Große Herausforderungen in der Region

Hohe Arbeitslosigkeit in Eschweiler und Stolberg, suboptimale Anbindung der Nordeifelkommunen – Politiker haben viel zu tun.

Als kürzlich der Paritätische Wohlfahrtsverband seinen jährlichen Armutsbericht vorlegte, waren die Zahlen, die der Bericht lieferte, zwar nur für wenige überraschend. Dennoch zeigte er noch einmal in aller Deutlichkeit: Einige Kommunen der Städteregion Aachen zählen zu den ärmsten in ganz NRW.

 

Ein Grund dafür ist die immer noch hohe Arbeitslosigkeit, die es außerhalb des Oberzentrums Aachen (8,7 Prozent Arbeitslosenquote) vor allem in den Städten Eschweiler (9,0 Prozent) und Stolberg (9,3 Prozent) gibt. Im Bundesdurchschnitt sind 6 Prozent der Menschen arbeitslos. Wenn also die Städteregion – sowohl für seine Bewohner, als auch in der Außenwahrnehmung – ein lebenswerter Ort sein soll, muss sowohl die Zahl als auch die Qualität der Arbeitsplätze steigen. Das wird auch eine anspruchsvolle Aufgabe für die neuen Landtagsabgeordneten dieses Wahlkreises sein, die ab Mitte Mai die Interessen der Städteregion in Düsseldorf vertreten.

 

Natürlich übernimmt die Politik keine unternehmerischen Entscheidungen, die direkten Einfluss auf den Arbeitsmarkt haben. Aber es ist Aufgabe der Politik, ein Umfeld zu schaffen, in dem Unternehmen und Privatpersonen investieren wollen. Und da gibt es einiges zu tun.

 

Zwar kennt die Nordeifel viele der Probleme anderer Städte nicht. Die Arbeitslosenquote ist mit gerade mal 3,6 Prozent weit unterhalb des Bundesdurchschnitts. Dennoch ist für Orte wie Roetgen, Simmerath und Monschau aufgrund ihrer ländlichen Lage vor allem eines wichtig, wenn sie sich gut entwickeln wollen: Anbindung. Das gilt natürlich für das Straßennetz aber immer mehr auch für die digitale Erreichbarkeit. Bei beidem hat die Nordeifel Nachholbedarf. Die B 258 ist für viele Arbeitnehmer, aber auch für den Lastverkehr der Eifler Unternehmer ein Nadelöhr.

 

Versuche, diese Verkehrsachse, die die Eifel mit Aachen und den Autobahnen verbindet, leistungsfähiger zu machen, sind bislang fehlgeschlagen. Es braucht ein schlüssiges, auf einem breiten Konsens aufbauendes Konzept, um die notwendigen Fördergelder für den Ausbau der Straße zu bekommen. Ein wichtiges Projekt für jeden Abgeordneten, der nach Düsseldorf entsandt wird.

 

Gleiches gilt für den digitalen Ausbau. Immer mehr Dienstleistungen, aber auch produzierende Gewerbe brauchen einen leistungsfähigen Anschluss an das Internet, wenn sie von der Entwicklung nicht abgehängt werden wollen. Die Düsseldorfer Politik muss Antworten auf die Frage der Digitalisierung des ländlichen Raums liefern.

 

In Stolberg richten sich derzeit viele Blicke auf den Stadtkern. Die Stadt investiert mit Hilfe des Landes NRW Millionen in die Sanierung des Zentrums. Nicht zuletzt soll so der in der Krise steckende Einzelhandel und die Innenstadt wieder belebt werden. Die Lebensqualität im Stadtkern soll wieder wachsen. Doch damit das nachhaltig gelingen kann, müssen auch die Menschen, die im Stolberger Zentrum leben, genügend Geld in der Tasche haben, um es in der Innenstadt ausgeben zu können. Und das ist ein wesentliches Problem. Die von Industrie geprägte Stadt hat im Vergleich viele Arbeitslose und ist gehemmt von hoher statistischer Armut. Das betrifft vor allem auch das Stadtzentrum. Wo also kann Arbeit geschaffen werden, um den Menschen und der Stadt neue Perspektiven aufzuzeigen? Haben die von Armut betroffenen Familien die notwendige Bildung, um sich selbst helfen zu können? Sind Stolbergs Schulen für die spezifischen Herausforderungen, die an sie gestellt werden, gerüstet? Fragen, auf die die Düsseldorfer Politik Antworten liefern muss.

 

Für Eschweiler stellt die vergleichsweise hohe Arbeitslosigkeit das größte Armutsrisiko dar. Und im Hinterkopf haben bereits viele Eschweiler Bürger, dass sich innerhalb des nächsten Jahrzehnts einer der traditionell größten Arbeitgeber der Stadt zurückziehen wird: Mit dem Ende der Braunkohleförderung im Tagebau Inden fallen im RWE-Kraftwerk Weisweiler und im Tagebau rund 1500 tariflich bezahlte Arbeitsplätze weg. Wo also liegen die Alternativen? Eine immer wieder ins Spiel gebrachte Variante ist ein Logistikzentrum, von dem sowohl Eschweiler als auch Stolberg profitieren sollen. Das setzt einerseits voraus, dass beide Städte miteinander an einem Strang ziehen. Andererseits muss man Gewerbe anlocken, das über die reine Logistik hinausgeht, wenn man eine angemessene Anzahl an Arbeitsplätzen schaffen will. Die Landtagsabgeordneten haben bei dieser Entwicklung eine Schlüsselposition.

 

Die kommende Legislaturperiode im Düsseldorfer Landtag wird eine wegweisende für die Städteregion sein. Wer wird den Aufgaben von den aktuellen Landtagskandidaten am besten gerecht? Sie haben die Wahl.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen

Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: gruettemeier@cdu-staedteregion-aachen.de

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