Schwerter gekreuzt im Park

Die Burgritter treffen sich in „Gehlens Kull“, um den Kampf mit den mittelalterlichen Waffen zu übene. Malerische Kulisse für ein außergewöhnliches Spektakel. Etliche Zuschauer dabei.

Foto: N. Junker
Foto: N. Junker

Betrat der Vogelsänger jetzt die Grünanlage „Gehlens Kull“ - oberhalb der Bergstraße gelegen - so konnte er durchaus meinen, er sei im falschen Jahrhundert gelandet. Auf dem Gelände, auf dem einst Kalkstein abgebaut wurde, trafen sich nun die Stolberger Burgritter mit befreundeten Geschichtsliebhabern, um mit Schwert, Speer, Axt und Bogen, Szenen vergangener Tage nachzustellen.

 

Nicht oft dürfte sich den Rittern bei ihren Trainingslagern ein so außergewöhnliches Bild geboten haben: Inmitten eines kleinen Waldes und vor einer meterhohen Steinwand des aus dem 18. Jahrhundert stammenden Steinbruchs hatte man eine imposante Kulisse gefunden. „Hier lassen sich sicher prächtige Aufnahmen erstellen“, mutmaßte Walter Meuten, der Initiator der Aktion. Der Anwohner sorgt sich jetzt bereits seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich um die Einhaltung von Sauberkeit und Ordnung und versucht den Park immer wieder durch verschiedene Veranstaltungen unter den Stolbergern bekannt zu machen.

 

Während des Burgritterlagers folgte so die Einladung für eine Trainingseinheit in dem Naherholungsgebiet. „Wir sind zehn Kämpfer mehrerer befreundeter Gruppen. Einen Ort zu finden, an dem man unter Absegnung des Ordnungsamtes trainieren kann, stellt sich manchmal als gar nicht so einfach heraus. Da freut man sich natürlich über einen so schönen Ort“, berichtet Rolf Herff, der als „Gerhard von Berg“ schon an vielen Aktionen teilgenommen hat.

 

Und die Veranstaltung brachte für beide Parteien den gewünschten Erfolg: Gleich mehrere Zuschauer, darunter auch viele Kinder, zog es ins Grüne, um den Rittern bei ihren Kämpfen zuzuschauen. Nicht nur für den Park konnte so an diesem Tag geworben werden.

 

„Natürlich erhofft man sich immer, vielleicht auch junge Menschen für unsere Leidenschaft begeistern zu können, um auch langfristig keine Sorgen um den Nachwuchs zu haben“ so Herff. „Das ist sicher für alle ein tolles Erlebnis“, schließt sich Daniel Maaßen, der in seiner Freizeit ebenfalls manchmal gerne das Schwert schwingt, dem allgemeinen Tenor an. Dass solche Veranstaltungen heute stattfinden können ist gar nicht selbstverständlich, wurde der Steinbruch nach seiner Schließung zunächst einmal als Mülldeponie missbraucht, bevor erst in den 80er Jahren die Rekultivierung erfolgte.

 

„Mittlerweile ist „Gehlens Kull“ zu einer Begegnungsstätte internationalem Charakters geworden. Tausende Besucher aus 26 Nationen besuchten die Anlage bereits“, erzählt Meuthen. Nicht selten komme es vor, dass Familien verschiedener Nationen hier gemeinschaftlich ihre Zeit verbrächten. „Und das alles, ohne dass die Tierwelt beeinflusst oder gar gestört wird.“

 

Tatsächlich waren auf dem angelegten Weiher auch an diesem Nachmittag die verschiedensten Tiere zu beobachten, die sich von dem ganzen Trubel der Ritter um sie herum ganz und gar nicht beeinflussen ließen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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