjüngungskur für die Feuerwehr

  • Die Stolberger Feuerwehr erfährt ein umfangreiches Modernisierungsprogramm. Im Dezember 2015 wurde ein neues Löschfahrzeug für die Gruppe Stadtmitte in Dienst gestellt.
  • Im vergangenen Jahr wurde der Fuhrpark um einen gebrauchten Mannschaftstransporter sowie je einen Abrollbehälter mit Schläuchen und mit Sandsäcken für Hochwasserlagen ergänzt.
  • In diesem Jahr wurden ein Löschfahrzeug für Münsterbusch, ein 4000 Liter fassendes Tanklöschfahrzeug für die Hauptwache, ein kleines Mannschaftsfahrzeug und der Anhänger Hygiene beschafft. Zudem stellte der Bund ein Katastrophenschutzfahrzeug zur Verfügung und ein bei der Städteregion ausgemusterter Einsatzleitwagen wurde aufgearbeitet.
  • Für 2018 bestellt sind bereits zwei neue Rettungswagen. Zudem ist die Anschaffung eines Löschfahrzeuges, eines weiteren Tanklöschfahrzeuges, eines Einsatzleitwagens und eines Rettungsbootes auf Trailer für Einsätze auf Wehebachtalsperre und den Weihern geplant.
  • Für 2019 stehen ein Löschfahrzeug, ein neuer Rüstwagen und zwei Pkw für Rathauswache und Brandschutz auf dem Programm. Dann sollen die drei nun zu bestellenden Hilfeleistungslöschfahrzeuge in Dienst gestellt werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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