Der riesige Andrang überrascht selbst den Pfarrer

„Ein feste Burg ist unser Gott“: Kantatengottesdienst in der Finkenbergkirche zum 500. Jahrestag der Reformation.

Foto: Merve Polat
Foto: Merve Polat

Solch einen Andrang hatte Pfarrer Jens Wegmann gar nicht erwartet, verkündete er erfreut bei seiner Begrüßung: In der Finkenbergkirche mussten für den Kantatengottesdienst zum 500. Jahrestag der Reformation noch Stühle herbeigeholt werden. Die evangelische Kantorei präsentierte mit weiteren Sängern, der Kammerphilharmonie Europa und einigen Solisten unter der musikalischen Leitung von Gunther Antensteiner die Kantate „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Johann Sebastian Bach, die auf dem Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Martin Luther basiert.

 

Für die vier Strophen des Lutherliedes habe Psalm 46 als erste Textgrundlage gedient, erklärte Wegmann. Bevor die Kantate erklang, wurde der Psalm gelesen. Die gemeinsam gesungenen Lieder wurden von René Rolle an der Orgel begleitet. Für das Herzstück des Gottesdienstes trug der Eingangschor dann die erste Strophe in Form einer Motette und kompositionstechnisch als Fuge vor. Die vier Singstimmen setzten nacheinander ein und demonstrierten so eindrucksvoll die Bedeutung des lateinischen Wortes „fugare“, übersetzt „verjagen“. Da es von Bach keine Originalschrift mehr gebe, dafür aber mehrere Abschriften, so Wegmann, werde die Kantate in der Leipziger Fassung, die der Bachs am nächsten komme, präsentiert. „Mit der Kantate soll die Verkündigung des Wortes Gottes durch Gesang und Tiefe zum Ausdruck gebracht werden“, sagte Wegmann in seiner Predigt mit der er auch eine Brücke von der Reformationszeit bis heute schlug. Dabei bezog er sich auf Parallelen wie Leistungsdruck und Zweifel, wie sie auch Martin Luther heimgesucht haben sollen.

 

In den Kantatensätzen zwei bis sieben ging es dann um die Auseinandersetzung Luthers mit der Kirche, die mit den Worten „Ein Wörtlein kann ihn fällen“ der Choralstrophe ihren Höhepunkt fand. Zuvor beeindruckten die Solisten Heekyung Min (Sopran), Josef Otten (Bass), Regula Böninger (Alt) und Rüdiger Husemeyer (Tenor).

 

Pfarrer Wegmann kündigte schließlich den Schlusschoral an, der die Bach-Kantate vervollständigte. Im Anschluss lud die evangelische Kirchengemeinde dann noch zum gemütlichen Beisammensein bei einem Glas Wein ein.

 

Der Kantatengottesdienst markierte gleichzeitig auch den Höhepunkt des diesjährigen internationalen Konzertzyklus‘ auf dem Finkenberg, in dessen Rahmen es bereits vier Konzerte gegeben hatte.

 

Für die Bach-Kantate habe man sich entschieden, weil Bach genau wie Luther die Musik als Vermittlung des Wortes verstanden habe, erklärte Gunther Antensteiner: „Mir war schon vor Jahren klar, dass ich anlässlich des Reformationsjahrs ein besonderes musikalisches Event starten möchte“, sagte der musikalische Leiter.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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