Hallenzeiten sollen digital verwaltet werden

Verwaltung und Stadtsportverband sind vom Konzept eines digitalen Sportstättenverwaltungsprogramms überzeugt. Programm soll über Vereine und Hallensperrungen informieren und Terminüberschneidungen vermeiden.

Foto: Sonja Essers
Foto: Sonja Essers

Eine Mail hier, ein Telefonat da: Die Koordination der Hallenzeiten nimmt in Stolberg viel Zeit in Anspruch. Das weiß niemand besser als Gerd Schnitzler. Beim Vorsitzenden des Stadtsportverbands laufen die Fäden zusammen. Er ist Bindeglied zwischen den Sportvereinen in der Kupferstadt und der Verwaltung. „Manchmal ist die Koordination der Hallenzeiten mit einem gehörigen Aufwand verbunden“, sagt Schnitzler. Das soll sich allerdings bald schon ändern. Denn: In Zukunft soll die Organisation digital vonstattengehen.

 

Die Entwicklung eines Sportstättenbedarfsplan hatte sich die Verwaltung für dieses Jahr auf die Fahne geschrieben. Im kommenden Jahr soll es dann soweit sein. Bevor die Entwicklung eines solchen Planes nämlich angegangen werden kann, soll zunächst eine Bestandsaufnahme erfolgen, die unter anderem die Anzahl und Ausstattung der Stolberger Sporthallen aufführt. Außerdem soll darin auch aufgeführt werden, welche Eigentümer die verschiedenen Hallen haben und in welchem Zustand sie momentan sind. Darüber hinaus soll natürlich auch das Sportangebot in Stolberg thematisiert werden und der Bedarf, den es gibt.

 

„Wir wollen eine umfangreiche Bedarfsanalyse auf den Weg bringen“, blickt Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger in die Zukunft. Um die vorhandenen Hallen effizient und bedarfsgerecht nutzen zu können, müsse man diese Fragen zunächst klären, so Voigtsberger weiter.

 

In Stolberg gibt es derzeit 21 Sporthallen, die sich in drei Mehrzweckhallen, 14 Einfach-Turnhallen sowie eine Gymnastikhalle und drei Großsporthallen unterteilen lassen. Zu Letzterem gehören die Halle am Goethe-Gymnasium (Dreifach-Sporthalle), die Sporthalle in Breinig (Zweifach-Sporthalle) und die Halle Glashütter Weiher (nicht teilbare Großsporthalle).

 

Dort sind unter anderem auch die Mitglieder des Stolberger SV Handball untergebracht. Mit dem Umfang der Hallenzeiten, der Zusammenarbeit und Kommunikation mit der Verwaltung und dem Stadtsportverband sei man „im höchsten Maße zufrieden“, teilen Koordinator Stephan Böhmer und der Erste Vorsitzende, Ekkehard Meurers, auf Nachfrage unserer Zeitung mit. „Persönlicher Kontakt und freundliche Ansprache auf allen Seiten sind Basis für gutes Zusammenarbeiten“, sind sie sich sicher.

 

Warum sich in Zukunft dennoch etwas an der jetzigen Vorgehensweise ändern muss? Ein digitales Sportstättenverwaltungsprogramm optimiere die Verwaltung der Sportstätten, verkürze gleichzeitig den Arbeitsaufwand und sichere zudem eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, dem Stadtsportverband und der Verwaltung, sind sich Robert Voigtsberger und Gerd Schnitzler einig. Denn: „Im Prinzip kann man sagen, dass fast alle Hallen in Stolberg durchgängig von acht bis 22 Uhr an fünf Tagen in der Woche durch den Schul- und den Vereinssport belegt sind“, sagt Petra Jansen, Leiterin des Amtes für Schule, Kultur, Sport und Tourismus und fügt hinzu: „Wir haben leider nur selten freie Hallenkapazitäten.“

 

Insgesamt 61 Vereine sind derzeit Mitglied im Stadtsportverband. Genutzt würden die Hallen von rund 50 Vereinen, schätzt Schnitzler. Hinzu komme eine große Anzahl von Karnevalsgesellschaften, deren Tanzgruppen ebenfalls dort trainieren. Und auch die Stolberger Schulen dürfe man bei der Nutzung natürlich nicht vergessen. Versuche man also, alle Nutzer unter einen Hut zu bekommen, sei das manchmal gar nicht so einfach. Der Bedarf werde zwar regelmäßig – auch kurzfristig – angepasst, ein digitales Verwaltungsprogramm hält jedoch auch Schnitzler für den „richtigen Schritt“. „Es ist einfach auch zeitgemäß“, sagt er.

 

Momentan befinde man sich im Austausch mit verschiedenen Anbietern, die sich auf ein solches Programm spezialisiert haben, und Kommunen, die bereits mit einem digitalen Sportstättenverwaltungsprogramm arbeiten. In der Städteregion hat die Stadt Würselen damit bereits Erfahrungen gemacht.

 

Voigtsberger und Schnitzler versprechen sich von dem Programm, auf das in Zukunft dann auch die Stolberger Vereine Zugriff haben sollen, nicht nur eine leichtere Organisation und Verwaltung der Hallenzeiten. „Das Programm ist gleichzeitig eine Plattform, auf der die Vereine auch für sich werben können“, sagt Voigtsberger. So sollen beispielsweise Veranstaltungstermine genauso auf der Plattform präsentiert werden wie Sanierungen oder Sperrungen von Sporthallen. „Das ist ein Programm, das wie für die Praxis geschaffen ist“, meint Gerd Schnitzler.

 

Zum Ende des Jahres soll das Konzept der Politik vorgestellt werden. „Im kommenden Jahr wollen wir uns dann auch dem Sportstättenbedarfsplan widmen und können dann hoffentlich schon auf einige Inhalte aus dem Sportstättenverwaltungssystem zurückgreifen“, blickt Robert Voigtsberger in die Zukunft.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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