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Bei einer Ferienaktion bauen die jungen Teilnehmer in Münsterbusch ein kleines Dorf.

Foto: B. Zilkens
Foto: B. Zilkens

Wer in den vergangenen Tagen zu einem idyllischen Spaziergang durch das Münsterbachtal aufbrechen wollte und dabei am Pfadfindergarten in der Buschmühle vorbeikam, konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, gleich eine Großbaustelle vorzufinden. Und so ganz abwegig war dieser Anfangsverdacht auch nicht, denn auf dem Gelände wurde ordentlich gesägt, gehämmert und geschraubt. 32 Jungs und Mädchen im Alter von acht bis zwölf Jahren sowie ein halbes Dutzend Betreuer hatten den Platz für die städtische Ferienaktion „Baue deine eigene Hütte“ eine Woche lang in Beschlag genommen und dabei ihrer Kreativität freien Lauf gelassen.

 

Neben „normalen“ Hütten gab es auf der Holz-, Sesam- und Milchstraße noch einen kleinen Laden und sogar ein Boot zu bestaunen. „Die Kinder konnten völlig frei bauen“, sagte Hermann Moonen vom Team der mobilen Jugendarbeit. „Hauptsache das Ergebnis ist stabil und kippt nicht um, aber da haben auch die Helfer ein Auge drauf.“ Und das mussten diese auch haben, denn bei sieben Akku-Schraubern, zwölf Sägen, dreißig Hämmern und hunderten von Schrauben und Nägeln im Einsatz war die Verletzungsgefahr nicht ganz unerheblich. „Bis auf kleinere Blessuren ist in der Woche aber nichts passiert“, sagt Jugendpfleger Michael Bosseler. Ohnehin werde den Kindern bei diesem Ferienangebot einiges zugetraut. „Sie müssen auch einmal etwas tun können, ohne dass Erwachsene sofort korrigieren und kritisieren. Ihnen wird hier Vertrauen entgegen gebracht und weil sie die Möglichkeit haben, etwas auszuprobieren, lernen sie unheimlich viel in Sachen Improvisation und Teamwork.“

 

Die diesjährigen Ferienspiele der Kupferstadt Stolberg laufen in diesen Wochen auf Hochtouren. Aus dutzenden Angeboten können Kinder und Jugendliche, die nicht in Urlaub fahren oder schon zurück sind, wählen. „Aber „Baue deine eigene Hütte“ war insofern besonders spannend, weil es hier am Ende der Woche ein fertiges Produkt gab“, erklärt Michael Bosseler. „Die Kinder sehen, dass sie selbst etwas geschaffen haben und können stolz darauf sein.“ Obwohl es um die handwerkliche Erfahrung des Nachwuchses heutzutage von Hause aus nicht mehr ganz so gut bestellt ist. Eine Hütte oder einen Unterstand zu bauen war vielleicht für Kinder, die vor der Jahrtausendwende groß geworden sind, ganz normal. Im Zuge der digitalen Freizeitbeschäftigung hat sich aber das geändert. „Ich hatte am Anfang der Woche gefragt, wer denn schon einmal eine Hütte gebaut hat“, erzählt Hermann Moonen. „Da gingen zwar ein paar Finger hoch, aber als ich dann ergänzte: „Ich meine nicht bei Minecraft!“, gingen doch einige Finger wieder runter und es blieben nur die übrig, die im letzten Jahr schon dabei waren.“

 

Die fertigen Hütten am Ende der Woche waren jedoch ein eindeutiges Zeichen dafür, dass einige Kinder nicht nur ein Talent für die Bedienung der Spielekonsole besitzen, sondern auch handwerklich nicht ganz ungeschickt sind. „Und wenn zu Hause demnächst mal ein Nagel in die Wand gekloppt werden muss, könnte ich mir vorstellen, dass der eine oder andere sagt: Lass mich das mal machen“, meint Michael Bosseler.

 

Quelle: Super Mittwoch

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