Werther wollen Bürgerhaus in alter Schule

Beim Treffen zur Diskussion über das Dorfentwicklungskonzept bringen die Bürger des Stadtteils Werth konkrete Anregungen vor.

Foto: Christoph Hahn
Foto: Christoph Hahn

Ihr Dorf – das liegt den Einwohnern von Werth sehr am Herzen. Wenn es etwas zu tun gibt, dann werden sie mobil und stellen richtig was auf die Beine – erst kürzlich beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und jetzt bei der Projektwerkstatt im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes für den Stolberger Stadtteil.

 

Dutzende von Einwohnern trafen sich dazu am Donnerstagabend in der früheren Dorfschule, um dort mit Experten der Stadt und des Aachener Büros „Raumplan“ sowie miteinander ganz konkret und praxisnah darüber zu diskutieren, wie ihr Heimatort zukunftsfähig gemacht werden kann.

 

Da wurde nicht viel herumtheoretisiert. Wo soll diese Bank hin, soll der Anbau der Schule abgerissen werden, um dem neuen Festplatz auf der Rückseite Raum zu geben – Fragen wie diese standen im Mittelpunkt der Diskussionen. Bei diesen Gesprächen ging es indes nicht immer bierernst zu. Dafür sorgte nicht zuletzt der Leiter des Städtischen Amts für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Pickhardt. Trocken bis augenzwinkernd meinte der: „Sie sagen uns, was Sie wollen, und wir sagen Ihnen dann, warum das nicht geht.“

 

Ungeachtet dessen blieb es nach der Begrüßung durch Paul Kirch, den Vorsitzenden des zuständigen Ratsausschusses, dem Stadtplaner Uli Wildschütz vorbehalten, die Besucher in die Themen des Abends einzuführen. Denn bei der vorangegangenen Werkstatt im Hochsommer haben die Bürger klar und deutlich durch das Verteilen von selbstklebenden Punkten auf einer Grafik gesagt, was sie (anders) haben möchten.

 

Mit 64 Punkten ganz oben landete dabei der Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes, gefolgt vom Umbau der alten Schule zum Bürgerzentrum (das dann auch das bis dato selbstständige Pfarrheim aufnehmen soll) mit Festplatz auf der Rückseite (58 Punkte). Diese Projekte wurden von dem dreiköpfigen Team aus Aachen auf mitgebrachten Skizzen im Großformat präsentiert.

 

Diese Pläne haben die Bürger in der Dorfschule in zwei Arbeitsgruppen kommentiert und mit Änderungswünschen versehen – so konkret, dass jetzt, im Januar 2018, der Bauausschuss sich mit der Dorferneuerung von Werth beschäftigen und dann auch einen entsprechenden Beschluss fassen kann.

 

Wie Pickhardt erläuterte, gibt es konkrete Vorschläge: Der Anbau der Schule mit den Toiletten kommt weg; der Markt soll als Dorfplatz zum Treffpunkt im Ort und möglicherweise auch Standort eines mobilen Marktes werden, bei dem die mobilen Kaufleute, die zum Beispiel Werth mit Brot oder Wurst ansteuern, zusammentreffen. Und Amtsleiter Pickhardt schlug vor, in der Schule, sobald sie zum Bürgerhaus geworden ist, im Bereich der jetzt schon vorhandenen Theke eine dauerhafte Kneipe einzurichten, in der dann vielleicht auch ein niedrigschwelliger Ladenverkauf in einem überschaubaren Ausmaß etabliert werden wird.

 

Ein weiterer Punkt: Der Rad- und Fußweg nach Hastenrath soll unter anderem durch eine festere Wegdecke aufgewertet werden.

 

In Projektgruppen soll weiter geplant werden

 

  • Auch nach Abschluss von Projekt- und Zukunftswerkstatt in Werth sind die Bürger weiter aufgerufen, an der Gestaltung ihres Heimatorts weiter mitzuwirken. So soll unter anderem eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die an Konzepten für die Gestaltung des Marktes arbeitet.
  • Nach diesem Impuls von Stadtplaner Uli Wildschütz aus Aachen erläuterte der Stolberger Beigeordnete Tobias Röhm die weitere Beratung im Rat und seinen Gremien.
  • Nach der Beratung im Bauausschuss (voraussichtlich im Januar 2018) sollen Projektgruppen (neben der Marktgestaltung ist unter anderem das Bürgerhaus mit dahinter liegendem Festplatz ein Thema) gebildet werden, zu denen örtliche Politiker dann Vertreter von Bürgerschaft und Vereinen dazu bitten.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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