Zwei große Events für Musikliebhaber

Stolberger Verein Rise greift wieder in das Konzertgeschehen ein. „Acoustic Garden“ am 19. August, „Moshyard“ im September.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Der Stolberger Verein Rise meldet sich nach einjähriger Pause zurück. Und das enorm eindrucksvoll, denn die Gruppierung, die sich für ein musikalisches Stolberg engagiert, bietet insbesondere jungem Publikum gleich mehrere Events in den kommenden Wochen. Den Beginn macht am Samstag, 19. August, ab 18 Uhr eine Stolberg-Premiere. „In Kooperation mit der Kleinen Offenen Tür St. Josef präsentieren wir den ersten ,Acoustic Garden“ an der Höhenstraße auf dem Donnerberg“, beschreibt André Schroeder, Vorsitzender von Rise.

 

Open-Air soll Livemusik von fünf Bands auf zwei Bühnen erklingen. „Sollte das Wetter nicht mitspielen, ziehen wir in die Räume der KOT um, so dass die Konzerte auf jeden Fall stattfinden werden“, betont Schroeder. In parkähnlicher Gartenparty-Atmosphäre spielen die Ensembles „Lights out“, „The Flimms“, „Relya“ und „Naima and Jack Devanes“ akustische Musik. Ebenfalls live zu hören ist das Duo „Fading Frames“, bestehend aus Malena Gärtner und André Schroeder, der inzwischen nicht nur hinter den Kulissen aktiv ist, sondern auch auf der Bühne zu Cajon und Gitarre greift.

 

Nachdem das Innere der KOT sich schon mehrfach als Veranstaltungsort bewährt habe, sei die Idee des entspannten „Acoustic Gardens“ im Außenbereich gereift, sagt der Rise-Vorsitzende: „Und die Zusammenarbeit mit dem Team der KOT macht auch immer Spaß.“

 

Was die Getränke- und Eintrittspreise angeht, bleibt der Verein seinem Ideal treu, die Kosten für junge Leute gering zu halten. „Dank unserer Sponsoren gibt es die Tickets für nur zwei Euro.“ Ähnlich sieht es bei der dritten Auflage von „Moshyard“ aus: Für das Konzert mit vier Bands werden im Vorverkauf nur drei Euro fällig.

 

Im Unterschied zum eher romantischen und tiefenentspannten „Acoustic Garden“ ist der „Moshyard“, der am Samstag, 2. September, um 19.30 Uhr im Ökumenischen Gemeindezentrum an der Frankentalstraße beginnt, ein echter „Metal Bash“, der sich an die Freunde hartgesottener Musik richtet. Für die verschiedenen „Heavy-Metal“ und „Hardcore“-Varianten sind die Bands „Never Back Down“, „Moribund“, „Incomplete“ und „My Memoir“ bei dem Konzert zuständig, das Rise in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde ausrichtet. Doch Rise versteht sich nicht nur als Verein, der ehrenamtlich Konzerte veranstaltet, sondern auch als Eventmanagement und unentgeltliche Künstlervermittlung. „Als wir 2011 zusammengefunden haben, wollten wir einerseits jungen Leuten eine größere und vielfältigere Konzertszene in Stolberg bieten, andererseits aber auch aufstrebenden Bands Plattformen bereiten, damit sie live spielen können“, erklärt Schroeder. Es folgten Rise-Festivals und Rise-Bandcontests in der Kupferstadt. Seit 2013 ist Rise ein gemeinnütziger Verein zur Kulturförderung in Stolberg. Ein Jahr später wurde es beim ersten „Moshyard“ laut, den Bandcontest, der bei den Musikfreunden gut ankam, organisierte Rise aber nicht mehr.

 

„Der Wettbewerb war für uns sehr aufwendig, was an der online-Abstimmung und auch an den teuren Preisen für die Sieger lag. Vor allem aber haben wir in der Praxis gemerkt, dass durch den Contest ein Konkurrenzgedanke bei den Teilnehmern entstand, den wir eigentlich gar nicht befürworten. Ganz im Gegenteil: Wir möchten ja das Miteinander der Musiker in der Region fördern“, führt Schroeder aus. Stattdessen mischte Rise fortan auch bei anderen Events mit, vermittelte junge Interpreten, um zum Beispiel das „Juks-Open-Air“ des Stolberger Jugendparlaments, das Nudelbuffet auf dem Kaiserplatz oder bei der Stadtparty 2015 die Bühne bei Kaesmacher mit Livemusik zu bereichern.

 

2016 legte Rise eine Pause ein. „Bedingt durch die beruflichen Werdegänge der Vereinsmitglieder“, erklärt der 22-Jährige, der selbst in Leverkusen das duale Studium „International Business“ absolviert. Nun aber meldet der Verein sich nicht nur mit dem ersten „Acoustic Garden“ und dem dritten „Moshyard“ in Stolberg zurück. „Wir steuern wieder einen Programmpunkt zum Nudelbuffet für den guten Zweck am Sonntag, 27. August, auf dem Kaiserplatz bei. Am ersten Septemberwochenende gibt’s dann nicht nur den ,Moshyard‘, sondern Rise ist auch wieder bei der Stadtparty vertreten“, führt Schroeder auf.

 

Von Rise vermittelt, sollen am Steinweg die Bands „Kurzurlaub“ deutschen Poprock und „Josie“ und „Fading Frames“ akustische Singer- und Songwriter-Musik auf der Kaesmacher-Aktionsbühne bei der Stolberger Stadtparty intonieren. Und auch für die Zukunft hat der Verein Pläne. „In erster Linie, nicht wieder ein Jahr zu pausieren“, sagt Schroeder augenzwinkernd. Rise wolle weiterhin eigene Konzerte – ohne Profit und kostengünstig fürs Publikum – veranstalten und die ehrenamtliche Künstlervermittlung ausbauen. „Gerne möchten wir auch neue Vereinsmitglieder finden.“ Der Musikgeschmack spiele dabei keine Rolle. „Hauptsache ist, man hat Spaß dabei. Lediglich eine gewisse Grundbegeisterung für Musik sollte vorhanden sein“.Mehr Infos und Kontakt: www.risestolberg.de

 

Konzert „Acoustic Garden“ unter freiem Himmel

 

  • Der erste „Acoustic Garden“ von Rise findet am Samstag, 19. August, unter freiem Himmel mit den Ensembles „Fading Frames“, „Naima and Jack Devaney“, „Relya“, „The Flimms“ und „Lights out“ statt. Die Konzerte in der Kleinen Offenen Tür St. Josef, Höhenstraße 51, beginnen um 18 Uhr (Einlass 17.30 Uhr), der Eintrittspreis beträgt 2 Euro. Bei schlechtem Wetter findet das Event in den Räumen der KOT statt.
  • Zum „Moshyard“ in der dritten Auflage lädt Rise am Samstag, 2. September, ein. Der „Metal Bash“ mit den Bands „Moribund“, „Never Back Down“, „My Memoir“ und „Incomplete“ beginnt im Ökumenischen Gemeindezentrum an der Frankentalstraße um 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr). Tickets gibt es an der Abendkasse für 5 Euro oder für 3 Euro im Vorverkauf in der Bücherstube am Rathaus.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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