Feuerwehr erlebt reibungslosen Verkehr bei Einsätzen

Rettungsgassen sind oft ein Problem. In Stolberg ist das nicht so. Dafür allerdings im benachbarten Eschweiler. Ausweichmöglichkeiten.

Fehlende Rettungsgassen sind auf deutschen Autobahnen oft ein Problem, besonders für die Einsatzkräfte, die als Erste den Unfallort erreichen müssen. Die Stolberger Feuerwehr kennt diese Schwierigkeiten kaum – aus einem Grund: Sie bedient keinen Streckenabschnitt auf einer Autobahn.

 

„Wir fahren nur zu Einsätzen im Stadtgebiet und auf Landstraßen. Da gibt es die Probleme mit fehlenden Rettungsgassen so nicht“, sagt Andreas Dovern, Leiter der Feuerwehr Stolberg. Die Straßen im Stadtverkehr bieten an jeder Abzweigung Ausweichmöglichkeiten, die Autobahnen aufgrund ihrer baulichen Schlauchform nicht haben.“ Außerdem weise der inner- und außerstädtische Verkehr ein deutlich geringeres Verkehrsaufkommen auf als eine Autobahn.

 

Zwar käme es vor, dass auch auf Landstraßen ein Weg kurzzeitig versperrt sei, jedoch sei dies „im Vergleich trivial.“ Dass Unfälle dadurch aber weniger verheerend sind, heißt das nicht. „Auch im städtischen Straßenverkehr oder auf einer Landstraße kommt es zu schweren Unglücken, bei denen Menschen tödlich verletzt werden“, so Feuerwehr-Pressesprecher Michael Konrads.

 

Und wie sieht es im benachbarten Eschweiler aus? Dort ist die Situation durch den Autobahnanschluss etwas anders. Das weiß auch der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Paul Velten-Christopher. „Viele Autofahrer denken, dass sie erst eine Rettungsgasse bilden müssen, wenn sie ein Martinshorn hören oder Blaulicht sehen. Das ist aber falsch. So gehen im Ernstfall wichtige Sekunden verloren.“

 

Tatsächlich ist sofort bei Eintreten eines Staus eine Rettungsgasse zu bilden, damit Einsatzkräfte im Ernstfall ungehindert zum Unfallort kommen.

 

Ein weiteres Problem sei, dass Fahrzeughalter oft auch zu nah an den Vordermann auffahren. „Wer Stoßstange an Stoßstange steht, hat natürlich keinen Platz mehr zum rangieren“, sagt Velten-Christopher. Je größer die Fahrzeuge sind, desto problematischer wird das. Besonders Lkw seien eine Plage, weil sie aufgrund ihrer Größe auch mal zwei Spuren blockieren. Außerdem gäbe es Fälle, in denen Autofahrer erst richtig stehen, dann aber in Panik verfallen, sobald sie das Martinshorn hören. „Dann reagieren die Autofahrer planlos und ziehen in letzter Sekunde in die Mitte. Auf sowas müssen wir auch vorbereitet sein.“

 

Ein wenig einfacher ist es allerdings es für die Notärzte. Sie kommen erst zum Unfallort, wenn die Rettungssanitäter schon einen Weg freigeräumt haben. „Danach bleibt die Rettungsgasse meistens bestehen“, sagt Judith Haake, Notärztin am Krankenhaus Eschweiler. Problematisch werde es nur dann, wenn sich die Rettungsgasse auflöst, weil die Menschen schaulustig sind.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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