Frischer Wind bei der SG Stolberg

Ex-Inde-Hahn-Trainer Oliver Heinrichs übernimmt die erste Fußball-Mannschaft – Neue Taekwando-Abteilung eröffnet.

Foto: Christian Ebener
Foto: Christian Ebener

Am Ende gab es doch recht schnell weißen Rauch über dem Sportplatz Bovenheck: Nach der Trennung von Uwe Daun wird Oliver Heinrichs die Kreisliga-A-Mannschaft des Fusionsclubs übernehmen. Mit der Verpflichtung des Trainers, der den FC Inde Hahn von der Kreisliga B in die Mittelrheinliga führte, setzt der Verein ein deutliches Ausrufezeichen. Auch abseits des Fußballs will man sich breiter aufstellen, eine neue Taekwando-Abteilung soll interessierte Jugendliche, aber auch Erwachsene nach Gressenich locken.

 

Die Verpflichtung von Heinrichs durch Teammanager Hubert Morschel hat durchaus für großes Aufhorchen in der Kupferstadt gesorgt, denn die Bilanz des Fußballlehrers ist beeindruckend. 16 Jahre stand er bei Inde Hahn an der Seitenlinie, coachte den Dorfclub bis in die Mittelrheinliga, schlug Alemannia Aachen in einer Pokalsaison. Nach fast einem Jahr Pause also jetzt der Neuanfang in der Kreisliga A bei den Stolbergern, die bisher nur sechs Punkte in sechs Spielen sammeln konnten. Für den SG Vorsitzenden Axel Wirtz ist es eine Optimallösung, denn Heinrichs ist in der Basis verwurzelt und kennt auch das Geschäft der Kreisliga. „Er passt zur Vereinsstruktur mit ihrem gesunden Unterbau“ und „bringt neuen Wind in die Saison“, die bisher alles andere als zur Zufriedenheit verlief. Natürlich ist es kein großes Geheimnis, dass bei dem Fusionsclub mittelfristig der Aufstieg im Fokus sein soll, kurzfristig soll der Trainer sein Team „kennenlernen, an den nötigen Stellschrauben drehen“ und selbstverständlich „die Punktesituation verbessern“.

 

Auch für Heinrichs standen „Perspektive und Ziele“ im Vordergrund. Durch den Kunstrasenplatz und den solide aufgestellten Verein ließ sich Heinrichs schnell von der Aufgabe überzeugen. Wirtz betonte zudem, dass auch die Mannschaft die nötige Substanz habe, die sie aber bisher nicht abrufen konnte – Siege gelangen bisher nur gegen die Abstiegskandidaten aus Lichtenbusch und Vichttal II. Durch den Spielausfall am Wochenende, konnte sich auch der neue Trainer einen ersten Eindruck seines neuen Kaders verschaffen und der ist trotz des mäßigen Saisonstarts „sehr, sehr gut“.

 

Ein konkretes Saisonziel ließ sich der Trainer allerdings noch nicht entlocken. Er will sich ein „Bild machen von der Mannschaft“ und im Winter gegebenenfalls noch einmal nachlegen, alles weitere müsste sich jetzt ergeben. Wer den erfolgsverwöhnten Trainer, der immerhin vier Aufstiege sammelte und mit einem Punkteschnitt von 1,91 glänzt, kennt, weiß dass er diese Aufgabe mit viel Ehrgeiz angehen wird. Sportlich will er weiterhin „gepflegten Fußball“ spielen lassen, nicht ohne Kampf und Leidenschaft außer Acht zu lassen. Die erste Generalprobe findet am Sonntag statt, wenn um 15.30 Uhr der Tabellendritte FV Vaalserquartier am Bovenheck gastiert. Da auch die anderen beiden Mannschaften ein Heimspiel haben, kann sich Heinrichs auch direkt von den Reservemannschaften überzeugen. „Ich bin zuversichtlich“, bestätigt Heinrichs, der sich aber noch auf keine konkreten Analysen einlassen will. Axel Wirtz betont allerdings nachdrücklich mit Verweis auf die Mannschaft: „Das ist die Stunde, wo jeder sich zeigen muss!“ Aber auch an anderer Stelle geht der 300-Mitglieder-Club neue Wege. Zusätzlich zu Fußball, Tischtennis und Gymnastik wird jetzt Taekwando bei den Blau-Gelben angeboten und auch hier setzt man auf ein Trainerteam der Marke „Erfahren und Erfolgreich“. Das Ehepaar Marcus und Nicole Ketteniß, das zusammen auf eine Weltmeisterschaft, sieben Europameisterschaften und 42 Deutsche Meisterschaften kommt, baut zusammen mit Katharina Kleyer, ebenfalls mehrfache Deutsche Meisterin, und dem Hapkido-Weltmeister Manuel Zakrzewski die neue Abteilung auf und will damit eine sportliche Versorgungslücke im Süden der Kupferstadt schließen. „Dieses zusätzliche Angebot wollen wir regelmäßig anbieten“, betont Marcus Ketteniß, der bereits den Taekwando-Verein KSG Taeguk in Alsdorf betreibt. Als ehemaliger Cheflandestrainer NRW konnte er bereits umfangreiche Erfahrung in der Ausbildung sammeln.

 

Für das Trainerteam ist die koreanische Kampfsportart eine ganz besondere Leidenschaft. Der Schwerpunkt liegt hier in den spektakulären Beintechniken und belohnt seine Sportler mit starker Fitness und gesteigertem Selbstbewusstsein. Dabei dient die Sportart besonders zur Selbstverteidigung und ist damit für alle Altersklassen interessant. „Der gegenseitige Respekt und die Erlernung der erforderlichen Disziplin“, wie Ketteniß bestätigt, „gehören zu jedem Training.“ Die geistige und physische Komponente beeindrucken gleichermaßen – das gilt auch für die SG Stolberg, die diese Sportart jetzt in der Halle in Gressenich regelmäßig anbieten will. Der Kontakt entstand jedoch mehr durch einen Zufall, denn Geschäftsführer Markus Thörner und Marcus Ketteniß kennen sich bereits aus der Schule und planten seit 2016 diese Kooperation. Langfristig soll Stolberg eine „bedeutende Größe in der Taekwandoszene“ werden, plant Ketteniß. Dabei will man jede Altersgruppe und sowohl Männer, als auch Frauen ansprechen. Mit vier Trainern und zwei Gruppen (bis 13 und ab 14) soll die neue Abteilung aufgebaut werden. Das Training wird dabei individuell dem Vermögen der Sportler angepasst und langfristig auch mehr differenziert. Ein Probetraining ist dabei immer möglich, Eltern sind auch gerne mit ihren Kindern willkommen. Gäste sind immer dienstags beim Training von 18 bis 20 Uhr willkommen, Informationen gibt es bei Marcus Ketteniß unter Marcus-Ketteniss@gmx.de oder 0163/3124011.

 

Taekwando hat die Familie Ketteniß „sehr bereichert und geprägt“ und diese Erfahrungen möchten sie jetzt nahe ihrer Heimat in Schevenhütte weitergeben. Dafür ist die SG Stolberg der optimale Kooperationspartner, da er auch regelmäßige Hallenzeiten anbieten kann. Auch der Vorsitzende der SG Stolberg betont klipp und klar: „Das ist eine Win-Win-Situation!“. Denn mit dem Angebot sollen nicht nur neue Mitglieder geworben, sondern auch bisherige Mitglieder angesprochen werden. Auch Ketteniß stellt fest: „Das Motto der SG Stolberg, ‚Wir bewegen was‘, werden wir gemeinsam verwirklichen!“

 

Quelle: Super Mittwoch

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