Ein jeckes Comeback nach zwanzig Jahren

Daniel Steffens wird Mausbacher Karnevalsprinz und das Löstige Wölleklösien regieren. Er ist damit die erste Kindertollität der KG, die später auch „großer“ Narrenherrscher wird. Auch im Männerballett „Plan B“ aktiv.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Die Geschichte beginnt wie in einem Märchen: Es war einmal ein Kinderprinz, der in der Session 1997/1998 das junge Narrenvolk im Löstigen Wölleklösien regierte. Unter großem Jubel versprach der damals Achtjährige auf den jecken Bühnen Mausbachs: „In 20 Jahren stehe ich noch einmal hier oben.“ Und jetzt macht Daniel Steffens eben dieses Versprechen war, denn er wird am 4. November als Mausbacher Karnevalsprinz der KG Löstige Wölleklös proklamiert macht damit sein närrisches Comeback perfekt.

 

Dass aus dem einstigen Kinderprinz jetzt auch die „große“ Tollität Mausbachs wird, hängt wohl auch mit seinen karnevalistischen Genen zusammen. Bereits sein Großvater, Josef Steffens, war viele Jahre in der Mausbacher KG aktiv, sein Vater, Kurt Steffens, war vor vier Jahrzehnten Prinz der Löstigen Wölleklös, sein Bruder Philipp war ebenso Kinderprinz wie Daniel selbst. Wenn er aber bald als Daniel I. die Regentschaft über den karnevalsbegeisterten Stadtteil übernimmt, wird Steffens die erste Mausbacher Tollität sein, die sowohl Kinderprinz war, als auch „großer“ Narrenherrscher ist.

 

Eine jecke Premiere, die durchaus vielversprechend erscheint, denn Daniel Steffens ist ein echter Vollblut-Wölleklös. Seit närrischen 2 x 11 Jahren ist die designierte Tollität in der KG aktiv, war früher Kommandant der Kinderprinzengarde und machte vor zwei 20 Jahren Furore im Mausbacher Rosenmontagszug, als sein Kinderprinzenwagen ein Flugzeug war, das die Narren in Staunen versetzte.

 

Bis heute packt Daniel Steffens gerne mit an und hilft beim Wagenbau für die Rosenmontagszüge. „Und ich kann jetzt schon versprechen, dass mein Prinzenwagen ein besonderes Gefährt wird“, sagt Steffens, der allerdings noch nicht zu viel verraten will. Handwerkliches Geschick hat er auf alle Fälle, wovon sowohl Beruf, als auch Hobby zeugen.

 

Der gelernte Maurer ist seit fünf Jahren Maurer- und Betonbaumeister, und in seiner Freizeit schraubt er gerne an Motorrollern, auf denen er auch selbst hobbymäßig an Rennen teilnimmt. Der 28-Jährige, der auch bei dem Mausbacher Männerballett „Plan B“ aktiv ist, möchte in der kommenden fünften Jahreszeit mit seinem neunköpfigen Hofstaat und seinem Prinzenlied das Narrenvolk in und um Wölleklösien gehörig mitreißen, und eine rasante Session verspricht schon sein Motto: „Mer flege dorsch de Narretei, pack Fruhsinn und völl Freud mit ein, dann jäve mer Jas, und Musbich hävt af.“

 

Die Karnevalssession im Löstigen Wölleklösien

 

  • Proklamiert werden am Samstag, 4. November, in der Aula der Realschule Im Hahn ab 15 Uhr zunächst die Mausbacher Kindertollität (Vorstellung folgt) und ab 19 Uhr der große Prinz Daniel I. (Steffens).
  • Ein Prinzenfrühschoppen folgt am Sonntag, 5. November, ab 11.11 Uhr im Mausbacher Bürgerhaus (Im Hahn). Zu einem Biwak lädt die KG Löstige Wölleklös am Freitag, 26. Januar 2018, ab 18 Uhr in das Festzelt am Bürgerhaus ein, wo auch die weiteren Veranstaltungen stattfinden.
  • Ein Kinderbiwak beginnt dort am Samstag, 27. Januar, um 14.30 Uhr, die Damensitzung der KG startet am Samstag, 3. Februar, um 19.30 Uhr. Die Kindersitzung folgt am Sonntag, 4. Februar, ab 14.30 Uhr, und eine Disco für Kinder und Jugendliche beginnt am Mittwoch, 7. Februar, um 15 Uhr.
  • Den Straßenkarneval eröffnen die Mausbacher am Fettdonnerstag, 8. Februar, um 11.11 Uhr im Festzelt, bevor sie ab 15 Uhr zum Möhnenball einladen. Am Karnevalsfreitag, 9. Februar, startet um 20 Uhr die „Mega-Party der 80er und 90er“, die Dorfsitzung beginnt am Karnevalssamstag, 10. Februar, um 19 Uhr.
  • Zum „Dach em Dörp“ werden die Tollitäten am Karnevalssonntag, 11. Februar, um 10 Uhr abgeholt, und der Rosenmontagszug mit anschließendem Ball im Festzelt startet am 12. Februar um 14.30 Uhr. Am Veilchendienstag lassen die Wölleklös die Session ab 20 Uhr im Bürgerhaus ausklingen.

 

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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