„Komm‘ wir probieren es aus!“

Sich spielerisch entwickeln und auf die Schule vorbereiten – Angebot kommt bei Eltern gut an.

Foto: Sascha Schiffer
Foto: Sascha Schiffer

asteln, Spielen und dabei noch etwas lernen – sowohl über Natur und Umwelt, als auch über sich selber – und sich dabei noch spielerisch auf die Schule vorbereiten: Das sind die Ziele und die Prämisse des Ferienangebots „Komm‘, wir probieren es aus!“ in der Städtischen Kita Am Holderbusch. Das Freizeitangebot im Rahmen der Ferienspiele, welches in der vierten und fünften Sommerferien-Woche stattfindet, richtet sich speziell an Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren, die nach den Ferien eingeschult werden oder in die zweite Klasse kommen.

 

„Auslöser für dieses Angebot war die hohe Nachfrage von Eltern nach einem Betreuungsangebot für ihre Kinder in der Zeit zwischen der Kita und Einschulung“, erklärt Michael Bosseler, Jugendpfleger vom Jugendamt Stolberg. Es habe vorher nämlich kein ausreichendes Betreuungsangebot in dieser Phase gegeben und man möchte mit dieser Maßnahme Abhilfe schaffen, so Bosseler. Dabei kümmern sich die drei Betreuer Weena Mallmann, ausgebildete Erzieherin, Sarah Beisicht und Pascal Reisse von montags bis freitags von 7.30 bis 16 Uhr oder 8 bis 16.30 Uhr um die Kinder. „Wir sind sehr froh diese Drei zu haben, da alle schon ausreichend Erfahrung mit Kinderbetreuung vorweisen können. Wir möchten den Eltern immerhin eine gute und zuverlässige Betreuung gewährleisten“, betont Bosseler, der sich ebenfalls sehr erfreut darüber zeigt, dass man die Kita für diese zwei Wochen zur Verfügung gestellt bekommen hat. „Die Einrichtung hat ein tolles Außengelände, und von hier aus kann man viele Ausflüge unternehmen.“ Das Freizeitangebot für die Kinder ist ein gemeinsames Projekt der zwei Arbeitsbereiche „Kinder und Jugendarbeit“ und „Frühe Hilfen“ des Jugendamts. „Finanziert wird es von uns und von unseren Sponsoren“, sagt Bosseler. Und es scheint gut anzukommen. Die erste Woche war mit 20 Betreuungskindern bereits ausgebucht, und für die nun laufende zweite Woche haben sich ebenfalls 15 Kinder gemeldet. „Das Angebot ist ein Testballon. Wir möchten schauen, wie hoch der Bedarf ist und wie es angenommen wird. Und wie es momentan aussieht, werden wir das Angebot nächstes Jahr fortführen und wahrscheinlich noch ausbauen“, sagt Bosseler. Kein Wunder bei der Vielfalt an Aktionen.

 

„Wir bieten den Kindern eine Vielzahl von Angeboten an. Damit wir diese aber auch einfacher koordiniert bekommen, teilen wir die Kinder in drei Gruppen auf. Eine nutzt dann unser Sportangebot, eine unser Kunstangebot und die dritte unser Selbsterfahrungsangebot“, erklärt Mallmann, die den Eltern vorab einen Wochenplan ausgeteilt hat, damit sie ebenfalls Bescheid wissen, was ihre Kinder in den ein bis zwei Wochen so machen. „Wir unternehmen neben dem Programm in der Kita auch zwei Ausflüge pro Woche. Letzte Woche waren wir unter anderem auf dem Abenteuerspielplatz in Walheim, und diese Woche besuchen wir das Ludwigforum“, sagt Mallmann, die mit den Kindern auch in einem Supermarkt war und sie über die Herkunft und den Anbau von Obst und Gemüse aufgeklärt hat. Für die Kinder eine schöne Abwechslung zu den vielen Aktionen innerhalb der Kita.

 

„In der Selbsterfahrungsgruppe wollen wir den Kindern spielerisch beibringen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken, lernen Stopp zu sagen und ihre Gefühle zu kommunizieren“, erklärt Mallmann. Daher werden sogenannte Nähe- und Distanzspiele gespielt, bei denen die Kinder sich gegenseitig mit Handzeichen zeigen, wo ihre Grenzen sind. Unter anderem malen sich die Kinder auch gegenseitig. Dabei sollen sie deutlich machen, wann es ihnen vielleicht unangenehm wird, wenn sie gezeichnet werden. In der Sportgruppe können sich die Kinder hingegen richtig austoben. „Ganz viel Spaß macht es, wenn wir Fußball, Zombie-Ball und Feuer-Wasser-Erde-Luft spielen“, sagt der sechsjährige Ben, der das Angebot in vollen Zügen genießt. Neben Sport und Spaß wird in der Kunstgruppe auch die Kreativität der Kinder gefördert. „Wir gestalten mit den Kinder Batik T-Shirts, Gläser für Teelichter oder kreieren farbenfrohe Bilder“, sagt Mallmann. „Bei den Bildern ist das so, dass wir ein Blatt Papier in einen Schuhkarton gelegt haben, dazu haben wir verschiedene Farben und Murmeln getan und den Karton gerüttelt, bis sich alles miteinander vermischt hat. Das hat sehr viel Spaß gemacht und es sind schöne Bilder geworden“, erklären Lilith und Eleni, die die kompletten zwei Wochen bei „Komm ´wir probieren es aus!“ teilnehmen. Eine große Farbleinwand, die die Kinder mit den Betreuern gestalten sowie weitere Bastelkreationen werden auch im Familienbüro in der Rathausstraße ausgestellt. Außerdem steht das Ferienangebot unter dem Motto „Unsere Ferienfreizeit aus unserer Linse“: „Wir haben den Kindern Fotokameras mit der Aufgabe gegeben, sich in den zwei Wochen zu fotografieren und ihren Aufenthalt so zu dokumentieren“, sagt Mallmann. Diese Fotos werden ebenfalls im Familienbüro präsentiert.

 

Das Angebot macht nicht nur den Kindern viel Spaß, sondern scheint laut Mallmann, nach ersten Reaktionen und Gesprächen, auch bei den Eltern gut anzukommen. „Wir haben bisher viel positives Feedback bekommen, und die Eltern würden sich freuen, wenn es das Angebot nächstes Jahr wieder geben würde“, sagt Mallmann und ergänzt: „Die Kinder sollen sich bei uns frei entfalten und ihre Bedürfnisse ausleben.“

 

Quelle: Super Mittwoch

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