Schöne Momente miteinander teilen

Zur Therapiestunde kommen Hunde in die Förderschule. Wichtige Arbeit mit schwerstbehinderten Schülerinnen und Schülern.

Foto: L. Otte
Foto: L. Otte

Wenn Catalina, Bille und Isabela wie heute die Treppe der Regenbogenschule hinuntersausen, wissen die Vierbeiner genau, was auf dem Stundenplan steht: Therapiestunde. Auf den letzten Metern bis hin zum Klassenraum legen die drei Schapendoes sogar noch mal einen Zahn zu, hechten voller Erwartungsfreude den kommenden 60 Minuten entgegen.

 

Es ist ein besonderer Tag. Die vorletzte Hundetherapiestunde, bevor sich das Schuljahr zum zehnten Male, seit Entstehung des Projektes, dem Ende zuneigt – ein Jubiläum also.

 

Für die Schüler Sema, Jessica, Ama und Bilael ist der gemeinhin ungewohnte Anblick von Hunden in der Schule nichts Neues. Sie freuen sich über das Auftauchen ihrer zotteligen Weggefährten, die sie nun schon seit einem Jahr, einmal pro Woche, im Rahmen der AG für Kinder und Jugendliche mit schwersten Behinderungen begleiten.

 

„Die tierpädagogische Arbeit ist eine zentrale Säule unserer Arbeit“, sagt Holger Peters, stellvertretender Schulleiter und Förderschullehrer: „Es ist es toll zu sehen, wie die Kinder in Kommunikation mit den Tieren treten, Fortschritte erzielen und wie sie schöne Momente miteinander teilen.“

 

Zusammen mit Elke Lachmann vom „CSTDoG“ (Centre for Service and Therapy Dog’s Germany) und Physiotherapeutin, Monique Stienen sind diese schönen Momente für die Kinder tatsächlich gegeben. Sie ermöglichen den jungen Menschen fundamental wichtige Erfahrungen und tragen durch die Arbeit mit der Hundebande zur Bereicherung ihres Lebensalltages bei. Unterstützt wird dabei das Projekt vom Aachener Förderkreis „Schwerkranke Kinder“. So hat sich auch Stefan Schäfer auf den Weg zur Regenbogenschule gemacht. Während Sema mit Catalina links von der Tür sitzt und sie mit Leckerlis in einer rasselnden Flasche bezirzt, widmen Jessica und Ama ihre Aufmerksamkeit auf der anderen Seite des Raumes ganz und gar Isabela.

 

Die junge Hundedame ist über und über mit bunten Haarspängchen bestückt, die die beiden nun herausziehen, um die Feinmotorik zu trainieren: „Es ist einfach faszinierend, was die Hunde bei den Kindern bewirken können“, betont Elke Lachmann mit Blick auf das, was sich vor ihr abspielt. Und meint damit die Dynamik, die bei den Übungen zwischen Mensch und Tier entsteht. Die Hunde fühlen sich wohl, reagieren auf die Interaktionen, wodurch den Kindern wiederum ein Lächeln ins Gesicht gezaubert wird. Sie profitieren davon. Basale Sinneserfahrungen werden gesammelt, die Konzentrationsfähigkeit gesteigert und das Selbst- und Verantwortungsbewusstsein gestärkt: „Ganz viel geht hier über die Wahrnehmung. Die Kinder spüren die Wärme, das wuschelige Fell und werden durch diese Reize für ihre Umwelt sensibilisiert“, erklärt Monique Stienen.

 

Mittlerweile haben die Kids die Hunde, welche speziell für diese Zwecke ausgebildet wurden, gekämmt und frisiert. Jetzt hüpft ein gelber Tennisball durch den Raum. Isabela mit ihrem grau-schwarzen Zottelhaar hinterher. Die Kinder lachen. Man merkt den Tieren die Spielfreude und die Motivation an und sieht zum Ende hin auch bei den Kindern, dass derweil die Förderziele, die einst zu Beginn des Schuljahres individuell geplant wurden, bemerkenswerte Früchte tragen.

 

Förderverein freut sich über Unterstützung

 

Wer das Projekt unterstützen möchte, wendet sich an den Förderverein der Regenbogenschule. Der freut sich über eine Spende (IBAN: DE 70390 500 00 0004 200 200 BIC: AAC SDE 33, Sparkasse Aachen, Stichwort „Hundetherapie“).

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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