Steigende Schülerzahlen sind keine Überraschung

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung wird es viel mehr Schüler geben als gedacht. Kein Problem dank Schulentwicklungsplan.

Bis 2025 wird es laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung knapp eine Million mehr Schüler geben als bisher prognostiziert. Raum- und Lehrermangel sowie Investitionen in Milliardenhöhe seien vorprogrammiert, malen Experten ein eher schwarzes Bild von der Zukunft der deutschen Schullandschaft an die Wand. Und welche Auswirkungen haben diese Prognosen auf Stolberg?

 

Im Rathaus blickt man derartigen Meldungen gelassen entgegen. „Für die Zukunft sind wir gut aufgestellt“, sagt Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger. Der Grund: In der Schulentwicklungsplanung der Stadt sind steigende Schülerzahlen bereits verankert.

 

Die Prognosen reichen bis in das Jahr 2026 hinein und prophezeien ab dem Schuljahr 2021/2022 einen Anstieg der Schülerzahlen. „Es ist keine neue Information, dass es offensichtlich wieder mehr Kinder in Deutschland geben wird. Das ist ein positives Signal und wir als Stadt freuen uns auch über diese Trendumkehr“, sagt Robert Voigtsberger.

 

Im vergangenen Jahr gab die Stolberger Verwaltung den Schulentwicklungsplan in Auftrag. Im Jahr 2018 soll eine Neuberechnung der Bevölkerungszahlen durch IT NRW stattfinden, diese Aktualisierung soll dann auch im Plan der Kupferstadt angepasst werden.

 

Noch ist von einer Steigerung der Schülerzahlen in Stolberg allerdings nichts zu erkennen. Im Gegenteil! Das macht auch ein Blick auf die Zahlen aus den vergangenen Jahren deutlich. Gingen im Jahr 2006 insgesamt 6429 Kinder und Jugendliche in Stolberg zur Schule, so waren es 2016 insgesamt 5201 Schüler. In diesem Jahr gab es zum ersten Mal einen Anstieg um sieben Schüler auf insgesamt 5208.

 

Ein weiteres Problem, das die Bertelsmann-Studie prophezeit, ist der Mangel an Klassenräumen. Zwar seien diese an den einzelnen Schulen vollständig belegt, einen Raummangel erwarten Voigtsberger und Petra Jansen, Leiterin des Amtes für Schule, Kultur, Sport und Tourismus, dennoch nicht.

 

Die beiden Gesamtschulen würden derzeit so ausgebaut, dass sie in Zukunft auch fünfzügige Jahrgänge aufnehmen könnten (wir berichteten), die Gymnasien seien ebenfalls für eine größere Anzahl an Schülern ausgelegt, sagt Jansen. „Unsere Gymnasien waren ja ursprünglich für G9 konzipiert. Deshalb sind dort auch noch Raumkapazitäten vorhanden. Auch wenn es momentan keine freien Räume gibt, könnte man über Alternativen nachdenken und die Räume in Zukunft beispielsweise multimedial nutzen“, nennt Jansen eine mögliche Lösung.

 

Sie und Voigtsberger blicken positiv in die Zukunft und lassen sich von der Studie nicht beeindrucken: „Für uns als Stadt ist es ein Mehrwert, wenn mehr Kinder geboren werden“, sagt Voigtsberger. Die Studie hält er dennoch für einen wichtigen Beitrag. „Schließlich wird das Thema durch sie in vielen Städten erst auf die Agenda gesetzt“, sagt er.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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