Elf ehrenamtliche Helfer zu Seniorenlotsen geschult

IG Büsbach und Pflegeberatung der Städteregion setzen Schwerpunkte. Entlastungsmöglichkeiten bei Alter und Demenz.

Foto: M. Polat
Foto: M. Polat

Nach zwei Monaten harter Arbeit war es nun soweit: Elf ehrenamtliche Seniorenlotsen erhielten ihre Zertifikate, die ihnen von Margret Schulz, der Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Senioren und demografischen Wandel der Städteregion Aachen, jetzt überreicht wurden.

 

Die Schulung für die ehrenamtlichen Seniorenlotsen der Interessengemeinschaft Büsbach e.V. (IG) wurde in Kooperation mit der Pflegeberatung der Städteregion Aachen durchgeführt. An acht Schulungsabenden mit insgesamt 26 Unterrichtsstunden haben sich die Teilnehmer mit vielerlei verschiedenen Schwerpunktthemen rund um das Thema Alter und Pflege auseinandergesetzt: Zunehmender Hilfebedarf im Alter, sozialrechtliche Grundlagen der Kranken- und Pflegeversicherung, Kennenlernen von Beratungsangeboten und Formen von Demenz und Entlastungsmöglichkeiten, um nur einige der zahlreichen Themen zu nennen.

 

„Unser Ziel ist es, mit Hilfe der Ansprechpersonen die Infrastruktur des jeweiligen Ortes zu stärken“, sagt Georg Blatzheim, erster Vorsitzender der IG. „Das nennt man auch den Quartiersansatz: Wir bieten dieses Angebot ganz zentriert auf Büsbach an“, ergänzt Stephan Löhmann von der Pflegeberatung der Städteregion Aachen.

 

Innerhalb eines bestimmten Ortsteils falle es den Menschen leichter, einander anzusprechen, da man sich untereinander kenne. Dies sei einfacher, als bei einem zuständigen Amt vorzusprechen. Außerdem sei der Weg vom Hilfebedarf bis zum Finden der richtigen Institution oftmals ein schwieriger und langwieriger Prozess, führt Löhmann weiter aus.

 

Bei diesem Prozess können die Seniorenlotsen helfen: „Die Lotsen sollen keine Beratung ersetzen, sondern zur richtigen Stelle lotsen“, betont Löhmann. Die Schulung beinhaltete außerdem praktische Ausflüge in die Seniorenzentren Marienheim und AWO Süssendell, wo die Mitglieder der IG sich intensiv mit dem Thema „Formen von Demenz und Entlastungsmöglichkeiten“ beschäftigt haben.

 

Um nun auf ihre Funktion als Seniorenlotsen hinzuweisen, werden die ehrenamtlichen Lotsen Flyer verteilen und auch bei den dementsprechenden Institutionen auf ihre Arbeit aufmerksam machen.

 

„Nicht nur fremde Menschen sollen auf die Seniorenlotsen zukommen können, sondern auch Familienmitglieder und Bekannte“, sagt Blatzheim. „Es ist außerdem wichtig, offen miteinander umzugehen und den Menschen direkt weiterzuhelfen, anstatt sie weiterzuschicken“, ergänzt Michael Kark, Projektleiter der IG. Hierbei wird die Pflegeberatung der Städteregion Aachen auch in Zukunft die Lotsen in Form von Nachschulungen weiter begleiten, damit die Seniorenlotsen ratsuchenden älteren Menschen in Stolberg Unterstützung bieten und erste Ansprechpartner sein können.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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