Eine magische Reise in die Fantasiewelt

Schülerinnen und Schüler des Ballett-Ateliers geben Kostprobe ihres Könnens auf Bühne der Stadthalle. Neue Projekte geplant.

Foto: M. Polat
Foto: M. Polat

Schnell muss es gehen, wenn die Schüler des Ballett-Ateliers bei der großen Aufführung innerhalb weniger Sekunden von weiter Hip-Hop-Kleidung in enge Tutus wechseln müssen, um für den nächsten Tanz auf der Bühne der Stadthalle zu stehen. „Solch eine Großveranstaltung ist schon ein Aufwand“, erzählt Tanzlehrerin Marion Delonge schmunzelnd.

 

Zusammen mit sieben weiteren Choreographen und Tanzpädagogen des Ballett-Ateliers erarbeitete die Vorsitzende des Vereins Kids on Stage ein halbes Jahr lang die Inszenierung „Das Hexenei“. Über 300 tanzbegeisterte Schüler studierten in zahlreichen Unterrichtsstunden und Extraproben an Wochenenden die Choreographien ein, bis auch der letzte Schritt saß.

 

Am vergangenen Wochenende nahmen sie dann die Zuschauer mit auf eine magische Reise in eine Fantasiewelt, in der vierjährige kleine Hasen im Märchenwald bis hin zu erwachsenen Kannibalen im Hexenreich schon warteten.

 

Mit Anmut und Eleganz präsentierten die Schüler dabei Spitzentanz und Co., als wäre es ein Leichtes, auf Zehenspitzen zu stehen und dabei gleichzeitig rhythmisches Gefühl und körperliche Haltung zu zeigen. Neben dem klassischen Ballett rundete eine abwechslungsreiche Mischung aus Jazzdance, Hip-Hop und Modern Dance die zweieinhalbstündige Aufführung ab.

 

Aber nicht nur der Tanz auf der Bühne begeisterte die Zuschauer: Auf einer großen Leinwand erzählten Filme und Fotos unterstützend die Geschichte der 13-jährigen Lucy, die sich durch falsche Versprechen in das Hexenreich locken lässt.

 

Die Videoprojektionen, die das Bühnenbild darstellen, wurden im Vorfeld zusätzlich zu den Tänzen von den Schülern und Dozenten erstellt. „Verschiedene Kunstformen zu kombinieren und Tanz aus allen möglichen Perspektiven zu zeigen, ist uns ebenfalls sehr wichtig“, führt Delonge aus.

 

An der Ballettaufführung nahmen sowohl langjährige Mitglieder des Ballett-Ateliers teil als auch Schüler, die sich erst vor wenigen Monaten angemeldet hatten. Zum ersten Mal mit dabei waren auch die Grundschüler des JeKits-Projekts: Im Rahmen des kulturellen Bildungsprogramms „Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ des Landes Nordrhein-Westfalen erhielten Schüler der Grundschule Hermannstraße zusätzlich zum normalen Unterricht Tanzstunden von Dozenten des Ballett-Ateliers. Rund 30 Schüler präsentierten denn auch schließlich die Ergebnisse aus dem Projekt und ihre eigens dafür selbst gemachten Kostüme bei der großen Ballettaufführung.

 

„Es freut uns, dass Tanzstunden ebenso zu einer Ausbildung gehören können, wie Schulfächer wie Mathe oder Musik“, sagt Delonge. Was die nächsten Projekte des Ballett-Ateliers angeht, kann die Tanzlehrerin auch schon einiges verraten: Neben einer Zusammenarbeit mit Live-Künstlern werde es unter dem Motto „Stolberg tanzbar machen“ kleinere und größere Präsentationen auf öffentlichen Plätzen geben, die den Zuschauer in das Geschehen miteinbeziehen sollen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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