Werth plant für die Zukunft

Dorfinnenentwicklungskonzept: Bauplaner betonen Dorfplatz als guten zentralen Punkt.

Foto: Sascha Schiffer
Foto: Sascha Schiffer

Der Stolberger Ortsteil Werth soll sich entwickeln. Nachdem den Werthern seit ein paar Monaten schnelleres Internet zur Verfügung steht, sollen sich auch die restlichen Aspekte des Dorfs nach vorne entwickeln. Um dies zu bewerkstelligen wurde bereits im November letzten Jahres vom Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt, ein Förderantrag für die Erarbeitung eines Dorfinnenentwicklungskonzepts bei der Bezirksregierung Köln gestellt. Dieser wurde im Januar bewilligt, woraufhin im Februar die Vergabe eines Dorfinnenentwicklungskonzeptes an das Aachener Büro RaumPlan ging. Nun präsentierte die Planer im Bürgerhaus (ehemalige Schule) die ersten Ergebnisse und führte mit den Werthern eine „Zukunftswerkstatt“ durch. Der Startschuss für einen mehrmonatigen Arbeitsprozess.

 

Zu Beginn teilten die Mitarbeiter des Planungsbüros Uli Wildschütz, Martina Winandi, Maike Artmann und Anna Glas den vielen Teilnehmern die ersten Ergebnisse ihrer Bestandsaufnahme mit. Unter anderem fiel den Bauplanern positiv auf, dass Werth mit neun Vereinen bei rund 1050 Einwohnern ein überaus vielseitiges Vereinsleben habe und es mit dem Dorfplatz einen guten zentralen Punkt gäbe. Zudem habe man das Dorfgemeinschaftshaus (Bürgerhaus), Spiel- und Sportplätze sowie eine gute Topografie und eine gute Anbindung an die umliegenden Stadtteile durch den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Jedoch wurden auch einige Schwachpunkte benannt: Ein großer Handlungsbedarf liege laut Windschütz bei der Dorf- und Schillerstraße. Die beiden Hauptstraßen seien in einem schlechten Zustand und müssten für einen verkehrsberuhigten Durchgangsverkehr erneuert werden. Zudem sei die Gestaltung der Ortseingänge verbesserungswürdig. Im Dorfinneren gäbe es zudem Gestaltungsmöglichkeiten beim Dorfplatz, der bisher keine Aufenthaltsqualität biete. Die meisten Gebäude seien zwar gut in Schuss, „jedoch ist das Bürgerhaus, in dem wir uns befinden sowie die leer stehende Dorfkneipe in einem schlechten Zustand und müssten dringend saniert oder neu gebaut werden“, erklärt Windschütz.

 

Als weitere Schwächen legte Windschütz dar, dass es keinen Dorfladen gäbe, dass Raumkanten zur umliegenden Landschaft fehlten, dass die innerörtliche Gestaltung besser sein könnte und dass die Kirche zu wenig Raum um sich habe.

 

Im Anschluss an die Bestandsaufnahme hatten die Werther die Möglichkeit, ihre persönlichen Eindrücke vom Ort zu äußern. Als positive Aspekte wurden unter anderem die gute ÖPNV-Anbindung an die umliegenden Orte, die schöne Landschaft sowie das Vereinsleben und das Miteinander im Dorf hervorgehoben. Kritik äußerten die Einwohner aus Werth beispielsweise am Zustand des Bürgerhauses, an den fehlenden Fuß- und Radwegen zu den anderen Stolberger Ortsteilen, an der Verkehrssicherheitslage sowie an den fehlenden Lokalen, Treffpunkten und Einkaufsmöglichkeiten. Als nächsten Schritt wurden die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt.

 

In diesen Gruppen konnten die Werther ihre Wünsche und Ideen auf einen großen Dorfplan zeichnen – direkt an der Stelle, wo die Verbesserungen stattfinden sollen. Dabei zeigte sich, mit wie viel Engagement die Einwohner von Werth bei der Sache sind und wie wichtig es ihnen ist, ihr Dorf zu verbessern. „Es ist absolut beeindruckend, wie viel Teilnehmer hier vor Ort sind, wenn man die Größe des Ortsteils betrachtet. Es wurden sinnvolle, nachvollziehbare und konstruktive Hinweise gegeben, um eine positive Entwicklung von Werth voranzutreiben. Die Werther spiegeln heute wider, dass sie eine gute Dorfgemeinschaft bilden“, betonte Tobias Röhm, Technischer Beigeordneter der Kupferstadt.

 

Bei der Realisierungsphase präsentierte Windschütz die zusammengefassten Projektvorschläge, die das Büro RaumPlan nach der Phantasiephase zusammengestellt hatte. So bilden das Bürgerhaus und das Pfarrheim im Bereich der Dorfgemeinschaft vorerst die zentralen Bau- und Sanierungsprojekte. Im Bereich des öffentlichen Raums hob Windschütz den Ausbau der Fuß- und Radwege, die Neugestaltung der Ortseingänge und des Dorfplatzes, die Neugestaltung und Verkehrsberuhigung der Dorfstraße, Schillerstraße und Mausbacher Straße, die Parkplatzsituation, die fehlenden Treffpunkte sowie das Projekt „Rund um Werth“, ein Rundwanderweg, hervor. Für die bessere Wohnqualität soll hingegen die Nahversorgung gestärkt werden sowie mehr auf erneuerbare Energien, wie Fotovoltaik und eine energetische Sanierung von Altbauten gesetzt werden. Bei der abschließenden Abstimmung, welche dieser Projekte für die Werther am wichtigsten seien, kristallisierten sich das Bürgerhaus sowie der Ausbau des Fuß- und Radweg-Netzes als klare Favoriten heraus. Über den Sommer wird das Aachener Büro RaumPlan ganz konkrete Einzelprojekte aus den Resultaten der Zukunftswerkstatt erarbeiten. Im Herbst wird es eine weitere Werkstatt geben, bei der die Projekte final ausgearbeitet werden. Die fertigen Handlungskonzepte werden dann bei den Fördergebern eingereicht. Schließlich komme es auf die einzelnen Projekte an, in welchem Rahmen sie förderbar sind und in welcher Zeitspanne sie umgesetzt werden können.

 

Qulle: Super Mittwoch

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