Kaiserplatz ein Zeichen der Demokratie

Neugestaltung erhält historische Elemente und schlägt Brücke vom Erbe der Vergangenheit zu einer prosperierenden Zukunft.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Er ist zwar offiziell eröffnet, aber auch an den Folgetagen wurde noch auf dem Kaiserplatz gewerkelt, um den letzten Dingen den rechten Feinschliff zu verleihen. Und es wird auch noch ein paar Tage dauern, bis der Kupferpavillon als Bistro, Café und Boutique regulär seine Pforten öffnet. Aber die Bewährungsprobe bei der offiziellen Platzeinweihung nach der Sitzung des Stadtrates haben Ali Yüce und sein Team schon einmal mit Bravour bestanden.

 

Dabei würdigte Tim Grüttemeier die Umwandlung des Kaiserplatzes als Beispiel gelebter Demokratie. „Wie kaum ein anderer Platz steht unser Kaiserplatz für den besonderen Charakter, für das geschichtliche Erbe und die Entwicklung Stolbergs“, sagte der Bürgermeister. 1891 wurde der Platz vor dem 1838 errichteten Rathaus als Park aus den früheren Gärten der Kupfermeisterfamilien bis hin zum Vichtbach angelegt. Zum Kaiserplatz wurde die Fläche, als 1897 das Standbild des preußischen Königs und deutschen Kaisers Wilhelm I. neun Jahre nach seinem Tod eingeweiht wurde. In der Nachkriegszeit ersetzte ein Brunnen das Denkmal, der Platz wurde Abstellort eines wachsenden Automobilaufkommens und 1985 in einer historisierenden Gestaltung erneuert.

 

Bis heute werde der Kaiserplatz dominiert vom Rathaus und umrahmt von der einst kaiserlichen Post, Gymnasium, Amtsgericht und weiteren Gründerzeitbauten. „Verschwunden ist die Statue des Deutschen Kaisers, die zeigte, wer damals Herr im Hause war“, so Grüttemeier weiter: „Die Zeiten haben sich verändert, ebenso unsere Gesellschaft und die Form, wie wir den zentralen Platz unserer Stadt gestalten und nutzen wollen.“ Bei der Sanierung sollte die einmalige Form bewahrt und durch kleine Eingriffe die klassische preußische Gebäudekomposition neu herausgearbeitet werden. „Gleichzeitig sollte der neue Kaiserplatz die neuen Werte unterstreichen, für die Stolberg als eine moderne Stadt im Wandel steht“, so der Bürgermeister: „Nicht mehr staatliche Macht oder die Vertreter einer regierenden Klasse sollten im Mittelpunkt stehen, sondern die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt“, sagte Grüttemeier.

 

Gemeinsam mit der Bürgerschaft wurde die Neuplanung für den Platz erarbeitet. Die innere Baumreihe wurde entfernt, um mehr Raum für Veranstaltungen zu gewinnen, wobei „keine alte und gesunde Kastanien“ verloren gingen, so der Verwaltungschef.

 

Der neue Kaiserplatz sei heller und wurde für unterschiedliche gastronomische Angebote geöffnet. „Er lädt nun Menschen allen Alters ein“, sagte Grüttemeier und verwies auf die neuen Spielmöglichkeiten, die am Morgen bereits Grundschüler getestet hatten. „Die Spielgeräte, der neue Brunnen, die modernen Lampen und auch der neue Kupferpavillon schlagen erfolgreich eine Brücke vom reichen Erbe unserer Vergangenheit zu einer prosperierenden Zukunft“, so Tim Grüttemeier.

 

Planerin Andrea Winterscheid dankte den beteiligten Ämtern und Unternehmen für die gelungene Umsetzung der Neugestaltung und erinnerte an die Herausforderungen dabei – von der Planungswerkstatt im Oktober 2015 über das Umsetzen der Kastanien im Frühjahr 2016 sowie die unterschiedlichen Bauphasen. „Nichts ist so beständig wie der Wandel“, sagte Winterscheid und ließ beispielhaft den Wandel des Kaiserplatzes durch die Zeiten Revue passieren. Letztlich erweise sich die Neugestaltung als ein Wiederverwendung der in den 80er Jahren eingesetzten Materialien beim Brunnen wie beim Pflaster. Apropos Wandel: Der vordere Teil des Kaiserplatzes wird erst saniert, wenn er nicht mehr als Umleitung bei der Erneuerung der Rathausstraße dienen muss.

 

„Jetzt liegt es an uns Stolbergern, was wir aus diesem Platz machen“, so Winterscheid. „Wir wünschen, dass möglichst viele Leute kommen. Es ist für uns als Planer das schönste Geschenk, wenn der Platz angenommen wird.“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

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