Überschreitung im Neubaugebiet

Ausschuss soll Ausnahmen für Mehrfamilienkomplex in Breinig genehmigen.

Erst in diesem Februar war der 2014 rechtskräftig gewordene Bebauungsplan für das Breiniger Neubaugebiet erstmals geändert worden. Nun soll der Ausschuss für Stadtentwicklung auf seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause für einen Mehrfamilienkomplex Abweichungen bewilligen: Er soll höher und breiter werden, als es der Bebauungsplan vorsieht. Die Verwaltung hat keine Bedenken, da die Grundzüge der Planung nicht berührt würden und städtebaulich vertretbar seien.

 

Für das Grundstück in der Kurve der Egidius-Braun-Straße gegenüber der Einmündung der Adolf-Althoff-Straße ist der Bau von drei Mehrfamilienhäusern mit elf beziehungsweise zwei mit sechs Wohnungen, 13 Garagen, zwölf Carports und einem Müllhäuschen geplant. Drei Abweichungen vom Bebauungsplan soll der Ausschuss dazu genehmigen. Erlaubt ist eine Überschreitung der Höhe bei Dachaufbauten von maximal 1,60 Meter. Das Vorhaben sieht aber eine Höhe von 2,40 Meter vor. Der Antragsteller habe zur Straßenseite hin im Haupttreppenhaus einen Aufzug vorgesehen, der als Zwerchhaus in die Dachfläche integriert werden soll. Dazu sei eine Überschreitung der erlaubten Höhe um weitere 80 Zentimeter erforderlich. Dies ist aus Sicht der Verwaltung vertretbar, weil es eine „untergeordnete bauliche Anlage“ sei, von der „keine wesentlichen störenden Wirkungen für die Nachbarschaft ausgehen“.

 

Zudem soll von den festgesetzten Baugrenzen abgewichen werden. Sie sollen durch die Vordächer im Erdgeschoss vorne um 100 und seitlich um 60 Zentimeter überschritten werden. Vordächer seien zwar Gebäudeteile der Hauptnutzung mit prägender Wirkung auf die Umgebung, so argumentiert die Verwaltung. Aber in diesem Falle handele es sich „nur um eine geringfügige Überschreitung“ ohne störende Auswirkungen auf die Nachbarschaft.

 

Weiterhin gibt es Abweichungen von der Grundflächenzahl – sie gibt den Flächenanteil eines Grundstückes an, der überbaut werden darf. Der Bebauungsplan setzt 30 Prozent fest; sie wird unterschritten, weil nur 23 Prozent beansprucht werden. Aber die Grundflächenzahl II unter Hinzuziehung von Garagen, Stellplätzen und Zufahrten mit 45 Prozent wird durch die beantragten 49,8 Prozent überschritten aufgrund anderweitiger Vorgaben des Bebauungsplanes. Auch dies hält die Verwaltung für geringfügig und vertretbar. Sie empfiehlt dem Ausschuss, zuzustimmen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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