Hauch von Elbphilharmonie an der Vicht

Sanierung des Samaritanerheims: Christenserinnen investieren zehn Millionen Euro. Mehrdimensionale Pflege in der Stadtmitte.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Die gemächlich durch die Innenstadt rauschende Vicht mit der Elbe in Hamburg zu vergleichen, mag weit hergeholt erscheinen. Aber es weht ein Hauch von Elbphilharmonie an der Samaritanerstraße. Denn dort investiert die Ordensgemeinschaft der Christenserinnen in Sanierung und Neubau des Heimes des Guten Samaritan. Um ein modernes mehrdimensionales Pflegekonzept umsetzen zu können, mehr Senioren Platz zu bieten und auch um die Sicherheit zu erhöhen. „Das Haus wird mit einer hochmodernen Sprühnebel-Löschanlage ausgestattet, wie sie auch in der Hamburger Elbphilharmonie verbaut ist“, nennt Dirk Renerken ein markantes Beispiel.

 

„Mit den Baukosten der Elbphilharmonie wollen wir aber keineswegs konkurrieren“, scherzt der Geschäftsführer des Samaritanerheims. Dennoch kann das Investitionsvolumen in der Stolberger Innenstadt sich sehen lassen: Rund zehn Millionen Euro nehmen die Christenserinnen in die Hand, um auch in Zukunft dem Betreuungs- und Teilhabegesetz an der Samaritanerstraße gerecht zu werden. „Und in erster Linie unseren Bewohnern“, betont Renerken. Obwohl das Heim des Guten Samaritan derzeit eher an eine Ruine erinnert, würden die Arbeiten gut im Zeitplan liegen.

 

Die nördlich gelegene Seite wirkt nämlich nur ruinös und wird tatsächlich kernsaniert und um ein zusätzliches Obergeschoss, ein ausgebautes Dachgeschoss und eine zweite Aufzuganlage erweitert. An der rechten, südlichen Seite ist der Abriss des Gebäudeteils inzwischen abgeschlossen. Dort wird ein Neubau entstehen, der unter anderem Technikräume, eine moderne Hauptküche und vor allem eine Tagespflegeeinrichtung beherbergt. „Ebenso wie eine zentral gelegene Hauskapelle und ein neuer Bistro-Bereich. In dieser Cafeteria können die Bewohner dann auch mit ihren Besuchern verweilen“, beschreibt Renerken.

 

Neu entstehen sollen auch fünf kleingliedrige Wohneinheiten für Menschen, die auf umfassendes pflegerisches Leistungsangebot angewiesen sind, führt der Diplom-Pflegewirt aus. Nach erfolgter Kernsanierung werde der rechte Gebäudetrakt ausschließlich mit Einzelzimmern versehen. „Und auch mit Gemeinschaftsräumen in direkter Nähe. So werden die Wege zwischen der Privatsphäre der Bewohner und den Möglichkeiten, gemeinsam etwas zu erleben, kürzer.“ Vollzeit-, Kurzzeit- und Tagespflege würden in dem neuen barrierefreien Gebäude für bald insgesamt 80 Bewohner unter einem Dach angeboten.

 

„Unser mehrdimensionales Pflegekonzept fußt auf der Umsetzung des Leitbilds der Ordensgemeinschaft der Christenserinnen“, führt Renerken aus, „dass die Förderung des Zusammenlebens in Gemeinschaft und Raum für individuelle Lebensanschauung keine Gegensätze bilden sollen, sondern sich ganz im Gegenteil im Alltag vereinen“. Um dieses Leitbild künftig optimal in der Innenstadt realisieren zu können, nimmt die Ordensgemeinschaft das ambitionierte Projekt der Sanierung auf sich. „Das Bauvorhaben ist hier nicht gerade einfach, aber es ist uns eine Herzenssache. Schließlich sind wir nicht nur ein Investor, sondern auch der Betreiber des Hauses.“

 

Mit der Brückenanbindung vorne, dem steilen Hang im Rücken stelle schon das Gelände eine Herausforderung dar, und vor allem erfolge Kernsanierung, Abriss und Neubau im laufenden Betrieb des Heims. Daher sind 56 Bewohner vor einem Jahr aus der Innenstadt in das Mutterhaus der Ordensgemeinschaft, Haus Maria im Venn, umgezogen. „Und deshalb muss man ganz klar sagen, dass der Erfolg der gesamten Aktion hundertprozentig unseren Mitarbeitern zu verdanken ist – in beiden Häusern“, hebt Renerken hervor und ergänzt: „Unsere Bewohner fühlen sich im Haus Maria im Venn als Gäste sehr wohl. Sie freuen sich aber auch auf die Rückkehr in das moderne Domizil in der Stadtmitte.“

 

Eine Rückkehr, die im Optimalfall Ende 2018 erfolgen soll. „Wobei sehr viele Gewerke zum Einsatz kommen, und auch die Witterung eine Rolle spielt und für Verzögerung sorgen könnte. Bei einer Baumaßnahme in dieser Größenordnung gibt es immer Unwägbarkeiten, die nicht vorherzusehen sind“, räumt Renerken ein, dass gegebenenfalls erst Anfang 2019 die Umzugskisten zum Einsatz kommen könnten. „Noch sind wir jedenfalls im Plan. Im Frühjahr 2018 soll der Rohbau fertiggestellt sein, und dann können die technische Ausstattung und die Sanitäranlagen verbaut werden.“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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