„Will den Orient in die rheinische Heimat bringen“

Agim Mehmeti aus Stolberg betreibt neben seinem Beruf als Busfahrer den „Orientalischen Genusstraum“. Ein Mobil mit Spezialitäten aus Fernost.

Foto: M. Polat
Foto: M. Polat

Baklava, Falafel und vieles mehr: Der Stolberger Agim Mehmeti stammt ursprünglich aus dem Kosovo und bietet seit sieben Jahren auf seinen Reisen mit dem Mobil, das den Namen „Orientalischer Genusstraum“ trägt, nicht nur orientalische Spezialitäten, sondern auch die besondere Atmosphäre von 1001 Nacht an. Auch beim 15. Stolberger Burgritterlager im Mai war der Busfahrer der Aseag mit seinem orientalischen Mobil zu finden. Jetzt verriet er im Gespräch mit unserer Mitarbeiterin, Merve Polat, seinen großen Lebenstraum. Woher kam die Idee zu dem

 

Orientalischen Genusstraum?

 

Mehmeti: Das fing alles an, als ein Arbeitskollege, der Mittelaltermärkte veranstaltet, mich fragte, ob ich einmal als Schmied mitkommen will. Das hab ich dann auch ein-, oder zweimal gemacht. Und auf diesem Mittelaltermarkt ist mir die Idee gekommen, dass man den Besuchern auch eine Orientecke anbieten könnte. Angefangen hab ich dann bei der Stolberger Museumsnacht, indem ich den Leuten Tee und Süßspeisen serviert habe. Als die Menschen anfingen, auch nach herzhaftem Essen zu fragen, habe ich mein Angebot mit und mit vergrößert. Heute bin ich überall unterwegs – nicht nur in der Stolberger Region, sondern in ganz Deutschland, auch in Frankreich, Holland und Luxemburg.

 

Wie konnten sie ihr besonderes Orient-Café auf vier Rädern auf die Beine stellen?

 

Mehmeti: Also erst einmal muss ich sagen, dass ich ganz klein angefangen habe, und zwar in einem Zelt, wie das eben auf Mittelaltermärkten so üblich ist. Nach der Museumsnacht hab ich allerdings gemerkt, dass das wirklich bei den Leuten ankommt. Denn sie haben sich nicht mit Süßspeisen zufrieden gegeben, sondern auch nach Falafeln und Ähnlichem gefragt. Ich möchte mit dem Orientalischen Genusstraum einen Hauch Orient vermitteln. Die Menschen sollen wieder an den Zauber von 1001 Nacht glauben und nicht nur an den ganzen Terror in diesen Regionen denken.

 

Ist das auch der Grund, warum sie den Orientalischen Genusstraum betreiben?

 

Mehmeti: Ja, aber nicht nur. Es macht auch einfach Spaß. Natürlich ist es auch mit viel Stress verbunden, aber das ist angenehmer Stress. Bei den Mittelaltermärkten, wo ich hauptsächlich bin, ist abends das Ambiente einfach traumhaft. Da gibt es Lagerfeuer und manchmal auch orientalische Live-Musik. Ich bin gelernter Industriemechaniker, im Moment arbeite ich als Busfahrer bei der Aseag und betreibe den Orientalischen Genusstraum eher nebenbei.

 

Und das schaffen sie alles ganz alleine?

 

Mehmeti: Nein, der Orientalische Genusstraum ist ein Familienbetrieb. Sowohl meine Frau und Kinder als auch mein Bruder und meine Neffen helfen mir; so auch zuletzt beim Burgritterlager in Stolberg. Wenn ich in der Umgebung unterwegs bin, unterstützen sie mich. Im Ausland bin ich dann meistens alleine unterwegs. Aber wenn wir zusammen arbeiten, ist das etwas Besonderes. Das hält zusammen. Und die Kinder sind draußen an der frischen Luft, anstatt zuhause vor der Play-Station zu sitzen.

 

Was bietet der Orientalische Genusstraum denn an Spezialitäten?

 

Mehmeti: Wir bringen den Menschen Spezialitäten aus dem Orient näher. Darunter sind unter anderem türkische, marokkanische, arabische und indische Speisen. Ich biete zum Beispiel Falafeln, Börek, indischen Reis, Hummus und selbstgemachten Eistee sowie verschiedene Teesorten an. Auf Nachfrage der Besucher auf den Mittelaltermärkten haben wir jetzt auch „Sultanburger“ im Sortiment (lacht). Also rustikale Speisen wie Bratwurst und Flammkuchen zählen wir auch zu unserem Angebot bei unseren Auftritten mit dem Mobil.

 

Letztes Jahr waren sie beim Stolberger Weihnachtstreff zu finden. Wie kam das an?

 

Mehmeti: Der Orientalische Genusstraum kam gut an. Weihnachten und Orient passen ja auch zusammen. Das schließt sich nicht aus. Und ich finde, dass wir alle gar nicht so verschieden sind, wie wir vielleicht manchmal denken. Ich werde auch weiterhin auf Weihnachtsmärkten mit meinem Mobil zu finden sein.

 

Was ist denn das Besondere an Ihrem Orientalischen Genusstraum?

 

Mehmeti: Bei mir ist immer alles komplett frisch. Da gibt es zum Beispiel kein Gemüse aus der Dose. Kichererbsen frisch einzuweichen, dauert zum Beispiel bis zu zwölf Stunden. Auch die Zubereitung kann entsprechend manchmal etwas länger dauern. Aber dafür bekommen meine Gäste dann auch gerade erst frisch zubereitete Speisen. Auch meinen Eistee stelle ich jeweils selber her.

 

Gibt es solche Food-Trucks auch in ihrem Heimatland?

 

Mehmeti: Ich war zwar lange nicht mehr im Kosovo, aber so etwas gibt es dort auf den Straßen eigentlich nicht; da gibt es nur Restaurants. Das ist auch mein größter Traum: irgendwann mal ein eigenes Restaurant zu haben. Da arbeiten wir mit unserem Angebot auch drauf hin.

 

Kann man den Orientalischen Genusstraum auch für Feste in verschiedenen Städten oder private Anlässe buchen?

 

Mehmeti: Ja, ich werde oft von Veranstaltern angerufen. Und selbst melde ich mich auch bei ihnen. Ich besuche Mittelaltermärkte, Weihnachtsmärkte und Messen, aber auch private Feiern wie Geburtstage und Jubilarfeiern. Ich wurde letztens erst von einem Veranstalter aus Troisdorf angerufen, der von den Stolberger Burgrittern von mir gehört hatte. Mundpropaganda ist in diesem Fall die größte und wichtigste Werbung für mich. Und in den zurück liegenden Jahren gab es zum Glück noch keine negativen Rückmeldungen zu beklagen.

 

Wo kann man Sie und Ihr Orient Mobil dieses Jahr nach ihrem Besuch in Stolberg sonst noch antreffen?

 

Mehmeti: Mein nächstes Ziel ist das Epochenfest in Jülich, im Anschluss bin ich überall in Deutschland unterwegs, zum Beispiel in Saarbrücken und Altona. Im Ausland werde ich dieses Jahr mit meinem Mobil nicht mehr unterwegs sein. Ich habe bisher für das laufende Jahr ungefähr 20 feste Termine ausgemacht, alles andere ist noch offen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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