Alte Bäume weichen neuer Gesamtschule

Während der Herbstferien wird an der Breslauer Straße Platz gemacht für den Erweiterungsbau. Stämme vor Ort aufbereitet.

Fotos: J. Lange
Fotos: J. Lange

Wo gehobelt wird, fallen Späne. Und wo gebaut werden soll, müssen Bäume weichen, wenn sie im Wege stehen. Das gilt in diesen Ferientagen vor allem für das Gelände der früheren Schule Kogelshäuserstraße. Nach der Interimszeit der Sekundarschule ist die Immobilie an der Ecke zur Breslauer Straße seit Beginn dieses Schuljahres Stolbergs zweite Gesamtschule. Bis zum Beginn des Schuljahres 2020/21 soll sie auf zeitgemäßen Standard gebracht sein.

1952 war das Gebäude als Volksschule eingeweiht worden, 1968 folgte die Umwidmung in eine Hauptschule. 1976 wurde sie mit einem Pavillon erweitert und 1983/84 ausgebaut. Weitere Renovierungen und Umbauten folgten in den vergangenen Jahren, um den Unterricht entsprechend der Anforderungen halten zu können. Nun folgt der nächste große Schritt an diesem traditionellen und weitläufigen Standort. Dort, wo auf dem inneren Schulhof ein Spielfeld eingezeichnet ist, soll ein Neubau in Form eines Atriums entstehen, um den zusätzlichen Bedarf einer fünfzügigen Gesamtschule an Unterrichts- und Fachräumen bieten zu können.

 

Zwar startet Stolbergs zweite Gesamtschule mit ihren ersten beiden Jahrgängen an der Breslauer Straße, da auch ihr zweiter Standort in den Räumen der auslaufenden Mausbacher Realschule erweitert werden muss: Dort sollen mit dem Regelbetrieb in drei Jahren die Jahrgänge fünf bis sieben beschult werden, während in der Velau die Klassen 8 bis 13 ihre Heimat finden sollen. 8,7 Millionen werden alleine in die Modernisierung und Erweiterung dieses Ensembles gesteckt. Noch laufen die Planungen. Mit den Bauarbeiten soll Mitte nächsten Jahres begonnen werden können.

 

Damit der Neubau Platz hat, wird nun während der Schulferien und außerhalb der Brutschutzzeiten in seinem Umfeld der im Laufe von sechs Jahrzehnten üppig gediehene Baumbestand gelichtet. Allen voran die gesamten Pappeln auf dem Gelände, die nicht mehr ausreichend vital sind und eine Gefahr darstellen. Aber es gibt auch eine Reihe von prächtigen Laubbäumen, die dem Neubau im Wege stehen. „Um die ist es eigentlich schade“, sagt Theo Preckel. Stolberg Förster wirft gemeinsam mit Jacqueline Oprée und Ulrich Coopmann vom Hochbauamt ein Auge auf die Arbeiten. Gefällt werden die Bäume durch das eingespielte Team des Forstamtes. Während Max Reiher und Wolfgang Fieger mit der Säge den Stämmen zu Leibe rücken, sorgt Michael Schmitz mittels Spanndraht und Traktor dafür, dass die Bäume auch garantiert in die richtige Richtung fallen und nicht auf einem Dach oder Anbau landen. Für die Jungs ist der Job auf dem Schulgelände eine willkommene Abwechselung zur gewohnten Arbeit in den Forstbeständen.

 

Gleich vor Ort bereitet ein Spezialunternehmer aus Raffelsbrand die Ernte auf. Die Stämme werden zerkleinert und mit dem Astwerk gleich durch einen großen Hächsler getrieben, die Späne direkt auf einem Anhänger verladen. Sie sollen zum Biomasse-Heizkraftwerk in Simmerath geliefert werden, erklärt Preckel, der so eine für die Stadt kostengünstige Lösung aufgetan hat, das Gelände für den Schulneubau baureif zu machen.

 

„Wenn nach den Ferien die Schüler zurückkommen, werden sie über das neue Aussehen ihres Schulhofes sicherlich staunen“, meint Ulrich Coopmann.

 

Gleichzeitig wird in der maroden Turnhalle des Ensembles gewerkelt. Sie wird saniert, erweitert und in Form einer Mehrzweckhalle ausgebaut. Auf über 1,3 Millionen Euro summiert sich das Projekt, das aus einem Sonderprogramm des Landes zur Integration von Flüchtlingen mit 658 800 Euro gefördert und im nächsten Jahr fertiggestellt wird.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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