Jecker Tausch: „Gardisten statt Genossen“

Patrick Haas wird neuer Stolberger Karnevalsprinz – Politische Ämter ruhen während der Regentschaft.

Foto: Dirk Müller
Foto: Dirk Müller

ür viele sicher ein guter Tausch: Er wird in der kommenden Session die Fraktionssitzungen mit zahlreichen Karnevalssitzungen tauschen, und für ihn heißt es ab Januar 2018 „Gardisten statt Genossen“ und „Elferrat statt Stadtrat“, denn Patrick Haas wird der neue Stolberger Karnevalsprinz. Mit Michael Bartz, Prinz in 2010, Präsident der Ersten Großen KG und Vizepräsident des Stolberger Karnevalskomitees, hat Haas schon im Sandkasten gespielt – in Büsbach.

 

Somit führt die designierte Tollität die Export-Reihe aus dem Barenland fort und wird nach Edilio I. (Gonzalez), Kurt II. (Schiffer), Holli I. (Holger Schulz), Axel I. (Wirthmüller) und Burggraf Jucky I. (Jürgen Meyers) der fünfte närrische Würdenträger der Kupferstadt in Folge, der aus Büsbach stammt. Patrick Haas ist Lehrer für Chemie und Biologie und unterrichtet am Gymnasium in Baesweiler. Bei der DJK Roland Stolberg begann er seine erfolgreiche Karriere als Judoka, heute ist der 35-Jährige Trainer und Teammitglied der Judo-Mannschaft des TSV Hertha Walheim, die in der 2. Bundesliga kämpft.

 

Den Stolbergern ist Haas aus politischem Kontext bekannt. Seit 2007 ist er Mitglied der SPD, war Vorsitzender des Ortsvereins Nord-Süd, ist seit 2009 Ratsherr. 2014 wurde Haas Stadtverbandsvorsitzender der Stolberger Sozialdemokraten, seit kurzem ist er auch Fraktionsvorsitzender, weshalb er das Amt des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters am 11. Juli abgegeben hat. In diesem Zusammenhang sei die Frage erlaubt, ob Haas‘ Ausübung der närrischen Regentschaft eine „Generalprobe“ für die Übernahme der politischen Macht ist. „Nein, beides ist völlig unabhängig voneinander zu sehen“, bekräftigt Patrick Haas.

 

„In der kommenden Session bin ich ausschließlich Stolberger Prinz. Meine politischen Ämter werden dann ruhen und meine Stellvertreter müssen ran. Am Aschermittwoch ist dann für mich nicht alles vorbei, sondern nur der Karneval, und dann geht es für mich mit der Politik weiter.“ Karneval habe er schon immer gerne kostümiert gefeiert, sagt Haas und erinnert sich an seinen „schlimmsten Fastelovvend“: „Das war 2007, und ich habe an einem Judo-Turnier in Hamburg teilgenommen – ausgerechnet an den Tollen Tagen. Als das Turnier vorbei war, wollte ich Rosenmontag feiern, aber in Hamburg war von Karneval so rein gar nichts zu spüren.“

 

Doch in der Folge sollte er gebührend entschädigt werden. „In meiner Funktion als SPD-Politiker und später als zweiter stellvertretender Bürgermeister habe ich viele Veranstaltungen besucht, und den organisierten Karneval kennen- und lieben gelernt. Das hat mir bald so gut gefallen, dass ich auch privat immer mehr Sitzungen und Feiern erlebt habe.“ Vor zwei Jahren habe ihn dann Reiner Hewing, der 2018 Haas‘ Prinzenadjutant wird, angesprochen, ob er als „Patrick I.“ über das Stolberger Narrenvolk herrschen wolle. „Da wurde mir bewusst, dass für mich die realistische Chance besteht, Stolberger Prinz werden zu dürfen.“

 

Ein Prinz, den die Erste Große einmal mehr bereits im Sommer vorstellt. „Es freut uns sehr, die designierte Tollität wieder so früh zu präsentieren. Die nächste Session wird sehr kurz, und daher ist es schön, dass der kommende Prinz schon jetzt Vorfreude genießen und Kontakte zu den Karnevalsgesellschaften knüpfen kann“, beschreibt Michael Bartz. Und ist der angehende närrische Regent schon nervös? „Noch gar nicht“, sagt Haas: „Was die Abläufe, Verpflichtungen, Planungen und so weiter angeht, deckt die Erste Große mir den Rücken und beide Seiten. Die KG ist sehr strukturiert und hilfsbereit, und ich fühle mich jetzt schon umsorgt.“

 

Unmittelbar vor seinen Auftritten werde sich bestimmt Lampenfieber bemerkbar machen, „aber ich möchte den Jecken ja auch einiges bieten, und da gehört eine positive Nervosität im Vorfeld dazu“. Vom Karnevalskomitee vorgestellt wird der neue Prinz am Freitagabend, 10. November, im Jugendheim Münsterbusch, und die Inthronisierung der Tollität erfolgt am Freitagabend, 5. Januar 2018, in der Stolberger Burg. Dann kann die Session mit Patrick I. Fahrt aufnehmen. Mit Prinzenlied und einem Hofstaat, der „passend zur 900-Jahr-Feier in 2018 einen starken Bezug zu unserer Heimatstadt Stolberg haben wird“, verspricht Haas.

 

Quelle: Super Mittwoch

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