Stolberger Platt, Biologie oder doch lieber wieder Kupfer?

Ausschuss für Stadtentwicklung hat heute Abend die Qual der Wahl: Der neue Steg über den Bastinsweiher soll benannt werden.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Na, eine Reihe von Vorschlägen, die bei der Einweihung des Bastinsweihers im Mai zu hören waren, wie „Elite-Steg“ oder „Copper-Trail“, sind wohl in der Versenkung verschwunden. Oder sie passten halt nicht zu der „geschichtlichen und heutigen Bedeutung für Stadt und Bevölkerung“, die die Verwaltung als Maßstab bei der Auswahl des Namens für den neuen Steg angelegt hat.

 

Bis Ende Mai lief der öffentliche Wettbewerb zur Namensfindung der Fußgängerbrücke. Bis zum Stichtag gingen 72 Vorschläge ein. Sechs davon hat das Planungsamt für würdig empfunden, sie dem heute tagenden Ausschuss für Stadtentwicklung zur Auswahl und Entscheidung zu unterbreiten. Der Steg soll nicht offiziell gewidmet, sondern nur mit einem Namensschild versehen werden:

 

  • Ellermühlensteg: Der Name nimmt Bezug auf die im 16. Jahrhundert entstanden Mühl- und Hammerwerke, für deren Betrieb ein Geflecht aus Mühlgräben und Mühlteichen angelegt wurde. So auch der Ellermühlenteich als Stauweiher für die benachbarte Ellermühle. Der Vorschlag weist in besonderem Maße auf die historische Bedeutung des Weihers für den geschichtlich-industriellen Werdegang der Kupferstadt hin und hat einen engen Bezug zum Ort (3 Vorschläge).
  • Bastin-Steg: lm Zusammenhang mit der Entwicklung der Innenstadt Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Mühlenteiche zugeschüttet und Mühlgräben unterirdisch kanalisiert. Der letzte erhaltene ist der Ellermühlenteich, der seitdem den Namen der Direktoren der benachbarten Sayette-Spinnerei Bastin trägt (8).
  • Ritze-Steg: Bestandteil der Neugestaltung war es, die insbesondere von Schülern stark frequentierte Verbindung vom Mühlener Bahnhof zum Ritzefeld-Gymnasium zu berücksichtigen. Der neue Steg nimmt diese Verbindung in direkter Linie auf. Der Vorschlag betont in besonderem Maße die attraktive und wichtige Verbindungsfunktion des Steges zum Ritzefeld-Gymnasium (4).
  • Flora-Steg: Der Vorschlag weist auf die inoffizielle Bezeichnung des Parks am Bastinsweiher hin, die sich im allgemeinen Sprachgebrauch eingebürgert hat und stellt die damalige wie heutige Bedeutung der Grünanlage für die Innenstadt und die Bevölkerung heraus. Weiterhin ist die Bezeichnung „Flora“ als Hinweis auf die Pflanzenwelt positiv besetzt, und zudem führt der Steg von der Hauptstraße über den Weiher in die „Flora“ und umgekehrt (1).
  • Mülle-Brücksche: Zum einen erinnert der Namensvorschlag an die historischen Mühlen und Mühlteiche, die Namensgeber für den Stadtteil Mühle sind. Zum anderen wird durch die Wahl eines Mundart-Begriffes ein enger Bezug zur Stolberger Bevölkerung und deren Identifikation mit Weiher, Park, Stadt und Stadtgeschichte hergestellt. Die korrekte plattdeutsche Schreibweise müsste allerdings „Mölle-Bröcksche“ lauten, wobei „Bröcksche“ eine Abwandlung von „Bröggelsche“ ist (1).
  • Kupfersteg: In Anlehnung des Namensvorschlages an den Begriff „Kupferstadt“ und das für den Steg gewählte Material wird ein Bezug zur Industriegeschichte und zur Stadt hergestellt (4).

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen

Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: gruettemeier@cdu-staedteregion-aachen.de

Für den Newsletter anmelden:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.