Wandel im Handel geht in Stolberg weiter

Heidi Krajewski schließt Nova am Steinweg. Kunigunde Bünten hat Nachfolgerin gefunden für Tabakgeschäft am Willy-Brandt-Platz.

Fotos: J. Lange / S.-L- Gombert
Fotos: J. Lange / S.-L- Gombert

Es ist wieder Bewegung in Stolbergs Geschäftswelt. Die traurige Nachricht des Tages kommt von Heidi Krajewski, die fast schon ein schlechtes Gewissen dabei plagt: Zum 24. Mai schließt sie nach fast 30 Jahren ihre Boutique „Nova“ am Steinweg. „Es sind ausschließlich private Gründe, die mich dazu veranlassen“, betont die gebürtige Stolbergerin. Erst recht jetzt, wo es mit der Kupferstadt wieder aufwärts geht, sei ihr dieser Schritt ganz besonders schwer gefallen.

 

Seit 1988 sorgt Heidi Krajewski mit ihrem hochwertigen Angebot an aktueller Damenmode nicht nur für Vielfalt und Frequenz in der Fußgängerzone, sondern sie engagierte sich gemeinsam mit ihren Ehemann Michael Krajewski auch von Anfang an in der „Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg“ (SMS) und in der früheren „Gemeinschaftsinitiative Oberstolberg“ (GIO). Insbesondere beim Aufbau erster Strukturen mit Hilfe des Stadtmanagers Jens Ackermann waren die Krajewskis wichtige Kreativposten. Beispielsweise bei die Ausschilderung des Serviceangebotes der Geschäfte mit Logos, den Bemühungen zur Einführung einer „Stolberg-Card“ und – mittlerweile vor einem Jahrzehnt – bei den ersten Angeboten für Dämmer-Shopping in der Innenstadt haben Heidi und Manfred Krajewski mit geplant und mit Hand angelegt.

 

Auch wenn es gelungen ist, die Boutique erfolgreich durch das schwierige Stolberger Fahrwasser zu lenken, so haben doch private Ereignisse zu der Entscheidung beigetragen. „Ich möchte einfach etwas kürzer treten“, sagt Heidi Krajewski, die in Brand seit 1996 eine Filiale betreibt, die mittlerweile zwei Mal vergrößert und umgebaut wurde –zuletzt im vergangenen Jahr. „Das Geschäft wird zwar von meiner Schwester geführt, aber halbe Tage werde ich sie noch dabei unterstützen“, bleibt Heidi Krajewski in dem Vorort weiter auch eine Ansprechpartnerin für die treuen Stolberger Kundinnen.

 

Beruhigt in den wohlverdienten Ruhestand kann sich jetzt die 76-jährige Kunigunde Bünten zurückziehen. Für ihren Lotto- und Zeitschriftenladen, den es seit mehr als 20 Jahren am Willy-Brandt-Platz gibt, hat die sympathische Stolbergerin nach intensiver Suche eine Nachfolgerin gefunden. „Ab dem 1. Juni wird Karin Jünger meinen Laden übernehmen“, sagt Bünten. Die letzten Wochen „im Amt“ waren für die erfahrene Einzelhändlerin jedoch alles andere als entspannt: Erst vor Kurzem ist ihr Laden mitten in der Nacht überfallen worden. „Die Täter hatten einen Gullideckel durch die Glastüre eingeschmissen und alles verwüstet“, erzählt sie. Auch wenn der Laden schnell wieder aufgeräumt war und der Betrieb längst wieder läuft: Auf den Schreck hätte sie getrost verzichten können. Umso erleichterter ist sie, dass nun in Sachen Nachfolge alles in trockenen Tüchern ist. „Als wir erfahren haben, dass Frau Bünten eine Nachfolgerin gefunden hat, haben wir unsere Pläne für den Umbau unseres Kundencenters zurückgestellt“, berichtet Michaela Humphries, Pressesprecherin der EWV. Eigentlich hätte die Energieberatung der EWV, ebenso wie die Kundenberatung, an der Ladenzeile direkt am Willy-Brandt-Platz einziehen sollen. Doch dafür will das Unternehmen nun eine andere Lösung finden.

 

Der Energieversorger ist Eigentümer des Gebäudes und damit Kunigunde Büntens Vermieter. „Wir sind sehr froh, dass die EWV den Kiosk am Leben erhält“, sagt Manfred Meyers, ein Freund der Inhaberin, „das ist über die Jahre ein richtiger Treffpunkt geworden und es wäre doch schade, wenn er wegfallen würde.“

 

„Für die Kunden wird sich mit dem Wechsel grundsätzlich nichts ändern“, sagt Karin Jünger. Tabak, Lottoscheine, Zeitschriften und eine Annahmestelle für Pakete sollen die Stolberger hier weiterhin finden – genauso wie ein offenes Ohr, wenn sie mal jemanden zum Reden brauchen. Sehr wohl will Karin Jünger aber das Warensortiment des Kiosks erweitern: Um eine Ballon- und Geschenkartikelboutique.

 

Hoffnungsvolle Signale gibt es mittlerweile auch wieder von weiteren zentralen Standorten für potenziellen Einzelhandel in der Innenstadt. Details bleiben jedoch noch hinter der vorgehaltenen Hand. Noch sei es verfrüht, Namen und Pläne zu benennen, erklären die Vertreter der Immobilien. Gestern eröffnete jedenfalls bereits eine neue Boutique an der Ecke von Rathausumfahrt und Rathausstraße.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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