Beim Fastenbrechen rücken Kupferstädter zusammen

Die türkischen Gemeinden und Vereine laden wieder zum Iftar-Essen in die Stadthalle. Gebete und gemeinsame Gespräche.

Foto: sonja essers
Foto: sonja essers

Interessante Gespräche und jede Menge türkische Spezialitäten: Bereits zum achten Mal findet das so genannte Iftar-Essen der türkischen Vereine und Gemeinden in Stolberg statt. An diesem Freitag, 23. Juni, ist es wieder soweit: Ab 20.30 Uhr startet die Veranstaltung, deren Schirmherrschaft der Integrationsrat der Stadt Stolberg übernommen hat, in der Stadthalle. Der Eintritt ist frei.

 

Organisiert wird das Iftar-Essen nicht nur von den Mitgliedern des Integrationsrates, rund um ihren Vorsitzenden Ahmet Ekin. Mit von der Partie sind auch der Verein der Türkischen Mittelständigen Betriebe SIDE, die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG), die Ditib-Gemeinde, der Freundschaftsverein Türk Federasyon sowie der Integrations- und Bildungsverein (IBV).

 

Entstanden sei die Idee vor acht Jahren. Damals feierten die Mitglieder der türkischen Vereine und Gemeinden den Abschluss des Fastenmonats Ramadan gemeinsam auf dem Mühlener Markt. Dann wurde das Fest in die Stadthalle verlegt. „Ab dem dritten Mal ist eine Veranstaltung ja bekanntlich Tradition“, sagt Ahmet Ekin. Er weiß, dass das Iftar-Essen mittlerweile aus dem Kalender zahlreicher Kupferstädter nicht mehr wegzudenken ist.

 

Was sich hinter der Feier verbirgt? Der Begriff Iftar bezeichnet das Mahl am Abend, das während des Fastenmonats von Muslimen jeden Abend nach Sonnenuntergang eingenommen wird. Schließlich ist es den Muslimen während des Ramadan untersagt während des Tages zu essen und zu trinken. Iftar kann verschiedene Formen haben. Es kann ein Familienessen sein sowie ein Festessen in einer Moschee oder an einem anderen öffentlichen Ort.

 

So wie beispielsweise in der Stolberger Stadthalle. Dort sind am Freitagabend nicht nur die Kupferstädter herzlich willkommen. „Natürlich dürfen auch Menschen aus der ganzen Städteregion kommen. Je mehr, umso besser“, sagt Ahmet Yildiz vom Verein der Türkischen Mittelständigen Betriebe SIDE. Verhungert sei bisher noch kein Besucher.

 

In den vergangenen Jahren sei die Veranstaltung gut angenommen worden. „Es waren immer zwischen 800 und 1000 Besucher da“, sagt Ahmet Ekin. Diesmal sollen es sogar noch mehr Gäste werden. „In diesem Jahr liegt die Fastenzeit außerhalb der Sommerferien. Viele, die in den vergangenen Jahren in Urlaub waren, nehmen nun an der Veranstaltung teil“, sagt Ekin. Er rechnet mit bis zu 1200 Gästen. Darunter auch Vertreter von christlichen Gemeinden und Parteien sowie Stolbergs Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, so Ekin.

 

Das Programm startet am Freitagabend um 21 Uhr. Nach den Begrüßungsworten wird gemeinsam gebetet. Die arabischen Gebete werden in die deutsche Sprache übersetzt. Sobald die Sonne untergeht – gegen 22 Uhr – ertönt der Ruf zum Gebet, der auch außerhalb der Stadthalle zu hören sein wird. „Dafür haben wir von der Stadt eine Genehmigung bekommen. Dann feiern wir fast genauso wie in der Türkei“, sagt Ekin. Dort ist es zudem üblich, dass nach dem Ruf zum Gebet ein Kanonenschuss ertönt.

 

Nach dem Ruf zum Gebet wird das Essen serviert. Darunter natürlich jede Menge türkische Spezialitäten. Von Suppen bis hin zu Süßspeisen sei für jeden Geschmack etwas dabei. Genaueres verraten die Organisatoren allerdings nicht.

 

Auf musikalische Unterhaltung wird an diesem Abend verzichtet. „Auch ohne Musik wird es sehr interessant. Uns ist es wichtig, dass die Leute miteinander ins Gespräch kommen, uns und unsere Kultur kennenlernen“, sagt Ekin. In den vergangenen Jahren habe das immer gut funktioniert. „Wir wollen unsere Religion für andere Menschen öffnen, damit man sie nicht nur verstehen, sondern auch miterleben kann“, sagt Ekin.

 

Der Ramadan endet an diesem Sonntag. Drei Tage lange feiern die Muslime dann das so genannte Zuckerfest. Knapp 70 Tage später steht für die Muslime in der Kupferstadt dann der nächste und wichtigste islamische Feiertag auf dem Programm: das Opferfest. Auch dieses feiern die türkischen Gemeinden und Vereine mittlerweile gemeinsam.

 

Sommerfest in der Hermannstraße

 

  • Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) feiert von Freitag, 30. Juni, bis einschließlich Sonntag, 2. Juli, ihr Sommerfest.
  • Am Freitag, 30. Juni, geht es um
  • 14 Uhr auf dem Spielplatz an der Hermannstraße los. Am Samstag und Sonntag startet das Sommerfest um 12 Uhr.
  • Zu Gast sein werden an diesem Wochenende auch die anderen türkischen Gemeinden und Vereine. Zudem werden Spiele für die kleinen Besucher und türkische Spezialitäten angeboten.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

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Telefon: 0241 / 470 71 70
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