Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet

Mit einem außergewöhnlichen Stadtplan können sich Familien kinderleicht einen Überblick verschaffen

Foto: B. Zilkens
Foto: B. Zilkens

Wo ist eigentlich der nächste Fußballplatz? Welche Kinderärzte gibt es in meiner Nähe? Und gibt es in der Umgebung noch andere Spielplätze für den Nachwuchs? Antworten auf diese Fragen mussten sich Familien mit Kindern bislang oft mühsam zusammensuchen. Das hat ab sofort ein Ende. Denn mit dem neuen Familienstadtplan, den die Stadt Stolberg vorgestellt hat, haben es sowohl Eltern als auch Kinder künftig deutlich leichter, sich einen Überblick über alle Angebote innerhalb der Stadtgrenzen zu verschaffen. Insbesondere dann, wenn sie frisch in die Kupferstadt gezogen sind. Und es macht sogar Spaß, diesen außergewöhnlichen Stadtplan genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

„Ich habe bei meinen eigenen Kindern festgestellt, dass sie sich mit Begeisterung auf die Karte stürzen und nach Zeichnungen und Symbolen suchen“, erzählt Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger. „Insofern können auch Kinder auf diese Weise die Stadt neu erfahren und erleben.“ Aufgebaut ist der Stadtplan wie ein Wimmelbild, das vor unterschiedlichen und liebevoll gestalteten Zeichen nur so strotzt. Deutlich zu erkennen sind die Waldgebiete und die verschiedenen Stadtteile - allerdings nicht maßstabsgetreu. „Der Innenstadtbereich ist etwas größer ausgefallen, weil sich die Symbole an dieser Stelle sonst sehr geknubbelt hätten“, erklärt Bürgermeister Tim Grüttemeier, der von sich selbst behauptet, auch beim fünften und sechsten Hinsehen noch neue Dinge entdeckt zu haben. Eingezeichnet sind neben den mehr als 50 Spielplätzen, den Bolzplätzen, den Jugendtreffs und Jugendhütten sowie dem Schwimmbad, der Stadtbücherei und den Wanderwegen auch Einrichtungen, die im alltäglichen Leben einer Familie eine Rolle spielen: unter anderem die Praxen der Kinderärzte, Bankfilialen und Paket- und Postannahmestellen. Sogar die Bücherschränke in Werth und Venwegen haben es auf den Plan geschafft. „Das sind übrigens keine Symbolbilder, sondern die sehen tatsächlich genau so aus, wie auf der Karte eingezeichnet“, hebt Grüttemeier hervor.

 

Die Idee zu dem Familienstadtplan wurde allerdings nicht in der Stolberger Verwaltung geboren, sondern in der Kindertagesstätte Franziskusstraße. Und dort ist sie eher aus der Not heraus entstanden. „Wenn Eltern mit Fragen an uns herangetreten sind, wo etwas bestimmtes zu finden ist, mussten auch wir häufig nachschauen und recherchieren, um helfen zu können. Daher haben wir etwas gesucht, das es den Eltern etwas leichter macht“, erinnert sich Martina Falter. Die Symbole wurden extra so gewählt, dass unabhängig von Sprachbarrieren deutlich erkennbar ist, um was für eine Einrichtung es sich handelt. Gerade für Kitas mit einem hohen Ausländeranteil sei dies ein Zugewinn. „Man muss gar nicht lesen können, insofern ist der Plan auch für Kinder gut geeignet“, ergänzt Rebecca Lontzen.

 

Ihren Ansatz hatten die beiden Kindergärtnerinnen im vergangenen Jahr bei dem Wettbewerb „12 Monate - 12 Ideen“ präsentiert. Bei der Jury kam das Konzept so gut an, dass es im Mai 2016 prämiert wurde. Dass aus ihrer Idee nun tatsächlich so etwas Tolles entstanden sei, damit hätten sie nicht gerechnet, sagen die beiden. Es passt aber ins Bild: Erst vor kurzem wurden der generationengerechte Spielplatz in Büsbach und das Eltern-Kind-Café im neuen Familienbüro an der Rathausstraße eingeweiht - beides ebenfalls innovative Konzepte, die im Rahmen des Wettbewerbs im vergangenen Jahr ausgezeichnet wurden. „Das zeigt, dass die Ideen nicht in einer Schublade verstauben, sondern dass wir sie auch nach und nach umsetzen wollen“, sagte Grüttemeier. Mit dem Familienstadtplan als weiteren Baustein für eine familienfreundlichere Stadt nehme Stolberg sogar eine Vorreiterrolle ein. „Wir sind die einzige Kommune in der Städteregion Aachen, die solch einen Stadtplan entwickelt hat“, ergänzt der Bürgermeister, nicht ganz ohne Stolz.

 

Die etwas andere Übersichtskarte wird nun an diversen Stellen in der Kupferstadt ausgelegt: Natürlich im Familienbüro und in den Schulen und Kindergärten, aber auch im Rathaus und in der Tourist-Info. Fürs Erste ist eine Auflage von 1.000 Stück gedruckt worden. „Je nach Bedarf werden wir aber nachproduzieren, so dass jede Familie einen eigenen Plan in den Händen halten kann“, verspricht Robert Voigtsberger.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen

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Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
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