Tagesfahrten halten Senioren auf Trab

„Erlkids“ und „Mieki“ für Kinder einkommensschwache Familien. 300 ehrenamtliche Mitglieder. Integration als wichtigstes Ziel.

Jemanden, der einen beim Wäsche waschen unterstützt, zum Arzt begleitet oder die Gardinen aufhängt, den wünschen sich insbesondere ältere Menschen häufig. Bei den Mitarbeitern der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Stolberg werden sie fündig. Ursprünglich 1945 gegründet, um alleinstehende Frauen mit Kindern – deren Männer beispielsweise noch in Kriegsgefangenschaft waren – zu unterstützen, hat sich die Hilfsorganisation in der Kupferstadt zu einem Ankerpunkt für sozial Benachteiligte jeglicher Art entwickelt.

 

Neben Haushaltshilfen zu moderaten Stundensätzen, bietet sie eine ganze Reihe sozialer Projekte an, um zurückgelassene Menschen zu integrieren und unterstützen. Viele ihrer Projekte richten sich an Kinder. So auch die Aktion „Mieki“ (Mittagessen für Kindergartenkinder). Sie wurde 2007 in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ins Leben gerufen. Kindern, deren Eltern finanziell nicht gut gestellt sind, wird im Rahmen von „Mieki“ das Essen im Kindergarten durch Spendengelder finanziert. „Zu Hochzeiten haben wir das Essen für 50 bis 60 Kinder pro Monat bezahlt“, erklärt Manfred Steffens, Vorsitzender der AWO Stolberg. Nachdem 2011 das Bildungs- und Teilhabepaket verabschiedet wurde, liegt der Eigenbetrag für einkommensschwache Familien nur noch bei einem Euro pro Kind und Essen. Für rund 30 Familien übernimmt die AWO auch hier den Betrag.

 

Ein weiteres Projekt rückt die Freizeitgestaltung der Kinder in den Fokus. Im Rahmen von „Erlkids“, was so viel bedeutet wie „Erlebnistag für Kinder bis 12 Jahre“, wird es Alleinerziehenden ermöglicht, in den Ferien einen schönen Tag mit ihren Kindern zu verbringen. Drei Aspekte seien der AWO dabei besonders wichtig, erklärt Steffens. „Die Kinder sollen was erleben, das sie in der Schule oder dem Kindergarten nach den Ferien erzählen können. Sie sollen einen schönen Tag mit ihrer Mutter oder ihrem Vater verbringen, ohne dem Alltagsstress ausgesetzt zu sein, und die Eltern sollen sich untereinander austauschen können“, betont der Vorsitzende. Das Ausflugsziel wird bei „Erlkids“ immer erst am Tag selbst bekanntgegeben, um die Spannung aufrechtzuerhalten. Bereits zwei Mal fuhr die Gruppe in die Kinderstad Heerlen, auch in den Wuppertaler Zoo und in den Movie Park ging die Reise schon.

 

Neben den Fahrten in den Oster- und Sommerferien findet im Herbst regelmäßig ein Bastelnachmittag statt und im Dezember wird eine Nikolausfeier mit kleinen Geschenken organisiert.

 

Auch für ältere Menschen bietet die AWO ein Freizeitprogramm an. Für die Kinder von „Erlkids“ und die Senioren des Seniorenzentrums Süssendell gab es schon gemeinsame Spiele- und Bastelnachmittage.

 

„Es gibt viele ältere Menschen, die nichts mit sich anzufangen wissen“, erklärt Rosita Przybylski, stellvertretende Vorsitzende. Deshalb biete man eine ganze Reihe Aktionen an, wie den Spielenachmittag im Josefshaus an jedem dritten Samstag im Monat und gemütliche Nachmittage im Jugendheim Münsterbusch.

 

Dort kann man für drei Euro Eintritt ein Unterhaltungsprogramm genießen und bei Kaffee und Kuchen mit anderen Gästen plaudern.

 

Auch Tagesfahrten unternimmt die Wohlfahrt. In diesem Jahr ging die Reise schon nach Brügge. Ende Juni steht ein Ausflug nach Volendam an, im August geht es nach Oberwiesenthal und im Dezember zum Wuppertaler Weihnachtsmarkt.

 

An Karneval gibt es darüber hinaus in jedem Jahr eine Sitzung für Jung und Alt. „Es ist eine bombastische Veranstaltung zu sehr sozialem Preis“, meint Przybylski. Viele Vereine marschieren auf und sorgen für ausgelassene Stimmung.

 

„Uns ist es ganz wichtig, zu integrieren“, sagt Steffens. Menschen jeden Alters, die Unterstützung bedürfen, zu helfen, das sei das oberste Ziel.

 

Rund 300 Mitglieder, die ehrenamtlich Gutes tun, zählt die AWO Stolberg aktuell. Auch in Ausschüssen der Stadt und im Städteregionsrat der Inklusion sowie bei Soziale Kupferstadt 2030 engagiert sie sich für die Bedürfnisse sozial Benachteiligter.

 

Informationen per Telefon oder im Netz

 

  • Beim Stolberger Begegnungstag am Dienstag, 4. Juli, gibt es die Möglichkeit, sich an einem Informationsstand im Ökumenischen Gemeindezentrum im Frankental über die Arbeit und die Projekte der AWO Stolberg zu informieren.
  • Weitere Informationen zu den Projekten der AWO Stolberg gibt es in der Geschäftsstelle im Josefshaus, montags bis freitags, 8.30 bis 11.30 Uhr, ☏ 24434, oder unter www.awo-stolberg.de.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen

Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: gruettemeier@cdu-staedteregion-aachen.de

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