Einblicke in die Lebenswelt der Menschen im Mittelalter

Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Zweifall arbeiten intensiv mit ihren „Museobilboxen“ . In die Zeit Karls des Großen.

Foto: M. Polat
Foto: M. Polat

Begeistert erklären die Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Zweifall den zahlreichen Eltern, die an diesem Nachmittag die Ausstellung ihrer Kinder besuchen, ihre „Museobilboxen“: In den großen Boxen befinden sich kleine Museen, in denen die Alltags- und Lebenswelt der Menschen in Aachen im Mittelalter dargestellt wird.

 

Da ging es zum Beispiel um das Reisen, Essen und Schreiben – alles zur Zeit Karls des Großen. Mit verschiedenen Materialien legten die jungen Künstler Kräutergärten an, bastelten Holzzäune und Vorhänge und stellten Stabpuppen her.

 

Begleitet wurden sie während des ganzen Projekts von Pia Güntner und Uta Hellendoorn-Werths, freie Mitarbeiterinnen der Museumspädagogik des Aachener Museums Centre Charlemagne: „Es hat einfach total viel Spaß gemacht zu sehen, wie begeistert die Kinder an dem Projekt arbeiten und wieviele verschiedene Ideen sie dazu haben“, freute sich Güntner.

 

Der Workshop „Karlsbox – Karl der Große und wir!“ wurde im Rahmen der Initiative „Kultur macht stark“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und als Kooperationsprojekt des Centre Charlemagne, der Grundschule Zweifall und dem Bildungsbüro der Städteregion Aachen an den Start gebracht. Zehn Schüler der zweiten bis vierten Klasse arbeiteten von März bis Mai freiwillig jede Woche und außerhalb der normalen Schulzeiten an ihren mobilen Museumsboxen, sowohl in der Schulwerkstatt als auch in der Werkstatt des Centre Charlemagne. „Erst einmal mussten wir die Kinder fürs Mittelalter interessieren“, sagt Hellendoorn-Werths. Hierfür machten die Museumspädagoginnen zusammen mit den Grundschülern das Centre Charlemagne unsicher: Es gab zahlreiche Führungen für die Kinder, und als krönender Abschluss wurde der Krönungszug nachgespielt. Mit ihren mittelalterlichen Kostümen, welche die Kinder neben den mobilen Museumsboxen auch selbst gebastelt haben, sollten sie sich überlegen, wen sie darstellen möchten. „Natürlich wollten alle der König sein“, erinnert sich Hellendoorn-Werths lachend. Aus der Kaiserkrönungszeremonie sei dann die Idee zu den Stabpuppen entstanden.

 

„Die Ideen kamen alle von den Kindern selbst, wir haben nur die Materialien auf den Tisch gelegt“, betont Hellendoorn-Werths. Außerdem wurden die Kinder über die Landgüterverordnung Karls des Großen aufgeklärt und wussten somit, was sie in ihren Kräutergärten anbauen dürfen, denn die Verordnung schrieb den Menschen damals vor, wie unter anderem die Landwirtschaft auszusehen hatte. „Das Hervorragende an diesem Projekt ist, dass die Kinder hautnah in Berührung mit Museen kommen und sogar handeln dürfen. Sie lernen somit, dass Museen nicht nur etwas für Erwachsene sind“, sagt Schulleiterin Ute Esser.

 

„Es ist auch erstaunlich, wie die Kinder im Schulalltag auf einmal Fähigkeiten zeigen, die sie vorher nicht hatten, wie sie sich beispielsweise lange konzentrieren zu können“, ergänzt Hellendoorn-Werths. Konzentriert und kostümiert erzählten die zehn Grundschüler auch an diesem Nachmittag von ihren mobilen Museumsboxen und brachten ihren Eltern so das eine oder andere bei, was diese vielleicht selbst nicht wussten. Die zehn „Museobilboxen“ und ein Stück Geschichte aus der Zeit Karls des Großen durften die Kinder selbstverständlich mit nach Hause nehmen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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