Die Zukunft des Dorfes scheint gesichert

Vicht nimmt zum dritten Mal am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Die Jury darf sich auf einige Überraschungen freuen.

Fotos: Fred Kohn/Sonja Essers
Fotos: Fred Kohn/Sonja Essers

Aller guten Dinge sind drei: Das besagt ein altes Sprichwort. Und wenn dieses zutrifft, müssten die Vichter in diesem Jahr beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sich eigentlich über einen vorderen Platz freuen dürfen. Warum? Zum dritten Mal treten die Vereine des Ortes an. Im ersten Jahr ihrer Teilnahme belegten sie den 7. Platz und arbeiteten sich beim nächsten Mal auf den 3. Platz hoch. Das war vor drei Jahren. Im September ist erneut eine Kommission der Städteregion in dem rund 1800 Einwohner großen Örtchen unterwegs und bewertet, was sich dort seit dem letzten Besuch getan hat (siehe Infobox). Und das ist jede Menge.

 

Für die Vichter steht jedoch nicht nur ein gutes Ergebnis im Vordergrund. „Wir sehen dem Wettbewerb gespannt entgegen, aber wir können nur daraus lernen. Jeder, der teilnimmt, hat eigentlich schon gewonnen“, sagt Günter Scheepers. Der erste Vorsitzende des Vereins IG Schönes Vicht (IGSV) und seine Mitstreiter sind stolz auf das rege Dorfleben, das durch die gute Zusammenarbeit der einzelnen Vereine gewachsen ist und immer weiter wächst.

 

Eines der zahlreichen Vorzeigeprojekte ist der Dorfladen. Bereits vor drei Jahren stellten die Vichter ihn beim Wettbewerb vor. Damals befand sich das Ladenlokal noch im Rohbau. Die einst leeren Räume sind nun mit Leben gefüllt und zu einem Treffpunkt für Jung und Alt geworden. Nicht nur ein offener Bücherschrank und Autorenlesungen locken immer wieder etliche Besucher hinein. Kooperationen mit dem ansässigen Kindergarten gehören genauso dazu wie der beliebte Kuchen, den es dort gibt. „Der Dorfladen hat sich so entwickelt, wie wir es uns erhofft haben“, sagt IG-Mitglied Jochen Emonds. Betrieben wird er fast ausschließlich von Ehrenamtlern.

 

Doch nicht nur auf dieses Projekt sind die Vichter stolz. Auch auf dem Lehmjöres-Wanderweg hat sich so einiges getan. Schwierige Stellen wurden entschärft, Bänke aufgestellt und Unterstützer sorgen dafür, dass der Weg gepflegt wird. „Auch von außerhalb bekommen wir große Zustimmung“, sagt Günter Scheepers. Die gibt es auch für die Blumengedenkstätte an der Johannes-Kapelle, die mittlerweile umgesetzt werden konnte. Der Spielplatz wurde ebenfalls aufgewertet. „Es sind viele Menschen unterwegs, die unser Dorf pflegen, aufräumen und für alle attraktiv halten. Die Leute fühlen sich animiert, dem Dorf hilfreich zur Seite zu stehen, und das ist eine positive Entwicklung“, sagt Scheepers.

 

Natürlich wollen die Vichter nicht alles verraten, was sie der Kommission vorstellen wollen. „Wir haben noch einige Überraschungen. Das Dorf entwickelt sich stetig weiter, und es besteht ein großer Unterschied zu der Situation, die vor drei Jahren herrschte“, sagt Emonds.

 

Und was wünschen sich die Ehrenamtler für den Besuch der Jury? „Vor allem gutes Wetter“, sagt Günter Scheepers und lacht. Bevor es so weit ist, gibt es viel zu tun. In den kommenden Wochen stehen noch Besprechungen auf dem Programm. Und was geschieht nach dem Wettbewerb? Auch dafür haben die Vichter Pläne. Ein Ausbau der Beleuchtung und die Instandsetzung des Friedenskreuzes auf dem Lehmjöres-Wanderweg sind nur zwei Projekte, die sie angehen wollen. Die Zukunft des Dorfes scheint gesichert – auch über den Wettbewerb hinaus.

 

Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“: Teilnehmer und Kriterien

 

  • Insgesamt 23 Dorf- und Ortsgemeinschaften aus der gesamten Städteregion nehmen in diesem Jahr an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil.
  • Der Wettbewerb ist die bundesweit größte Bürgerinitiative und teilt sich in einen Nord- und einen Südteil, so dass am Ende zwei Sieger feststehen, die dann auch am Landeswettbewerb im Jahr 2018 teilnehmen können.
  • In diesem Jahr sind alleine acht Dörfer aus Simmerath dabei, inklusive dem auf europäischer Ebene bereits ausgezeichneten Örtchen Eicherscheid.
  • Es sind in diesem Jahr aber auch neue Teilnehmer dabei. Dazu gehören beispielsweise Beggendorf, Begau und auch Werth.
  • In den ersten beiden Wochen im September wird eine Jury die Quartiere und Ortsteile bereisen und nach verschiedenen Kriterien bewerten.
  • Dazu gehören die Entwicklungskonzepte und deren Umsetzung, die wirtschaftliche Entwicklung (inklusive Landwirtschaft), soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und -entwicklung sowie die Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft.
  • Im Nordteil der Städteregion gehen Pannesheide, Hofstadt, Worm-Wildnis, Mariadorf, Begau, Donnerberg, Röhe, Linden-Neusen und Beggendorf ins Rennen.
  • Im Süden sind es Eicherscheid, Einruhr, Erkensruhr, Kesternich, Dedenborn, Hammer, Rurberg, Huppenbroich, Vicht, Kalterherberg, Mützenich, Konzen, Rott und Werth.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
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