Ranch ist für Stolberg ein Aushängeschild

Keine Anreise scheint zu weit für die Besucher des Pfingstfestes in der Finsterau . Copper City Pioneers freuen sich über die positive Resonanz.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Acht mächtige Tipis sind in der Finsterau aufgebaut, hinzugesellen sich Dutzende unterschiedliche Zelte und Lager. Auch wenn sommerliche Temperaturen herrschen, quillt Rauch aus zahlreichen Öfen und Feuerstellen. „Damit wir Mahlzeiten zubereiten und Wasser für Kaffee oder Tee kochen können“, sagt Sigi Kress, Vorsitzender des Stolberger Vereins Copper City Pioneers, der zu dem offenen Pfingsttreffen auf der Ranch in Zweifall eingeladen hat. Drei bis vier Tage lang kampieren Cowboys, Indianer und Trapper auf dem weitläufigen Areal im Wald.

 

Und anders als bei Feiern und Festivals der Copper City Pioneers bleiben Saloon, „Officers Mess“, Whiskey-Bar und Co. geschlossen, denn bei dem offenen Lager ist Selbstversorgung angesagt. Die Toiletten und Duschen der Ranch stehen den Gästen freilich zur Verfügung, und wer kein Zelt oder Lager aufgeschlagen hat, kann in einem der Schlafräume übernachten. In entspannter Atmosphäre geht es gesellig und freundschaftlich zu, man kennt sich. Hier köchelt ein großer Topf Suppe, dort erlischt gerade die Glut auf dem Grill, die Indianergruppe packt die Trommeln aus, um zu authentischen Rhythmen zu tanzen.

 

Der Einladung des Country- und Westernvereins sind einmal mehr viele Freunde gefolgt. „Mit unserem Hobby machen wir Stolberg bekannt. In der Euregio und immer mehr auch darüber hinaus“, beschreibt Kress. Aus Belgien und den Niederlanden, Köln, Mettmann, Euskirchen und Düsseldorf sind die Gäste angereist. Und sogar aus Offenbach und Hannover. „Aber für uns ist das Wichtigste, dass sich alle hier wohlfühlen und gerne wiederkommen“, betont Kress, der seit 13 Jahren Vorsitzender der Copper City Pioneers ist.

 

Sjra Ramakers kennt Kress bestens. Der Niederländer ist Stammgast in Zweifall. „Ich komme immer am Ostermontag, zum Vatertag im Westernstil und zu den Western- und Country-Music-Festivals. Seit vier Jahren bin ich auch bei dem offenen Lager dabei“, erklärt Ramakers und liefert gleich gute Gründe dafür: „Es ist hier immer sehr gemütlich, man trifft viele Freunde, und das Gelände und die tolle Anlage mitten in der Natur sind wunderbar.“

 

Das Lob auf die Gastgeber und ihre Heimat klingt beim Vorsitzenden noch nach. „Wir sind sehr glücklich, dass wir unsere Ranch haben, aber sie ist auch mit viel Arbeit und Kosten verbunden“, meint Kress. Der Verein habe vor einiger Zeit zum Beispiel den kleinen wie den großen Saloon komplett renoviert und neue Böden eingezogen, ein Paddock mit Unterstand für Pferde von Wanderreitern angelegt, die Whiskey-Bar und die „Officers Mess“ gebaut. Zu den jüngsten Maßnahmen habe die Erneuerung des Kanals gezählt: „Wir haben einen Bagger gemietet und gut 14 Tage daran gearbeitet. Dabei haben uns die Hobbyisten der ,Skunks‘ sehr unterstützt. Ohne die Hilfe unserer Freunde wären wir in der Zeit nie fertig geworden.“

 

Kaum war der Kanal erneuert, stand die nächste Aktion an, bei der es wieder Hilfe gab. Die Copper City Pioneers haben die Damen-WCs und die Duschen renoviert sowie zwei der Schlafräume völlig neu hergerichtet. „Dabei hat Ralf Franzen aus Vettweiß eine entscheidende Rolle gespielt“, erläutert Kress. Im Hobby „Indianer“, betreibt Franzen beruflich eine Malerwerkstatt in Vettweiß. „Unter Freunden hilft man einander. Das ist doch klar“, begründet Franzen, warum er an seinen freien Wochenenden ehrenamtlich auf der Ranch tätig war.

 

„Er hat nicht nur unentgeltlich gearbeitet, sondern auch noch das Material gestellt – einfach klasse“, schwärmt Sigi Kress. Franzen winkt bescheiden ab und sagt nur ein Wort: „Ehrensache“.

 

Alleine in den vergangenen Monaten hat der Verein rund 15 000 Euro investiert. Und es soll weitergehen, denn die nächsten Projekte stehen bereits an. „Konkret werden wir noch drei Schlafräume von Grund auf renovieren. Mittelfristig müssen wir uns dann um das Gebäude mit dem großen Saloon kümmern: Die Decke, die Fenster und den Holzaufbau werden wir renovieren oder erneuern“, zählt Kress auf.

 

An den nächsten beiden Wochenenden indes ruht die Arbeit auf der Ranch weitgehend, denn die Treffen der Westernfreunde gehen weiter, weshalb die meisten Zelte und Lager gleich stehenbleiben können. Es folgt ein Treffen der „Youngers“ und eine Woche später ein Lager der „Skunks“. Dann können die Arbeiten an der Ranch fortgesetzt werden, ehe am zweiten Juli-Wochenende das große Internationale Western- und Country-Music-Festival ansteht.

 

Und dabei wird es in diesem Jahr nicht bleiben: Herbst-Tausch-Meeting, Halloween-Party und Weihnachtsfeier sind die nächsten Veranstaltungen der Copper City Pioneers, die ihre Schatten vorauswerfen.

 

Weitere Infos im Netz:

www.copper-city-pioneers.com

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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