Laschet-Sieg auf ganzer Linie

Der Aachener CDU-Mann wird Ministerpräsident von NRW. Schwarz-gelbe Koalition nicht ausgeschlossen. Hannelore Kraft legt alle SPD-Ämter nieder.

Triumph für CDU und FDP, Debakel für Rot-Grün: Dass der Sieg so klar sein würde, hat Armin Laschet wohl selbst etwas überrascht. Doch die CDU setzte sich gestern deutlich bei der NRW-Landtagswahl durch. Dabei galt Laschet lange als chancenlos – doch auf der Zielgeraden hat der Aachener CDU-Spitzenkandidat seine einst erfolgsverwöhnte SPD-Konkurrenz abgehängt. „Heute, liebe Freunde, ist ein guter Tag für Nordrhein-Westfalen“, kommentierte ein strahlender Laschet in der Düsseldorfer Parteizentrale seinen Wahlsieg. Vier Monate vor der Bundestagswahl hat die Union auch die dritte Landtagswahl des Jahres deutlich gewonnen.

 

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz musste derweil erneut eine „krachende Niederlage“ seiner Partei einräumen. „Das ist ein schwerer Tag für die SPD.“ Auch er müsse sich kritisch hinterfragen. Die bisherige NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft verlor mit einer spektakulären Wahlniederlage die Macht im SPD-Stammland. Kraft erklärte ihren Rücktritt als Landeschefin und SPD-Bundesvize. Ihr Landtagsmandat wolle sie aber weiterhin wahrnehmen.

 

Noch dramatischer fiel die Niederlage der Grünen aus. Auch Krafts Stellvertreterin zog gestern Abend schon Konsequenzen: Sylvia Löhrmann (Grüne) will in der künftigen NRW-Landtagsfraktion ihrer Partei nach den deutlichen Stimmenverlusten bei der Landtagswahl kein Amt übernehmen.

 

Die FDP feierte derweil das beste NRW-Ergebnis seit 50 Jahren. Und auch die AfD war erfolgreich und ist nun in 13 von 16 Landtagen vertreten. Ob die Linke in den Landtag einzieht, war bei Redaktionsschluss nicht klar.

 

Ab heute muss Laschet nun nach einem Koalitionspartner suchen. Nach den Hochrechnungen (siehe Grafik rechts) deutet vieles darauf hin, dass es in NRW zum ersten Mal eine große Koalition geben könnte. Sollte die Linke an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, hätte auch ein schwarz-gelbes Bündnis mit der FDP eine knappe Mehrheit. FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner brachte sich gestern schon in Stellung: Eine Mehrheit von CDU und FDP bedeutet nicht zwangsläufig auch eine Koalition dieser beiden Parteien. „Eine schwarz-gelbe Mehrheit heißt aber nicht, dass es eine schwarz-gelbe Regierung gibt“, sagte Lindner. Eine Ampel mit SPD und Grünen hatte er aber auch ausgeschlossen. Löhrmann sieht derweil nach wie vor keine Chance für eine Jamaika-Koalition mit CDU und FDP.

 

Laschet selbst musste um sein Direktmandat in Aachen lange zittern. Bei Redaktionsschluss lag er kurz vor Ende der Auszählung knapp vor seiner SPD-Konkurrentin Daniela Jansen. In der Stadt Aachen wurde Karl Schultheis (SPD) gewählt, im Altkreis Aachen Eva-Maria Voigt-Küppers (SPD) und Stefan Kämmerling (SPD), im Kreis Düren Patricia Peill (CDU) und Ralf Nolten (CDU), im Kreis Heinsberg Bernd Krückel (CDU) und Thomas Schnelle (CDU). Über den Listenplatz den Sprung in den Landtag geschafft haben die beiden FDP-Kandidaten Werner Pfeil (Altkreis Aachen/Nord) und Stefan Lenzen (Südkreis Heinsberg).

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen

Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: gruettemeier@cdu-staedteregion-aachen.de

Für den Newsletter anmelden:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.